Ménetreuil [] ist eine französische Gemeinde in der Region Bourgogne-Franche-Comté im Département Saône-et-Loire. Sie gehört zum Arrondissement Louhans, zum Kanton Cuiseaux und zum Gemeindeverband Terres de Bresse. Die Gemeinde hat Einwohner (Stand ), sie werden Ménetreuillais, resp. Ménetreuillaises genannt.
Geografie mini|links|Lage der Gemeinde im Arrondissement Louhans
Ménetreuil liegt in der Landschaft Bresse, im Süden des Arrondissement Louhans, 10 Kilometer südwestlich von Louhans-Châteaurenaud. Die nordöstliche Gemeindegrenze folgt den Windungen der Sane-MorteLa Sane-Morte, Länge 54,6 km, Zufluss zur Sane-Vive, Quelle bei in Foissiat auf ca. 218 m, Mündung bei in Ménetreuil auf ca. 177 m, La Sane-Morte auf sandre.eaufrance.fr, die auf diesem Abschnitt etliche Biefs aufnimmt, künstliche Wasserläufe, die der Bewirtschaftung der Étangs dienen, insbesondere den Ruisseau de CorgeatRuisseau de Corgeat, Länge 6,8 km, Zufluss zur Sane-Morte, Quelle bei in Montpont-en-Bresse auf ca. 200 m, Mündung bei in Bantanges auf ca. 180 m, Ruisseau de Corgeat auf sandre.eaufrance.fr aus dem Gebiet von Montpont-en-Bresse. Von Süden fließt die Sane-ViveLa Sane oder Sane-Vive, Länge 46,8 km, Zufluss zur Seille, Quelle bei in Lescheroux auf ca. 217 m, Mündung bei in Brienne auf 172 m, La Sane-Vive auf sandre.eaufrance.fr, bildet einen Teil der südlichen Gemeindegrenze und vereinigt sich bei der Moulin de Montjay mit der Sane-Morte; gemeinsam bilden sie als Sane einen Teil der südwestlichen Gemeindegrenze.
Ménetreuil liegt an der Departementsstraße D475 (Rancy – D12 in La Chapelle-Naude). Weitere wichtige Straßen finden sich nicht im Gemeindegebiet, das schwach bewaldet ist und von den Wasserläufen geprägt wird. Zur Gemeinde gehören die folgenden Weiler und Fluren: les Bagneux, le Bois, les Bordes, les Bruyères, la Buclière, la Buissonée, les Cadolles, le Champ-Chapeau, la Comté, la Cour-Basse, les Cours-Barbier, Court-Chêne, Le Devu, la Francillière, les Grandes-Terres, Granges-d’en-Haut, la Grange-Meunier, Guichard, Hautefoy, la Maraude, Montagny, Montjay, le Perret, les Perrières, le Petit-Perret, la Planche, Rambeau, les Renaules, la Rippe-Bouquet, la Templière, la Vallée, Varamagnien, la Vavre, le Vernois, .
Die Gemeinde liegt in einem recht heiklen Gebiet, in dem die Gewässer, die sie durchqueren, große Strecken des Jurafusses entwässern. Aus neuester Zeit werden folgende Naturkatastrophen vermerkt: Sturmschäden vom 6. bis 10. November 1982 Überschwemmungen und Murgang vom 8. bis 31. Dezember 1982 Überschwemmungen und Murgang vom 12. bis 13. Mai 1983 Überschwemmungen und Murgang vom 6. bis 20. Mai 1985 Überschwemmungen und Murgang vom 5. bis 10. Oktober 1993 Überschwemmungen und Murgang vom 24. bis 26. Oktober 1999 Überschwemmungen und Murgang vom 24. bis 26. November 2002 Erdbewegungen als Folge der Trockenheit und anschließendem Wasserausgleich vom 1. Juli bis 30. September 2003 Überschwemmungen und Murgang vom 17. bis 19. April 2005 Klima Das Klima in Ménetreuil ist warm und gemäßigt. Es gibt das ganze Jahr über deutliche Niederschläge, selbst der trockenste Monat weist noch hohe Niederschlagsmengen auf. Die Klassifikation des Klimas nach Köppen und Geiger ist Cfb ((Gemäßigtes) Ozeanklima). Die Temperatur liegt im Jahresdurchschnitt bei 12,1 °C. Der wärmste Monat ist der Juli mit einer Durchschnittstemperatur von 21,2 °C, der kälteste der Januar mit 3,4 °C. Über ein Jahr verteilt summieren sich die Niederschläge auf 1121 mm, dabei ist der November mit 118 mm der niederschlagsreichste, während März als trockenster Monat 77 mm aufweist. Über das ganze Jahr werden etwa 2754 Sonnenstunden gezählt.
