|} Die Bahnstrecke Oleśnica–Chojnice (Oels–Konitz) ist eine teilweise elektrifizierte, aber auch nur noch teilweise im Personenverkehr betriebene Eisenbahnstrecke in den polnischen Woiwodschaften Niederschlesien, Großpolen, Kujawien-Pommern und Pommern.

Nördlicher Abschnitt Chojnice–Gniezno (Konitz–Gnesen) Am 1. November 1887 wurde von den Preußischen Staatseisenbahnen die Nebenbahn zwischen Gnesen und Nakel eröffnet, am 1. Oktober 1894 die Fortführung nach Konitz.

Der Sommerfahrplan Mai 1914 sah zwischen Konitz und Nakel vier Zugpaare vor, weiterhin eines zwischen Konitz und Zempelburg. Er sah vier Züge Gnesen–Nakel, zurück drei, einen Zug Nakel–Janowitz und einen Janowitz–Gnesen vor.Kursbuch Mai 1914

1920 kam die Strecke zu Polen.

Im Juni 2000 wurde der Personenverkehr eingestellt.

Südlicher Abschnitt Gniezno–Oleśnica (Gnesen–Oels) Die 1873 gegründete Oels-Gnesener Eisenbahngesellschaft eröffnete nach rund zwei Jahren Bauzeit am 30. Juni 1875 ihre Hauptstrecke.Wilhelm Christians (Hrsg.): Christians’ Deutsche Börsenpapiere. Darstellung der Personal- und Finanz-Verhaltnisse der deutschen und ausländischen Bank-, Versicherungs-, Industrie- und Eisenbahn-Gesellschaften auf Actien. Springer, Berlin 1880, Band 2, S. 673. Die Gesellschaft ging später in den Preußischen Staatseisenbahnen auf.

Der Sommerfahrplan 1914 sah fünf Zugpaare Gnesen–Krotoschin, ein Zugpaar Jarotschin–Krotoschin, einen Einzelzug Gnesen–Jarotschin sowie einen Einzelzug Miloslaw–Wreschen vor.Kursbuch Mai 1914 Auf dem südlichsten Abschnitt (Krotoschin–Oels) sah der Fahrplan im Fernverkehr zwei Schnellzugpaare und ein Eilzugpaar vor, im Nahverkehr sechs tägliche Zugpaare vor, ein weiteres in der Nacht von Sonntag auf Montag. Weiterhin sah er einen samstäglichen Zug Krotoschin–Militsch, einen werktäglichen Krotoschin–Freyhan und einen nur an Schultagen verkehrenden Freyhan–Krotoschin sowie abzweigende über die Bahnstrecke Großgraben–Ostrowo vor.Diese und diese Seite des Kursbuchs vom Mai 1914

Nördlich Freyhans kam die Strecke 1920 zu Polen, die Reststrecke 1945.

1936 verkehrten sechs Regionalzüge am Tag bis zur Grenze, davon fuhren zwei über die Grenze. Zusätzlich verkehrte ein Schnellzugpaar zwischen Breslau und Warschau über die Grenze.Deutsches Kursbuch Sommer 1936. Nachdruck, Ritzau KG, Pürgen 1990, ISBN 3-921 304-77-6, Teil 1, S. 147.

Bis Dezember 1975 wurde der Abschnitt Großgraben–Oels von den Polnischen Staatseisenbahnen elektrifiziert, bis November 1976 Gnesen–Jarotschin, bis Dezember 1986 Krotoschin–Großgraben, und seit November 1987 steht auch der Abschnitt Jarotschin–Krotoschin unter Strom.

Im Dezember 2012 wurde der Personenverkehr Gnesen–Jarotschin eingestellt, im Mai 2013 mit zwei werktäglichen Zugpaaren wiederaufgenommen, aber später erneut eingestellt; im Juni 2018 wurde er wieder aufgenommen.

Zwischen Großgraben und Krotoschin wurde der spärliche Personenverkehr im Dezember 2016 eingestellt, im März 2019 allerdings wiederaufgenommen. Bei der vorherigen Modernisierung wurde auch der abseitig gelegene Haltepunkt Rakoniewice Milickie ausgebaut, dessen Bedienung dann aber nicht wiederaufgenommen wurde.Ewa Gazda: Peron widmo na Dolnym Śląsku! Nie zatrzymuje się na nim żaden pociąg!. Meldung vom 5. April 2019, abgerufen am 14. März 2026.

Literatur Ryszard Stankiewicz und Marcin Stiasny: Atlas Linii Kolejowych Polski 2014. Eurosprinter, Rybnik 2014, ISBN 978-83-63652-12-8, S. B5, C5, D5, E5 und F5

Weblinks

Beschreibung auf bazakolejowa.pl (polnisch)

Einzelnachweise

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