mini|Anna Heindl (2025) Anna Heindl (* 13. Februar 1950 in Perg, Oberösterreich) ist eine österreichische Schmuckkünstlerin. Heute lebt und arbeitet sie in Wien und Niederösterreich.
Leben
Ihre Kindheit und Jugend verbrachte Anna Heindl in Oberösterreich. 1969 absolvierte sie die Matura in Linz. Danach studierte Anna Heindl zwei Semester Theaterwissenschaft an der Universität Wien und ab 1971 an der Universität für angewandte Kunst in Wien, wo sie 1976 die Meisterklasse für Metallgestaltung bei Franz Hagenauer mit Diplom abschloss. In dieser Zeit war sie Gasthörerin bei Hermann Jünger an der Akademie der Bildenden Künste München und verfolgte ein Praktikum bei Elisabeth Defner und Helfried Kodré. Nach dem Studium pflegte sie von 1976 bis 1980 Zusammenarbeit mit dem bildenden Künstler Manfred Wakolbinger, den sie 1979 heiratete.
Die Wiener Rathauskorrespondenz schrieb 2002 über Heindl: „Ihre Schmuckstücke, die skulpturale Qualitäten aufweisen, werden auf der ganzen Welt gezeigt. Ihre Titel, Landschaft und Garten, ears und tears, blossoms sind auch Ausdruck ihrer Naturverbundenheit.“
Werke Anna Heindls Arbeit wird immer durch ein Thema bestimmt, welches sie meist zwei bis drei Jahre beschäftigt. Bei „Landschaft und Garten“ interessierten sie der menschliche Eingriff in die Natur und Grenzziehungen im weiteren Sinn. „Ears and Tears“ handelt vom Zuhören und der Form des Ohres. „Paradise“ bezieht sich auf den Mittelteil des Gemäldes „Der Garten der Lüste“ von Hieronymus Bosch. Die Weisheiten aus dem alten Testament vermischt mit den Regeln der freigeistigen Glaubensgemeinschaft, der Bosch angehörte, bieten den Hintergrund für diese Arbeiten. „Farbkörper“ sind in Edelstahl eingefasste Farbräume aus Edelsteinen. „Blumen der Nacht“ (Bezeichnung für japanische Schamhaar-Perücken): Edelsteine und Perlen umgeben von Edelstahlfransen „Buds“: Knospe, der Zustand vor der Blüte.
Anna Heindl zeigt ihre Werke im In- und Ausland.Anna Heindl, in: Webpräsenz von Charon Kransen Arts abgefragt am 2. Jänner 2015 Ihre Werke werden unter anderem von Galerien in Wien, New York und Antwerpen (Tielrode) angeboten.
Ausstellungen Gruppenausstellungen seit 1972 (Auswahl) 1978: Schmuck und Tischgerät aus Österreich (mit Katalog), Neue Galerie Graz am Universalmuseum Joanneum in Graz 1980: „Schmuck International“ im Künstlerhaus Wien 1982: „Email“-Ausstellung in mehreren Museen in Australien 1982: „Schmuck Tendenzen“ im Schmuckmuseum Pforzheim 1983: „International Jewelry“ Tokyo 1984, 1988, 1993: Museum für angewandte Kunst, Wien 1994: Schmuck aus Österreich, Museum für angewandte Kunst, Genf 1984: Biennale Venedig 1987: Schmuckbiennale Paris; Europalia, Brüssel 1988: Museum für angewandte Kunst, Wien 1989: Int. Crafts Triennial, Perth Australien; „Ornamenta“ im Schmuckmuseum Pforzheim 1990: Biennale des Bijoux, Centre Pompidou Paris 1991: Museum Hertogenbosch „Beauty is a Story“ 1994: Museum für angewandte Kunst, Genf 1997: Art fair SOFA, Chicago 2000: Ueno no Mori Museum, Tokyo, „Kunst hautnah“, Künstlerhaus Wien 2003: Tokyo, Wako Hall 2004: Houston, Museum of Fine Arts 2004: Museum Bellerive, Zürich 2007: Schmuckmuseum Pforzheim „Schmuck treibt Blüten“ 2008–2012: Saatchi Gallery, „Collect“ London 2013 bis 2016: „Art and Design“, Fair, Dubai 2018: KUNSTradln in Millstatt
Einzelausstellungen 1978: Wien, Galerie am Graben 1980: Graz, Galerie Droschl 1981: Klagenfurt, Galerie Hildebrand 1983: Wien, Galerie am Graben (Katalog) 1984: Basel, Galerie Atrium 1986: Graz, Neue Galerie am Landesmuseum Joanneum (Katalog) 1987: Wien, Galerie Krinzinger (Katalog) 1989: Wien, Galerie V+V; Zürich, Galerie Zaunschirm (Katalog) 1990: Graz, Neue Galerie am Landesmuseum Joanneum 1990: Innsbruck, Galerie Krinzinger 1993: Amsterdam, Galerie Smit 1993: München, Galerie Wassermann 1995 bis 2013: Wien, Galerie Slavik (Katalog) 1996: Barcelona, Galerie Magari 1997: Antwerpen, Galerie Sophie Lachert 1999: Tokyo, Galerie Dan Ginza 2001 bis 2015: Antwerpen (Tielrode), Galerie Sofie Lachaert (Katalog) 2001: Galerie Slavik 2007: Galerie Slavik (Katalog) 2008: Galerie Sofie Lachaert, Belgien, Werkstadt Graz 2011: Galerie Song, Wien 2012: Galerie Sofie Lachaert (Katalog) 2013: Galerie Slavik, Wien 2014: Galerie Sofie Lachaert, Belgien (Katalog) 2016: Galerie Slavik, Wien 2019: Kunsthaus März: „Zwischen Stopp“ (Katalog) 2020/2021: Schlossmuseum Linz, Anna Heindl, Longtime Love Affairs (Retrospektive, mit Katalogbuch)
Öffentliche Sammlungen Werke von Anna Heindl befinden sich in einer Reihe von öffentlichen Sammlungen: Museum für angewandte Kunst, Wien Schmuckmuseum Pforzheim Museum Perth, Australien Sammlung Hochschule für angewandte Kunst, Wien Museum Hertogenbosch, HollandAnna Heindl, Nachweis eines Werkes im Musèe des Arts Dècoratifs, Louvre, Paris
Weblinks
Website von Anna Heindl Anna Heindl, in: Webpräsenz von basis-wien.at abgefragt am 31. Dezember 2014
Einzelnachweise
Kategorie:Bildender Künstler (Wien) Kategorie:Person (Perg) Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1950 Kategorie:Frau