Toponymie Die älteste bekannte Nennung des Ortes geht zurück auf 1155 Ecclesia de Monistrolio, die dem Heiligen Petrus geweihte Kirche muss also bereits bestanden haben. Worauf die Ortsbezeichnung Monistrolio, Monestruel zurückzuführen ist, ist nicht bekannt, sie führte jedoch zum heutigen Gemeindenamen Ménetreuil. Bis nach der Revolution wurde er ohne Accent aigu geschrieben, heute findet man auch Ménétreuil und das akzentlose Menetreuil.
Geschichte Ménetreuil gehörte ursprünglich zum Einflussgebiet der Grafen von Savoyen. 1289 kam es zum Gebietsabtausch zwischen Herzog Robert II. und Amé (Amadeus) V., Graf von Savoyen. Dadurch gehörte die Kastellanei von Cuisery mit dem westlichen Teil von Ménetreuil zum Herzogtum Burgund.
Die Herzöge von Burgund ließen die Kastellanei von Cuisery weiter bestehen, sie erhielt sogar das Münzrecht. Die Herren waren die Kastellane und erst spät begannen sich Einzellehen herauszubilden.
Das östliche Gebiet von Ménetreuil gehörte zur Baronie von Montpont-en-Bresse. Die Herren von Ménetreuil Auf dem Gemeindegebiet bestanden ehemals drei verschiedene Herrschaften: Rambeau, die älteste, war im 14. Jahrhundert im Besitz eines Jean de Charnez, dessen Ehefrau Jeanne Ramboz hatte 1377 eine Kapelle in der Kirche von Ménetreuil gestiftet. Durch Heirat gelangte die Herrschaft in den Besitz von Jean de Charnez. Die Herrschaft Les Devus war im Besitz der Herren von Brancion und gehörten zur Baronie Montpont. Montjay, die im Besitz der Familie Fyot de la Marche war und deren Schloss auf einer Insel in der Sane stand, mit Zug- und fester Brücke.
Bevölkerung mini|Kirche Saint-Pierre in Ménetreuil
+ Bevölkerungs- und Wohnstruktur< Bevölkerungsstruktur Anzahl Einwohner männlich weiblich davon Ausländer Anteil %4102042064110,0
Die Bevölkerungsstruktur zwischen Männern und Frauen ist ausgeglichen, wobei 46 % der Bevölkerung jünger als 45 Jahre und 33 % der Einwohner älter als 60 Jahre und damit im Rentenalter sind. Generell ist die Bevölkerung verhältnismäßig jung (Durchschnitt Arrondissement Louhans: 44 % unter 45 und 36 % über 60 Jahre). Wohnstruktur Anzahl Wohneinheiten davon Häuser Wohnungen Sonstige Zu-/Abnahme seit 199924824062+22,2 % = 45 WE davon Hauptwohnsitz 184Zweit- oder Ferienwohnsitz47vakant17
Wirtschaft und Infrastruktur Unternehmen, Betriebe, Ladengeschäfte und Einrichtungen
In der Gemeinde befinden sich nebst der Mairie und Kirche folgende Unternehmen nach Branchen: +Wirtschaftlich aktive Betriebe in der Gemeinde nach Branchen (31.12.2023) Branche Anzahl BetriebeIndustrie und verarbeitendes Gewerbe2Baugewerbe5Groß- und Einzelhandel, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie5Information und KommunikationFinanz- und VersicherungsdienstleistungenGrundstücks- und WohnungswesenFreiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen4Öffentliche Verwaltung, Unterricht, Gesundheits- und Sozialwesen1Sonstige Dienstleistungen3Land- und Forstwirtschaftsbetriebe9 In der Gemeinde befinden sich ein Coiffeursalon, eine Schreinerei/Zimmerei, ein Maler/Gipser, ferner ein Tennis- und ein Fußballplatz, ein Restaurant und eine Gîte. Mit den Gütern des täglichen Bedarfs versorgen sich die Einwohner in Cuisery und in Louhans.
Geschützte Produkte in der Gemeinde Als AOC-Produkte sind in Ménetreuil Crème et beurre de Bresse zugelassen, ferner Volaille de Bresse und Dinde de Bresse.
Bildungseinrichtungen Ménetreuil verfügt über keine eigenen schulischen Einrichtungen. Die Schulpflichtigen werden in Schulen der umliegenden Gemeinden ausgebildet. Öffentlicher Verkehr Es besteht keinerlei Anbindung an den Öffentlichen Verkehr in der Gemeinde.
Literatur
Weblinks
Siehe auch Liste der Monuments historiques in Ménetreuil
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in Bourgogne-Franche-Comté