mini|Ein Kalligramm aus Calligrammes Calligrammes. Mercure de France, Paris 1918, S. 75, Detail (). – Hallo Welt, ich bin deine beredte Zunge, und dein Mund, o Paris, streckt sie den Deutschen heraus, und er wird dies immer tun! Deutsche Übertragung nach Informationen zum Fach Französisch (sprachliches und naturwissenschaftliches Profil). Hrsg.: Salvatorkolleg, Bad Wurzach 21. Juni 2014, abgerufen am 21. September 2023. – Eine andere Übertragung bietet: „sic“: Ingolstadt. Geliebter Ex-Erbfeind. 50 Jahre Elysée-Vertrag: Ingolstädter Schüler würdigen die deutsch-französische Freundschaft. In: Donaukurier. 22. Januar 2013, Stand 3. Dezember 2020, abgerufen am 21. September 2023. Calligrammes, Untertitel: poèmes de la paix et de la guerre 1913–1916, ist eine Gedichtsammlung des französischen Schriftstellers Guillaume Apollinaire, die im Jahre 1918 veröffentlicht wurde. Die Sammlung enthält einige namensgebende Kalligramme, d. h. Figurengedichte.
Inhalt Der Band enthält mehrheitlich typografisch konventionell gesetzte Gedichte; daneben Gedichte, deren typografische Form – teils mit Drucklettern, teils handschriftlich ausgeführt – verschiedene Figuren erzeugt bzw. abbildet und somit eine vom Text unabhängige, mit ihm jedoch eine in inhaltlicher Beziehung stehende Bedeutung enthält. Damit können diese Figurengedichte als konkrete oder visuelle Poesie angesehen sowie einerseits der Dichtkunst, andererseits der bildenden Kunst zugeordnet werden.
Der Untertitel, Gedichte über Frieden und Krieg 1913–1916, steht im Zusammenhang mit Apollinaires Kriegserfahrungen als Artillerist und Infanterieoffizier, von denen viele der Gedichte handeln. Er wurde 1916 durch eine Schrapnellwunde an der Schläfe schwer verletzt.Apollinaire’s Calligrammes (1918). In: The Public Domain Review. 27. Oktober 2015, abgerufen am 22. September 2023.
Das Frontispiz ist ein Holzschnitt von R. Jaudon in Reproduktion eines Porträts, das Apollinaire darstellt und von Pablo Picasso signiert ist.Calligrammes. Mercure de France, Paris 1918, S. 8 (). mini|Kalligramm: Die erstochene Taube und der Wasserstrahl Apollinaire widmete die Sammlung seinem Jugendfreund René Dalize, der im Krieg gefallen war, (Zum Gedenken an den ältesten meiner Kameraden / René Dalize / gefallen auf dem Feld der Ehre / am 7. Mai 1917). Calligrammes. Mercure de France, Paris 1918, S. 11 (). und erinnerte an ihn in dem Gedicht (Die erstochene Taube und der Wasserstrahl):Calligrammes. Mercure de France, Paris 1918, S. 73 ().
Où sont Raynal Billy Dalize O mes amis partis en guerre Dont les noms se mélancolisent Wo sind Raynal Billy Dalize? O meine Freunde, die in den Krieg gezogen sind Deren Namen sich wehmütig anhören
In einem Brief an André Billy ordnete der als Vorläufer des Surrealismus angesehene Apollinaire selbst das Werk in die Geschichte der Poesie und Typografie ein:
Rezeption Die Gedichtsammlung erfuhr allein bis 1928 sieben und bis heute zahlreiche weitere französische NachauflagenSiehe und weitere Einträge im WorldCat (Suche)., wurde aber selten und nur in Auszügen in andere Sprachen, unter anderem ins Spanische, übersetzt, kritisch untersucht und kommentiertCynthia Lerma Hernández, Patricia Willson, Rose Corral Jorda: La traducción del calligrammes. Poémes de la Paix et de la guerre de Guillaume Apollinaire. Versión de tres poemas por Agustí Bartra y J. Ignacio Velázquez. C. Lerma Hernández, México, D.F., 2013, (spanisch; Hochschulschrift)..
Laurence Campa zufolge war die Aufnahme der Sammlung bei ihrer ersten Veröffentlichung – abgesehen von einigen lobenden Stimmen – eher verhalten oder sogar ablehnend: Einerseits wurde die formale Innovation missverstanden, andererseits erschienen die Gedichte mal zu leicht, mal nicht kritisch genug gegenüber dem Ersten Weltkrieg.Laurence Campa (Hrsg.): Poèmes à Lou de Guillaume Apollinaire (= Coll. Foliothèque. Vol. CXXVII). Gallimard, Paris 2005, ISBN 2-07-030427-2, S. 14 (französisch; ).
Basierend auf sechs Gedichten aus den Calligrammes schuf der venezolanische Komponist Oswaldo Gonzalez 1985 eine gleichnamige Kammermusik für Klaviertrio mit Violine, Violoncello und Klavier.Calligrammes. In: oswaldogonzalez.net, abgerufen am 21. September 2023.
Weitere Kalligramme
Ausgaben
Calligrammes. Poèmes de la paix et de la guerre 1913–1916. Mercure de France, Paris 1918 ().
Andere Kalligramme: Guillaume Apollinaire: Calligrammes. In: Action. Cahiers individualistes de philosophie et d’art. Vol. 1, Nr. 5, Oktober 1920, S. 1–5 (fünf handschriftliche Kalligramme; princeton.edu [PDF; 86,3 MB] im Blue Mountain Project, Princeton University).
Literatur Raymond Balestra: Guillaume Apollinaire. Calligramme La Tour Eiffel. (PDF; 68 kB) In: ac-nice.fr, 30. Januar 2014 (kurze Interpretation des Kalligramms Eiffelturm). Michel Butor: Vorwort. In: Guillaume Apollinaire: Calligrammes. Vorwort von Michel Butor. Éditions Gallimard, Paris 1995, ISBN 2-07-030008-0 (französisch; ). Laurence Campa (Hrsg.): Poèmes à Lou de Guillaume Apollinaire (= Coll. Foliothèque. Vol. CXXVII). Gallimard, Paris 2005, ISBN 2-07-030427-2, S. 14 (französisch; zur Rezeption; ). Cynthia Lerma Hernández, Patricia Willson, Rose Corral Jorda: La traducción del calligrammes. Poémes de la Paix et de la guerre de Guillaume Apollinaire. Versión de tres poemas por Agustí Bartra y J. Ignacio Velázquez. C. Lerma Hernández, México, D.F., 2013, (spanisch; Hochschulschrift). „sic“: Ingolstadt. Geliebter Ex-Erbfeind. 50 Jahre Elysée-Vertrag: Ingolstädter Schüler würdigen die deutsch-französische Freundschaft. In: Donaukurier. 22. Januar 2013, Stand 3. Dezember 2020.
Weblinks Bernard Holtzmann: Calligramme. In: Encyclopædia Universalis. Stand: 20. September 2023 (französisch; eingeschränkte Vorschau) Emmanuel Hecht: Apollinaire, un poète en guerre. In: L'Express. 6. November 2009 (französisch)
Einzelnachweise
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