mini|Kloster Ilanz 1969 bis 1973 mini|hochkant|Kirche Maria-Hilf Zürich-Leimbach 1973 mini|Kirche St. Niklaus Hombrechtikon 1969 mini|hochkant|Kirche St. Meinrad Pfäffikon SZ 1968 mini|Bahnhof Dietikon 1976 mini|hochkant|Turm der katholischen Kirche Schöftland 1980 Walter Moser (* 11. April 1931 in Schaffhausen; † 3. April 2023 in Würenlos) war ein Schweizer Architekt, der ab 1960 mit siebzehn Kirchenneubauten den modernen Sakralbau in der Schweiz mitprägte und gehörte der Zürcher Arbeitsgruppe für Städtebau an.Markus Weber, Stephan Kölliker: Sakrales Zürich, S. 28.

Leben und Werk Walter MoserWalter Moser, Webseite Architekturbibliothek der Hochschule Luzern, abgerufen am 12. Oktober 2023., war der Sohn des Architekten Alois Moser (1900–1972),Alois Moser, Webseite Architekturbibliothek der Hochschule Luzern, abgerufen am 11. Oktober 2023. der selber etliche Kirchenneubauten realisierte, so die katholischen Kirchen in Würenlos, Killwangen und Untersiggenthal.Fabrizio Brentini: Bauen für die Kirche, S. 292. Walter Moser schloss im Jahr 1950 die Kantonsschule Rämibühl Zürich, das heutige Mathematisch Naturwissenschaftliche Gymnasium (MNG), mit der Matura ab und studierte anschließend an der ETH Zürich Architektur, wo er viele spätere Mitstreiter kennengelernt hatte, wie Esther und Rudolf Guyer, Fritz Schwarz, Beate Schnitter, Jakob Schilling, Rolf Keller und Otto Schärli. Im Jahr 1955 schloss er mit dem Diplom ab.Markus Weber, Stephan Kölliker: Sakrales Zürich, S. 28. Vater Alois Moser und Sohn Walter Moser realisierten gemeinsam in den folgenden Jahren die Kirchenneubauten in Langenthal BE und St. Maria Emmenbrücke LU.St. Maria in Emmenbrücke -Sakralbauten der Nachkriegsmoderne., In: NIKE, online, Foto der Kirche und Hinweis zur Führung mit Walter Moser vom 8. September 2018, abgerufen am 13. Oktober 2023. In den Jahren 1958 bis 1960 lebte Walter Moser in Finnland, wo er in Helsinki im Büro von Alvar Aalto arbeiteteWalter Moser: Die Arbeit im Atelier Alvar Aalto., Werk, Heft 11, November 1959, in: E-Periodica, abgerufen am 12. Oktober 2023., dessen Werk ihn prägte.Fabrizio Brentini: Bauen für die Kirche, S. 293.Nicola Brusa: Von Aalto bis Zebra., In: Tages-Anzeiger, 2. November 2017, abgerufen am 12. Oktober 2023.

Im Jahr 1960 kehrte Walter Moser wieder in die Schweiz zurück und gründete in Zürich ein eigenes Architekturbüro. Eines seiner bedeutendsten Werke ist der multifunktionale Gebäudekomplex des Dominikanerinnenklosters am Hang über Ilanz, das zu den "52 Besten Bauten" des Kantons Graubünden gehört.Leza Dosch, Bernhard Furrer und Ludmila Seifert: Dominikanerinnenkloster, Ilanz., In: "Baukultur Graubünden 1950–2000", Hrsg.: Bündner Heimatschutz, Hochparterre, 2020, Bildergalerie und Text. Er nahm an Architekturwettbewerben teil, durch die er namhafte Aufträge im Bereich des katholischen Sakralbaus in der Deutschschweiz und im nahen Ausland realisieren konnte. Seit den 1970er Jahren führte Walter Moser zudem Umbau- und Sanierungsprojekte an bedeutenden historischen und zeitgenössischen Kirchen durch. Unter den Profanbauten von Walter Moser sind die Projekte im neu erbauten Quartier Grünau in Zürich zu erwähnen (Altersheim Grünau, Quartierzentrum Grünau, Schulhaus, Kindergarten und Hallenbad),Schulschwimmanlage und Turnhalle Grünau., "Gesamtinstandsetzung der Anlage*, in: Webseite Hochbaudepartement der Stadt Zürich, 2017, abgerufen am 12. Oktober 2023. welche das Quartier prägen.Fabrizio Brentini: Bauen für die Kirche, S. 293–294. Walter Moser arbeitete bei seinen Projekten mit namhaften Kunstmalern und Bildhauern zusammen, u. a. Max Rüedi, Herbert Albrecht, Otto Müller, Alfred Huber, Hans Christen und Max Hellstern.Markus Weber, Stephan Kölliker: Sakrales Zürich, S. 28. Walter Moser war ab 1972 Mitglied beim Bund Schweizer Architekten BSA.https://www.bsa-fas.ch/de/mitglieder/m/19720010-moser-walter/ Ab 1984 führte Walter Moser das Architekturbüro zusammen mit seinem Sohn Andreas Moser.Archiv des Architekturbüros Moser Architekten Walter Moser verstarb am 3. April 2023 im Alter von fast 92 Jahren. Am 19. April 2023 fand seine Abdankung in der katholischen Kirche von Würenlos statt, die sein eigener Vater in den 1930er Jahren erbaut hatte. Walter Moser ist auf dem Friedhof von Würenlos begraben, wo er fast 60 Jahre gelebt hatte.Website des Klosters Ilanz, Abschnitt Walter Moser 1931-2023. Abgerufen am 12. August 2023.

