mini|Wappen des Papstes Franziskus Mit dem Apostolischen Schreiben zum Jahr des geweihten Lebens rief Papst Franziskus ein Jahr des geweihten Lebens aus. Das Schreiben wurde am 21. November 2014 veröffentlicht und trägt keinen sonst üblichen Titel, der Papst wandte sich mit diesem Aufruf direkt an die „Lieben Frauen und Männer geweihten Lebens“ und bringt zum Ausdruck, dass er ihnen als ihr Bruder, der wie sie Gott geweiht ist, schreibt.

Hintergrund Der Leitgedanke zum „Jahr der Orden“ lautet: Das fünfzigjährige Jubiläum der Dogmatischen Konstitution Lumen gentium (21. November 1964) und des Dekretes Perfectae caritatis (Über die zeitgemäße Erneuerung des Ordenslebens vom 28. Oktober 1965) nahmen viele Ordensgemeinschaften und die Kongregation für die Institute geweihten Lebens und für die Gesellschaften apostolischen Lebens zum Anlass an den Papst den Wunsch heranzutragen ein „Jahr des geweihten Lebens“ auszurufen. In beiden zuvor genannten Dokumenten wird die Situation der Ordensleute behandelt und über die zeitgemäße Erneuerung des Ordenslebens reflektiert. Die Ordenskongregation veröffentlichte hierzu am 2. Februar 2014 das Schreiben „Freut euch“, es fasst die Lehren der Päpste zu den Ordensgemeinschaften zusammen und möchte für die bevorstehende Einladung gemeinsame Gedanken entwickeln:

Der Papst folgte mit seinem Apostolischen Schreiben diesem Wunsch und erklärte:

Inhaltsangabe Franziskus lehnt sich im ersten Teil des Schreibens mit den Zielvorgaben an das Nachsynodale Apostolische Schreiben Vita consecrate von Papst Johannes Paul II. (1978–2005) an und fordert die Gemeinschaften auf „sich ihrer Anfänge und ihrer geschichtlichen Entwicklung zu erinnern“. Er fordert zur Leidenschaft auf und bittet um ein aufmerksames Hinhören. Seine Erwartungshaltung an die Ordensgemeinschaften, die er im zweiten Teil darlegt, hatte er bereits in seinem Apostolischen Schreiben Evangelii gaudium (24. November 2013) zum Ausdruck gebracht und wiederholt einige dieser Erwartungen. Insbesondere möchte er, dass von den Ordensleuten nicht nur eine „evangeliumsgemäße Radikalität“ verlangt werde, sondern dass sie darüber hinaus „Propheten seien, die Zeugnis geben, wie Jesus auf dieser Erde gelebt hat.“ In seiner Exhortatio betonte er unter anderem ausdrücklich, „dass Kritiksucht, Tratsch, Neid, Eifersucht, Antagonismen Haltungen (Widerstreit), in euren Häusern nichts verloren haben“. Im dritten Teil seines Schreibens hebt er die Bedeutung der Laien und charismatischen Familien hervor und ermutigt diese zur weiteren Mitarbeit. Darüber hinaus unterstreicht er die Bedeutung für die gesamte Kirche und verweist in diesem Zusammenhang auf die heiligen Benedikt von Nursia (um 480 – 547), Basilius der Große (um 330 – 379), Augustinus von Hippo (354 – 430), Ignatius von Loyola (1491–1556), Vinzenz von Paul (1581–1660) und Johannes Bosco (1815–1888) sowie die heiligen Teresa von Ávila (1515–1582), Angela Merici (1474–1540) und Teresa von Kalkutta (1910–1997), die in besonderem Maße das Evangelium verkündet hätten. Zum Abschluss schreibt er:

Weblinks Vollständiger Text auf der Website des Heiligen Stuhls Rallegratevi – Freut euch! Schreiben an alle geweihten Personen zur Vorbereitung auf das Jahr des geweihten Lebens. Zeitschrift Ordenskorrespondenz („OK“), Sonderheft zum Jahr der Orden, 2. Februar 2014. (deutsch) Rejoice! (Freut Euch!) – Schreiben an alle geweihten Personen zur Vorbereitung auf das Jahr des geweihten Lebens. 2. Februar 2014 (englisch)

Einzelnachweise

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