Johannes Riede (* 1. März 1916 in Ulm; † 1. Juli 1997 in Schwäbisch GmündReinhard Kuhnert: Geschichte der Gmünder Lehrerbildung in den Porträts ihrer Rektoren, in: einhorn Jahrbuch Schwäbisch Gmünd 1981, eihorn Verlag, Schwäbisch Gmünd 1981. ISBN 3-921703-40-9, S. 233.Totentafel in: einhorn-Jahrbuch 1997, einhorn-Verlag, Schwäbisch Gmünd 1997, ISBN 3-927654-61-2, S. 78.) war ein deutscher, römisch-katholischer Geistlicher, Theologe, Pädagoge und Hochschullehrer.

Leben Johannes Rieder wurde 1940 in Ulm an der Donau als Sohn von Johanna Riede, geborener Emmerling, und des Oberlehrers Karl Riede geboren und besuchte das Gymnasium in Ulm. Von 1935 bis 1939 studierte er Theologie an der Universität Tübingen. Er wurde zum Priester geweiht und war als Lehrer an verschiedenen Schulen tätig.

Von 1951 bis 1953 war er Religionslehrer im höheren Schuldienst am Parler-Gymnasium Schwäbisch Gmünd. 1954 wurde er in der Lehrerbildung tätig und Dozent, ab 1964 Professor für Katholische Theologie und Religionspädagogik an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd, deren Rektor er von 1968 bis 1974 war. Unter seiner Amtszeit verdoppelte sich die Zahl der Studenten der Hochschule. Er gehörte zum Kreis der Sprecher der ARD-Sendung Das Wort zum Sonntag und war in der katholischen Jugendorganisation Heliand engagiert. 1978 trat er in den Ruhestand.Datensatz Johannes Riede auf d-nb.info (Stand: 26. Dezember 2014).Liste der katholischen Sprecher der Sendung "Das Wort zum Sonntag" seit 1954 auf daserste.de (Stand: 26. Dezember 2014).

Ehrungen Im Jahr 1975 wurde er Päpstlicher Hauskaplan. Ihm wurde der Ehrentitel Monsignore verliehen, 1991 die Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg.Vollständige Liste der Träger der Verdienstmedaille und ab 2009 des Verdienstordens auf stm.baden-württemberg.de (Stand: 26. Dezember 2014). Er war seit 1978 Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande. Zudem war er seit 1979 Ehrenbürger der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd. auf ph-gmuend.de (Stand: 22. Februar 2016).

In Schwäbisch Gmünd wurde der Johannes-Riede-Weg nach ihm benannt.

Publikationen (Auswahl) Selig sind die Trauernden: allen Leidtragenden zum Trost. Süddeutsche Verlagsgesellschaft, Ulm 1980; 2. Auflage ebenda 1984, ISBN 3-88294-033-6. Gott erbarmt sich unser, Herder Verlag, Freiburg im Breisgau 1983, ISBN 3-451-08073-7. Hoffnung wider alle Hoffnung: Verheissungen Gottes, Erwartungen des Menschen. Don-Bosco-Verlag, München 1980, ISBN 3-7698-0391-4. Hoffnung und Glück. Süddeutsche Verlagsgesellschaft, Ulm 1979, ISBN 3-88294-023-9. Wenn ich ihn nicht erfahren hätte. Geistliche Texte. 1975. Predigten über die Letzten Dinge. 1979. Kommentar und Katechesen zur Glaubensbildung für das 3. und 4. Schuljahr. Alttestamentlicher Teil. 1965 ff.; 1967 als Lizenzauflage in der DDR. Die religiöse Unterweisung im ersten Schuljahr. 1963. Laßt die Kinder zu mir kommen. 5. Auflage. 1968.

Literatur Isolde Gruber, Dorothee Schray (Hrsg.): Johannes Riede (1916–1997). Texte, Würdigungen (= Aus dem Archiv des Heliand-Bundes. Band 5). Heliand-Bund, Mannheim 2000. Riede, Johannes. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s Who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 1005.

Einzelnachweise

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