Der 14. Juli, auch Der vierzehnte Juli, (Originaltitel Quatorze Juillet) ist ein französischer Spielfilm aus dem Jahre 1932 von René Clair.
Handlung Der Film erzählt eine ganz alltägliche Geschichte aus dem Leben zweier Pariser Kleinbürger, die am französischen Nationalfeiertag, dem 14. Juli, ihren Ausgangspunkt nimmt.
Im Mittelpunkt des Geschehens stehen die Blumenverkäuferin Anna und der Taxifahrer Jean. Beide gehen am Vorabend des 14. Juli auf ein Straßenfest, um in den Feiertag hineinzutanzen. Nach einem kleinen Streit und einsetzendem Platzregen verlieben sich die beiden jungen Leute ineinander. Doch Jean hat auch die junge Pola nicht vergessen, die ihn soeben verlassen hat. Pola pflegt enge Kontakte zur Pariser Ganovenszene und Unterwelt und übt auf ihren Ex einen schlechten Einfluss aus. Da Jean von Pola nicht lassen kann, gerät er eines Tages in die Fänge dieser üblen Kreise. Als Anna die beiden zusammen sieht, glaubt sie, dass Jean sie mit ihr betrügt; sie trennt sich von ihm.
Die Leben von Jean und Anna verlaufen fortan in unterschiedlichen Bahnen. Als Annas Mutter plötzlich stirbt, entschließt sich das Blumenmädchen, ihren Job aufzugeben. Sie nimmt eine Anstellung als Bedienung in einem kleinen Café an. Ihr Wiedersehen mit Jean verläuft dramatisch. Er steht mittlerweile Schmiere für zwei Gauner, die Überfälle begehen. Eines Tages wird auch Anna ihr Opfer. Doch sie hat Jean, ihre große Liebe, nicht vergessen, und hilft ihm auf der Flucht vor der Polizei. Daraufhin verliert sie auch ihren neuen Job. Doch dann kehrt das Glück zu ihr zurück. Von einem Geldgeschenk eines Milliardärs kann Anna einen Blumenkarren erwerben, mit dem sie durch die Straßen von Paris zieht. Eines Tages fährt ein Taxi nah an sie heran. Darin sitzt Jean, der sich von seiner kriminellen Vergangenheit endgültig verabschiedet hat. Umgeben von Menschenmassen wird den beiden Liebenden klar, dass sie zusammengehören und sie sich jetzt nicht mehr trennen werden.
Produktionsnotizen Der 14. Juli wurde 1932 von der Pariser Films Sonores Tobis, einer Tochter der deutschen Tobis, hergestellt. Die Uraufführung fand am 13. Januar 1933 in Paris statt. Die deutsche Erstaufführung erfolgte nur wenige Tage später, am 22. Januar 1933. In Österreich lief der Film im April 1933 unter dem Titel Paris tanzt an. Im selben Jahr konnte man den Film auch in Dänemark, Portugal, den USA und in Finnland sehen.
Die Filmbauten wurden von Lazare Meerson entworfen, ihm assistierte Alexandre Trauner. Die Kostüme stammten von René Hubert. Louis Page diente Georges Périnal als einfacher Kameramann.
Der Film, der in treuer Epigonenschaft zu René Clairs Meisterwerk Unter den Dächern von Paris steht, wird wie sein Vorgänger dem poetischen Realismus zugeordnet.Poetischer Realismus, abgerufen am 31. Dezember 2013.
Kritiken Der Berliner Kritiker Pem war bei der Welturaufführung des Films in Paris am 13. Januar 1933 anwesend und urteilte am darauffolgenden Tag im 12 Uhr Blatt:
In der Österreichischen Film-Zeitung ist über den Film, der in Österreich unter dem Titel Paris tanzt lief, zu lesen:
Georges Sadoul schrieb 1957 in seinem Buch Geschichte der Filmkunst:
Reclams Filmführer befand:
Das Lexikon des Internationalen Films urteilte:
Im Movie & Video Guide ist zu lesen:
Die Filmzeitschrift Cinema schrieb: „‚Der 14. Juli‘ ist eine sentimental-ironische Liebeserklärung an die kleinen Leute von Paris“ und resümierte: „Kinopoesie voller Charme und Sentiment“.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Filmtitel 1933 Kategorie:Französischer Film Kategorie:Schwarzweißfilm Kategorie:Liebesfilm Kategorie:Filmkomödie