miniatur|Ortsteil Erzwäsche miniatur|Am Erzwäschebach Erzwäsche ist ein Gemeindeteil des Marktes Titting im oberbayerischen Landkreis Eichstätt in Bayern.
Geografische Lage Die frühere Erzwäsche liegt als Einöde im nordwestlichen Teil der Südlichen Frankenalb nordwestlich von Titting in einer Talbucht zwischen dem Pfleimberg (Kreuzberg) und der Geißloh am Erzwäschebach, der in nordöstlicher Richtung der Anlauter zufließt. Von Titting aus führt die Straße „Am Kreuzberg“ und von der nahen Tafelmühle ein weiterer Fahrweg zur Einöde.
Geschichte In der von mehreren, teil ergiebigen Quellen gespeisten Erzwäsche wurde das auf der Jurahochfläche in Gruben abgebaute Eisenerz oder das auf den Feldern abgesammelte Bohnerz von den Erzwäschern von Lehm und Erde befreit, sortiert und klassiert, bevor es zur Weiterverarbeitung nach Obereichstätt in das dortige fürstbischöflich-eichstättische Eisenverhüttungswerk gebracht wurde. Seit wann die Anlage genutzt wurde, ist ungewiss; in Betrieb war die Erzwäsche bis 1862, als der Hochofen in Obereichstätt stillgelegt wurde.
Mit Titting wurde die fürstbischöfliche Erzwäsche 1802 toskanisch und 1806 königlich-bayerisch.Hirschmann, S. 231 1823 wurde das Wasser der Erzwäsche als „helles reines gesundes Wasser, welches hier zum Erzwaschen gebraucht wird“, beschrieben.Joseph Plank: Entwurf einer Medicinal-Topographie des Königlich.Baierischen Landgerichts Greding im Rezatkreise. Neuburg an der Donau 1823, S. 35
Heute besteht der Ortsteil Erzwäsche, wie schon 1823, aus einem Anwesen. 1925 wohnten in zwei Wohngebäuden der Erzwäsche zehn Personen, 1938 vier Personen.Franz Xaver Buchner: Das Bistum Eichstätt. II. Band, Eichstätt 1938, S. 623 1950 wurde das Anwesen von fünf Personen bewohnt,Hirschmann, S. 231 1961 von drei Personen. 1970 wurden nur noch zwei Einwohner gezählt. Bei der Volkszählung 1987 war der Ort unbewohnt. Seit 2022 wird das verbleibende Haus der Erzwäsche saniert und wieder bewohnt.
Literatur Gerhard Hirschmann: Historischer Atlas von Bayern. Teil Franken. Reihe I, Heft 6. Eichstätt. Beilngries-Eichstätt-Greding. München 1959. Seiten 102, 184 und 231. Digitalisat. Karl Zecherle (Text) und Toni Murböck (Fotos): Sehenswerte Natur im Kreis Eichstätt. Eichstätt 1982. Arthur Rosenbauer: Erzwäsche und Erzfunde bei Titting. In: Ders.: Vergessene Geheimnisse – wiederentdeckt. Der Bergbau im Naturpark Altmühltal zwischen Altmühl, Anlauter und Donau. Wek-Verlag, Treuchtlingen 2010, S. 238.
Einzelnachweise
Weblinks Über die Erzwäsche bei Titting
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