mini|300px|Kloster Walkenried – Doppelschiffiger Kreuzgang heute Konzertsaal im UNESCO-Welterbe

Die Walkenrieder Kreuzgangkonzerte sind seit 1983 das jährliche Musikfestival des Klosters Walkenried im niedersächsischen Landkreis Göttingen. Der Veranstaltungsort Kloster Walkenried gehört seit 2010 zum UNESCO-Welterbe Oberharzer Wasserwirtschaft.Oberharzer Wasserwirtschaft ist Weltkulturerbe Deutsche UNESCO-Kommission e. V. (August 2010)

Vorarbeiten Ab 1980 begannen umfangreiche Sanierungs- und Restaurierungsmaßnahmen im Kloster Walkenried, wobei der bis dahin offene Kreuzgang seine Bleiglasfenster bekommen hat. Durch den Einbau einer Warmluft-Fußbodenheizung im doppelten Kreuzgang konnte dieser Bereich des Klosters erstmals ganzjährig kulturell genutzt werden. Diese Baumaßnahmen unter der Regie des damaligen Oberkreisdirektors Friedrich-Karl Böttcher, der den Wiederaufbau bis zu seinem Ruhestand 1999 begleitete, legten den Grundstein für die Kreuzgangkonzerte.

Geschichte Die Walkenrieder Kreuzgangkonzerte wurden 1983 ins Leben gerufen. Aus drei Klassik-Konzerten in der ersten Saison wurde ein Musikfestival mit regelmäßig bis zu 20 Veranstaltungen. In den letzten Jahren waren auch Literaturlesungen mit und ohne Musikbegleitung dazu gekommen. Das Genre umfasst heute Klassik, Salonmusik, Gospel, Folk, Swing, Jazz, A cappella und Popmusik.

mini|Kloster Walkenried – Kreuzgarten Die Saison beginnt im Mai und endet im Dezember. Im Laufe eines Jahres werden monatlich ein bis drei Veranstaltungen im doppelten Kreuzgang und im Sommer auch im Kreuzgarten angeboten. Pro Saison besuchen bis zu 5.000 Zuhörer die Veranstaltungen.

Intendant war in den Jahren 1999 bis 2014 Friedrich-Karl Böttcher. 2015 haben der Landkreis Osterode am Harz als Träger und die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz als Eigentümer der Klosteranlage einem Beirat die Intendanz der Konzerte übertragen. Zum Künstlerischen Leiter wurde Thomas Krause berufen.Jahrzehnte für das Kloster gewirkt. – Festakt für den scheidenden Intendanten Friedrich-Karl Böttcher. Beirat unterstützt künftig Gestaltung der Kreuzgangkonzerte. (Harz Kurier, 3. Dezember 2014)

mini|Kloster Walkenried – Kapitelsaal Die 32. Kreuzgangkonzerte brachten einige Neuerungen bei den Veranstaltungen. So wurden 2015 erstmals angeboten, eine Konzert-Meditation, ein Nachmittagskonzert um 15 Uhr mit Kaffee und Kuchen, ein Konzert im Kapitelsaal des Klosters, sowie ein Wandelkonzert mit Buffet. Zudem veranstalteten die Walkenrieder Kreuzgangkonzerte gemeinsam mit dem ZisterzienserMuseum und den Central-Lichtspielen Herzberg am Harz das KINO IM KLOSTER – OpenAir im Kreuzgarten. Gezeigt wurde der Kultfilm Der Name der Rose verbunden mit einer Themenführung zu den Orten, die auch im Film eine Rolle spielen.

In der Saison 2023 gab es mit „Wagners Ring in Concert“, mit dem Weimar Brass unter der Leitung von Uwe Komischke und dem Schauspieler Markus Fennert als Sprecher, eine Premiere im Kreuzgang. Eine weitere folgte beim Konzert des Göttinger Symphonieorchesters, als mit Johanna Malangré erstmals eine Frau am Dirigentenpult in Walkenried stand. Im Juli 2024 war mit Chanticleer aus San Francisco zum ersten Mal ein Grammy-Preisträger auf den Kreuzgangkonzerten zu Gast.