Werke Neubauten (Auswahl) Architekturbüro Walter Moser (1960–1984) 1962: Katholische Kirche Liebfrauen Heiden AR 1962: Katholische Kirche St. Christophorus Wangen an der Aare BE (mit Kunstwerken von Max Rüedi und Jean Hutter sen.) 1965: Katholische Kirche Heiligkreuz Künten AG (Kunstwerke von Max Rüedi und Alfred Huber) 1965: Fabrikationsgebäude Meiers Söhne AG Künten AG 1966: Katholische Kirche Karl Borromäus Zeihen AG (Kunstwerke von Bernard Schorderet und Alfred Huber) 1967: Katholische Kirche St. Josef Aedermannsdorf SO (Kunstwerke von Alfred Huber) 1967: Katholische Kirche Fehren SO 1967: Katholische Kirche Christ-König Biel-Mett BE (Kunstwerke von Max Rüedi und Alfred Huber) 1968: Katholische Kirche St. Meinrad, Gemeindezentrum, Wohnungen, Läden, Büros und Kindergarten in Pfäffikon SZ (Kunstwerke von Bernard Schorderet und Hans Christen) 1968: Schulhaus Zufikon AG 1968: Forstamt Baden AG 1968: Saalbau und Pfarrhaus Spreitenbach AG 1969: Schulhaus und Sportanlage Meierhof Baden AG 1969: Katholische Kirche St. Niklaus Hombrechtikon ZH (Kunstwerke von Max Hellstern und Herbert Albrecht) 1969: Kloster Ilanz GR samt Klosterkirche (Kunstwerke von Max Rüedi, Alfred Huber, Hans Christen sowie Jacqueline und Alfred Gruber-Stieger) 1970: Katholische Kirche Bürs Vorarlberg (Kunstwerke von Herbert Albrecht) 1972: Katholische Kirche St. Johannes Geroldswil ZH 1972: Fussgängerzone Metro-Shop mit 12 Geschäften Baden AG 1973: Katholische Kirche Maria-Hilf Zürich-Leimbach (Kunstwerke von Max Hellstern und Peter Travaglini) und GemeindezentrumGemeindezentrum Maria Hilf, Webseite von "Archipicture" (engl.) 1973: Internatsschule und Institut St. Joseph vom Kloster Ilanz GR 1974: Katholische Kirche Bruder Klaus Stein AG 1974: Hochhaus Gstühl Baden AG 1974: Gemeindehaus Zeihen AG 1976: SBB-Bahnhof Dietikon ZH 1977: Mehrzweckkirche Selzach SO (Kunstwerke von Peter Travaglini) 1977: Katholische Kirche St. Martin Birmensdorf ZH 1979–80: Katholische Kirche Hl. Familie Schöftland AG 1980: Quartierzentrum, Schulhaus, Kindergarten, Hallenbad im Quartier Grünau Zürich-Altstetten 1982: Quartierzentrum, Altersheim und Alterswohnungen im Quartier Grünau, Zürich-Altstetten 1982: Ökumenische Kirche und Gemeindehaus in Arni AG

