Die Schlacht bei Terespol fand am 19. September 1794 im Rahmen des polnischen Kościuszko-Aufstands statt. Unter polnischen Historikern ist sie als Bitwa pod Terespolem bekannt. Sie wird auch als Schlacht bei Brest bezeichnet. Ort des Geschehens war das Dorf Terespol am Bug in der Nähe der heutigen belarussischen Stadt Brest.

Die Schlacht Vor dem 19. September gruben sich die polnischen Aufständischen in der Nähe von Brest ein. Nachts führte Alexander Suworow seine Truppen an die polnischen Befestigungen heran und attackierte sie im Morgengrauen. Die Kämpfe dauerten sechs Stunden lang und fanden teilweise im Nahkampf statt. Die Russen konnten schließlich gewinnen und nahmen 500 Mann gefangen. Die Felder um Brest herum waren mit Leichen bedeckt. Die Russen erbeuteten die gesamte Artillerie. Sierakowski floh nach Siedlce.

Kościuszkos Reaktion Kościuszko eilte nach Siedlce, um seine Truppen wieder zu ordnen und eine Panik zu unterbinden. Er erklärte den Sieg lediglich durch die zahlenmäßige Überlegenheit der Russen. Er beschenkte die Kommandeure mit zahlreichen Ringen, die die Aufschrift „den Verteidigern des Vaterlandes“ trugen. Trotz Kościuszkos Bemühungen war die Moral der Polen schlecht und in einer Rede an litauische Kommandeure in Grodno sagte er:

Kościuszko erinnerte seine Untergebenen an ihre historische Verantwortung:

Folgen Der russische Sieg beeinträchtigte die Moral der Polen erheblich. Tadeusz Kościuszko war durch die Niederlage am Boden zerstört. Im August hatte er behauptet, dass das Osmanische Reich im September Russland den Krieg erklären und Suworow dadurch so beschäftigt sein würde, dass er nicht in Polen sein könne. Darauffolgend breitete sich das Gerücht aus, dass ein unbekannter Kosaken-General namens Suworow führen würde. Nach der Schlacht war den Polen klar, welcher Suworow wirklich die Truppen geführt hatte.

In Sankt Petersburg wurde Alexander Suworows Sieg sehr positiv aufgenommen. Katharina die Große schenkte Suworow einen mit Diamanten besetzten Hut und drei polnische Kanonen. Marschall Pjotr Alexandrowitsch Rumjanzew-Sadunaiski dankte Suworow und widmete ihm eine leidenschaftliche Lobrede.

Einzelnachweise

Literatur Stanisław Herbst: Z dziejów wojskowych powstania kościuszkowskiego 1794 roku. Warszawa 1983, S. 365–377. Powstanie kościuszkowskie 1794: dzieje militarne, pod red. T. Rawskiego, vol. II, Warszawa 1994.

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