Zum Jahresende 2024 wurden der Künstlerische Leiter Thomas Krause und der Beiratsvorsitzende Klaus Liebing nach 38 Jahren im Dienst als Verantwortliche der Kreuzgangkonzerte in Walkenried verabschiedet.Abschied im Harz: Eine Ära geht im Kloster Walkenried zu Ende auf harzkurier.de vom 25. Dezember 2024, abgerufen am 26. Dezember 2024. Die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz, Eigentümerin des Klosters und Träger der Kreuzgangkonzerte, setzte 2025 die Veranstaltungsreihe mit dem neuen Duo Antimo Sorgente (künstlerische Leitung) und Elmar Gajewi (technische Leitung) als reine Konzertreihe fort.Stars kommen wieder in den Harz: Diese Konzertreihe geht 2025 weiter auf harzkurier.de vom 4. April 2025, abgerufen am 5. April 2025. Auch unter der neuen Konzertleitung gab es in der 40. Saison einige Premieren, so gab es u. a. ein klassisches Klavierkonzert, zu Gast am großen Bösendorfer Konzertflügel war der italienische Pianist Gianluca Luisi. Zudem gab es 2025 erstmals ein Musikkabarett mit der mittelfränkischen Folkband Gankino Circus. Nach ihrer ausverkauften Walkenried-Premiere kehren 2026 Joja Wendt in den Kreuzgarten und The Real Comedian Harmonists in den Kreuzgang zurück.

Zu den Kreuzgangkonzerten ist das Café im Kloster Walkenried geöffnet.KlosterCafé Walkenried Die historische Klosteranlage ist nicht ganz barrierefrei. Eine rollstuhlgerechte Toilette befindet sich im Untergeschoss (Keller) des benachbarten Welterbezentrums Herrenhaus Walkenried.

Künstler (Auswahl) Die Walkenrieder Kreuzgangkonzerte werden seit ihrem Bestehen von hochkarätigen Künstlern und Persönlichkeiten gestaltet, wie unter anderem: miniatur|Abegg Trio miniatur|Ensemble Amarcord miniatur|Mitteldeutsches Kammerorchester mini|Stefan Gwildis mini|Katharina Thalbach mini|Aquabella

Abegg Trio, Hermann Prey, Margaret Price, Thomas Quasthoff, Ludwig Güttler, Alban Berg Quartett, Pepe Romero, Norbert Blüm, Göttinger Symphonieorchester, Gerhard Schöne, Thekla Carola Wied, Götz Alsmann, Dieter Bellmann, Main-Barockorchester Frankfurt, Elke Heidenreich, Captain Cook und seine singenden Saxophone, Henryk Böhm (Bariton) und Gerrit Zitterbart, Bachorchester des Gewandhauses zu Leipzig, Jochen Kowalski und Junges Barockorchester Berlin, Philharmonic Brass Dresden, Giora Feidman und Gitanes Blondes, Qntal, Ulrike Kriener und Gudrun Haag (Harfe), Bläsersolisten der Staatskapelle Berlin, Vokalensemble VocaMe, Ralf Bauer und Emil Rovner (Violoncello), Mitteldeutsche Kammerphilharmonie, Ensemble Frauenkirche Dresden mit Matthias Grünert,

Ensemble Amarcord, Denis Wittberg (Sänger) und seine Schellack-Solisten, Staatsorchester Braunschweig in Barockbesetzung, Dresdner Kapellsolisten, Pater Anselm Grün mit Hans-Jürgen Hufeisen und Oskar Göpfert, Felix Klieser und Michael Schäfer, Andreas Hartmann mit dem Thüringer-Salonquintett, David Orlowsky Trio, Jörg Faßmann mit Lenka Matějáková und Cornelia Osterwald „Barocktrio Dresden-Leipzig“, Chursächsische Capelle Leipzig, Staatsorchester Braunschweig in großen Besetzung, Viva Voce, New York Polyphony (Vokalmusik aus Mittelalter und Renaissance), Los Romeros, Anne Schoenen und Band „Die Schoenen“, Günther Maria Halmer und Jörg Fuhrländer (Akkordeon), Bolero Berlin – Berliner Philharmoniker einmal anders, Wilhelm Bruns mit dem Parforcehorn-Ensemble „Les Amazones“,

Mitteldeutsches Kammerorchester mit Wolfgang Kupke, Ulrich Pleitgen, Figurentheater Gingganz, Bremer Kaffeehaus-Orchester, Schola Gregoriana Pragensis (Prag) und buddhistische Mönche der Tendai-Schule „Gjosan-rjù“ (Japan), Gregor Gysi und Friedrich Schorlemmer, Loh-Orchester Sondershausen, Bernd Kaftan (Schauspieler) und Michael Schäfer (Klavier), Giora Feidman und Rastrelli Cello Quartett, Basta (A-cappella-Gruppe), Rapalje (Celtic Folk Music), Gunter Schoß (Sprecher) und Frank Fröhlich (Gitarre), Erzgebirgsensemble Aue, Salonorchester Cappuccino, Capellchor Halle der Ev. Hochschule für Kirchenmusik mit dem Bach-Consort, Gitanes Blondes, Sky du Mont, Frank Vitzhum (Countertenor) und Julian Behr (Laute), Till Brönner und Dieter Ilg, Thomanerchor Leipzig, MozART group,