Architekturbüro Andreas und Walter Moser (ab 1984) 1984: Geschäftshaus Bewatol Dietikon ZH 1986: Schulhauserweiterung Ländli Würenlos AG 1988: Pfarreizentrum der Kirche St. Konrad Zürich-Albisrieden 1988: Schulhauserweiterung Gipf-Oberfrick AG 1993: Schulhauserweiterung Nord Würenlos AG 1993: Pfarreizentrum der Kirche St. Franziskus Zürich-Wollishofen 1994: Aufstockung Schulhaus Grünau Zürich-Altstetten 1995: Mehrzweckhalle und Schulhaus- und Turnhallenumbau Arni AG 1997: Wohnüberbauung Kempfhof Würenlos AG 2002: Wohn- und Gewerbeüberbauung Zentrum Würenlos AG 2005: Wohn- und Gewerbeüberbauung mit Alterswohnungen Brunnerhof Würenlos AG 2012: Verwaltungsgebäude Liebherr International Nussbaumen AG

Renovationen, Um- und Ausbauten (Auswahl) mini|Klosterkirche Königsfelden 1986 mini|Stadtkirche Bremgarten Wiederaufbau 1988 mini|Kirche Hl. Dreifaltigkeit Adliswil, Anbau Kapelle 1980 mini|Propstei Wislikofen mit Anbauten (unten) 1968 1972: Katholische Kirche St. Michael Kaisten AG 1973: Katholische Kirche St. Meinrad Wölflinswil AG 1974: Katholische Kirche St. Agatha Zeiningen AG 1975: Katholische Kirche St. Gallus Büron LU 1975 und 2000: Katholische Kirche St. Fridolin Leibstadt AG 1976: Katholische Kirche Baldingen AG 1976: Kapelle Melsdorf AG 1977: Alte Kirche Maria Himmelfahrt Selzach SO 1978: Katholische Kirche St. Nikolaus von Myra Brugg AG: Einbau eines Untergeschosses und Gesamtrenovation 1978: Propstei Wislikofen AG: Rekonstruktion der Propsteigebäude samt Kirche, Umbau zu einem Bildungshaus 1979: Trotte Rekingen AG: Umbau des historischen Gebäudes in einen ökumenischen Gottesdienstraum 1980: Katholische Kirche Hl. Dreifaltigkeit Adliswil ZH: Anbau einer Kapelle und Gesamtrenovation der Kirche 1984: Gesamtrenovation der Katholischen Kirche St. Blasius Oberehrendingen AG, Neubau der reformierten Kirche, Bau eines ökumenischen Kirchenzentrums 1984: Katholische Kirche St. Katharina Kaiserstuhl AG: 1985: Reformierte Kirche Klingnau AG 1986: Klosterkirche Königsfelden Windisch AG 1986: Katholische Kirche St. Sebastian Wettingen AG 1988: Katholische Kirche Würenlingen AG 1988: Wiederaufbau der ausgebrannten katholischen Stadtkirche Bremgarten AG 1989: Gesamtrenovation Kirche St. Konrad Zürich-Albisrieden 1991: Umbau und Renovation Empire-Flügel Kurhotel im Park Schinznach Bad 1992: Alte Kirche Würenlos AG 1992: Katholische Kirche St. Nikolaus von Myra Schneisingen AG 1993: Katholische Kirche St. Anna Mühlau AG 1994: Katholische Kirche St. Laurentius Eggenwil AG 1995: Katholische Kirche St. Katharina Kaiserstuhl AG 1996: Klosterkirche Wettingen AG 1996: Katholische Kirche Bruder Klaus Stein AG 1996: Katholische Kirche Emmenbrücke LU 1997: Obere Kirche Zurzach AG 1997: Katholische Kirche St. Niklaus Hombrechtikon ZH 2000: Katholische Kirche St. Maria Würenlos AG 2003: Katholische Kirche Maria Frieden Dübendorf ZH 2008: Stadthauserweiterung Rathausgasse Baden AG 2008: Krypta Katholische Kirche St. Anton Zürich 2010: Katholische Kirche St. Benignus Pfäffikon ZH 2014: Erneuerung Annakapelle der Kirche St. Peter und Paul, Zürich-Aussersihl 2014: Katholische Kirche Maria Hilf Zürich-Leimbach 2015: Katholische Kirche Heilige Familie Richterswil

Einzelnachweise

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