mini|Bärlas bei Weißdorf im September 2021

Bärlas ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Weißdorf im Landkreis Hof (Oberfranken, Bayern). Bärlas liegt in der Gemarkung Seulbitz.

Geografie Das Dorf liegt auf freier Flur. Nördlich des Ortes fließt der Bärlasbach, ein rechter Zufluss der Sächsischen Saale. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Seulbitz zur Bundesstraße 289 (1,7 km nördlich) bzw. zur B 289 bei Weißdorf (1,3 km südwestlich).

Geschichte Der Ort wurde im Jahr 1384 als „zu Berles“ erstmals urkundlich erwähnt.D. Hermann: Fichtelgebirge, Bayerisches Vogtland, Steinwald, Bayreuther Land, Sp. 36. Im späten Mittelalter waren die Ritter von Sparneck im Ort („Berles“, „Perlas“) begütert.J. Erh. Ernst: Geschichte und Beschreibung des Bezirks und der Stadt Münchberg (...). Bayreuth 1868, S. 157

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Bärlas aus 14 Anwesen. Die Hochgerichtsbarkeit stand dem bayreuthischen Stadtrichteramt Münchberg zu. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das bayreuthische Amt Hallerstein. Grundherren waren das Amt Hallerstein: 1 Hof, 4 Halbhöfe, 1 Viertelhof, 1 Haus, 1 Tropfhaus; das vogtländische Rittergut Bug: 2 Höfe, 1 Halbhof, 1 Gut; das vogtländische Rittergut Weißdorf: 2 Viertelhöfe.A. Haberlah-Pohl: Münchberg, S. 402.

Von 1797 bis 1810 unterstand Bärlas dem Justiz- und Kammeramt Münchberg. Infolge des Ersten Gemeindeedikts wurde Bärlas dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Seulbitz und der zugleich entstandenen Ruralgemeinde Seulbitz zugeordnet.A. Haberlah-Pohl: Münchberg, S. 498. Im Ort gab es bis in den 1920er Jahren eine Schule. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Bärlas am 1. Mai 1978 in die Gemeinde Weißdorf eingegliedert.

Einwohnerentwicklung Jahr 1812 1819 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 93 98 101 93 98 93 103 128 98 74 54HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 16 17 19 16 16 16 14Quelle Dort als Berlas aufgelistet.

Religion Bärlas ist bis heute nach St. Maria (Weißdorf) gepfarrt und seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt.

Literatur Peter Braun u. a. (Hg.): Alban Freiherr von Dobeneck – Geschichte des ausgestorbenen Geschlechtes der von Sparneck. Bearbeiteter Nachdruck der Arbeiten von 1905/1906. Norderstedt 2009, ISBN 978-3-8370-8717-8

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Hof Kategorie:Geographie (Weißdorf) Kategorie:Ersterwähnung 1384