Stefan Gwildis, Gamain (Celtic Folk Music), Christian Funke (Violine) und Stefan Altner (Orgel), Klenke-Quartett, Anne Schierack (Gesang) und Frank Fröhlich (Gitarre), Vokalensemble Niniwe, Brass-Band Federspiel, Peter Hahne, Avi Avital und Aydar Gaynullin, Staatsorchester Braunschweig mit Salomo Schweizer, Volker Heißmann und Pavel Sandorf Quartett, Bläsersolisten des Gewandhausorchesters zu Leipzig, Giora Feidman mit Enrique Ugarte und Torsten Münchow, GSO mit Niklas Liepe, Paul Maar und Capella Antiqua Bambergensis, Tine Thing Helseth und Ensemble „tenThing“, Moskauer Kathedralchor, Gismo Graf Trio, Ensemble International, Andrea Sawatzki, Canadian Brass, Christoph GrohmannSonderkonzert im Kapitelsaal. Andreas Englisch, Zucchini Sistaz, Bläsersolisten des Gewandhausorchesters, ElphCellisten,

Katharina Thalbach, Tim Fischer und Band, Dresdner Kreuzchor, Margot Käßmann und Hans-Jürgen Hufeisen, Kronenquartett Dresden, Weimar Brass mit Uwe Komischke und Markus Fennert (Sprecher), Wildes Holz, Uwaga!, GSO mit Tassilo Probst und Johanna Malangré, The King’s Singers, Axel Prahl und das Inselorchester, German Brass, Andrea Sawatzki und Christian Berkel, The Outside Track, Quintense, Zucchini Sistaz, Stefan Jürgens und Ralf Kiwitt (Klavier), MORE THAN WORDS mit Stefanie Hertel, Lanny Lanner, Johanna Mross und 3 weiteren Künstlern, Chanticleer, The Real Comedian Harmonists, Fairy Guitar Quartet, Gianluca Luisi, Gankino Circus, Marion & Sobo Band, Joja Wendt, Stefanie Boltz, Sväng, Matthias Stier und Raffaella Iozzi, Quadro Nuevo, Martin Tingvall, Ensemble diX,

Aquabella, Jörg Seidel Swing Trio, Sebastian Krämer, Frigg, Hanke Brothers, Emil Brandqvist Trio, Anna Depenbusch, Dota, Calmus Ensemble Leipzig.

Viele der oben genannten Künstler und Persönlichkeiten kommen schon seit Jahren immer wieder zu einem Gastspiel ins Kloster Walkenried.

Kino im Kloster Seit dem Sommer 2015 gab es das KINO IM KLOSTER – OpenAir im Kreuzgarten. Gezeigt wurden im Kloster Walkenried folgende Filme: 2015: Der Name der Rose 2017: Blues Brothers

CD-Einspielungen Die herausragende Akustik im doppelschiffigen Kreuzgang wurde auch schon für CD-Einspielungen genutzt. 1997: Gewandhaus-Bläserquintett Leipzig im Kloster WalkenriedGewandhaus-Bläserquintett 1998: Kammermusikvereinigung Johann Joachim Quantz Potsdam – KonzertmitschnittKonzert Live-Aufnahme vom 26. Juni 1998 im Kloster Walkenried

Trägerschaft Die Walkenrieder Kreuzgangkonzerte sind seit 1983 eine Veranstaltungsreihe des Landkreises Osterode am Harz in Zusammenarbeit mit dem Förderkreis Kloster Walkenried. Alle Veranstaltungen werden nur durch die Eintrittsgelder und Sponsoren getragen. Öffentliche Mittel fließen dafür nicht.

2015 hat die Eigentümerin der Liegenschaft Kloster Walkenried, die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz (SBK), die Trägerschaft für die Kreuzgangkonzerte vom Landkreis Osterode am HarzDer Landkreis Osterode am Harz fusionierte am 1. November 2016 mit dem damaligen Landkreis Göttingen zum neuen Landkreis Göttingen, mit Göttingen als Kreisstadt. übernommen.

Die Walkenrieder Kreuzgangkonzerte wurden bis 2024 vom Landschaftsverband Südniedersachsen gefördert.

Partner Partner der Walkenrieder Kreuzgangkonzerte sind seit vielen Jahren der Landkreis Göttingen, der Förderkreis Kloster Walkenried und die Gemeinde Walkenried.Website der Walkenrieder Kreuzgangkonzerte

Leitung 1983–1998: N.N. 1999–2014: Friedrich-Karl Böttcher 2015–2024: Thomas Krause seit 2025: Antimo Sorgente (künstlerische Leitung) und Elmar Gajewi (technische Leitung)

Siehe auch Domkonzerte Königslutter

Weblinks

Walkenrieder Kreuzgangkonzerte → Programm KlosterCafé Walkenried mit Kaffeegarten Kloster Walkenried → Führungen Förderkreis Kloster Walkenried

Anmerkungen und Einzelnachweise

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