Fritz Brunner (eigentlich Johann Friedrich Brunner; geb. 27. Dezember 1839 in Riesbach; gest. 6. August 1886 in Zürich) war ein Schweizer Architekt des Historismus. Gemeinsam mit seinem Bruder Adolph führte er von 1865 bis zu seinem Tod in Zürich das Architekturbüro Adolph und Fritz Brunner.
Ausbildung und Karriere Fritz Brunner absolvierte 1855 bis 1857 eine Bauzeichnerlehre bei Johann Caspar Wolff, daneben hörte er als Gast am neu gegründeten Eidgenössischen Polytechnikum bei Gottfried Semper. 1858 war er bei Jean-Henri Bachofen in Genf, bevor er wiederum an die ETH zurückkehrte und als Burschenbierzipfler Mitglied des Corps Rhenania Zürich wurde.F. L. Staub: Corps-Liste des Weinheimer SC von 1821 bis 1906. Dresden 1906, S. 154. Nach einer einjährigen Anstellung am Stadtbauamt in Basel ging er, wie sein Bruder zuvor, zu Hans Rychner in Neuenburg und arbeitete anschliessend ebenfalls bei Émile Boeswillwald in Paris.
Werk
1865 gründete er mit seinem Bruder das eigene Büro. Eigenständige Arbeiten Fritz Brunners sind nur wenige bekannt, der Hauptteil seines Werks entstand gemeinsam mit seinem Bruder, der ebenfalls vor allem erst nach Fritz’ Tod alleinig verfasste Bauwerke schuf. Hier ist vor allem sein eigenes Wohnhaus in Riesbach zu nennen. 1883 durch ein Herz- und Leberleiden zunehmend geschwächt, starb er 1886 in Zürich, sein Bruder führte das Büro weiter.
Werkauswahl Adolph und Fritz Brunner
eigene Werke Eigenheim, Zürich 1881, abgerissen
Literatur Anne Nagel: Brunner, Adolph und Fritz. In: Isabelle Rucki und Dorothee Huber (Hrsg.): Architektenlexikon der Schweiz – 19./20. Jahrhundert. Birkhäuser, Basel 1998. ISBN 3-7643-5261-2. S. 100
Einzelnachweise
Kategorie:Architekt (Zürich) Kategorie:Schweizer Kategorie:Geboren 1839 Kategorie:Gestorben 1886 Kategorie:Mann Kategorie:Corpsstudent (19. Jahrhundert) Kategorie:Angehöriger des Fünferbundes