Jazz Gallery war ein kurzlebiger New Yorker Jazzclub im East Village (Manhattan), der 1959 gegründet wurde und bis 1962 bestand. Er war neben dem Five Spot, The Half Note und Slug’s Saloon eine der bekannten Spielstätten des Avantgarde-Jazz Anfang der 1960er-Jahre.

Der Jazzclub Jazz Gallery (80 St. Mark’s Place (8th Street), Ecke 1st Avenue)Lewis Porter, Chris DeVito, David Wild, Yasuhiro Fujioka, Wolf Schmaler: The John Coltrane Reference. 2013, S. 199 befand sich im New Yorker Viertel Greenwich Village in einem ehemaligen Theater mit 250 SitzplätzenJason Weiss: Steve Lacy Conversations 2006, S. 161.. Er wurde von den Brüdern Joe und Iggy Termini geführt, die auch den nahe gelegenen Jazzclub Five Spot besaßen.J. C. Thomas: Chasin the Trane. 2012 Die Jazz Gallery wurde 1959 mit einem Konzert des Pianisten Horace Silver eröffnet.Billboard, 14. Dezember 1959, S. 20. Dort traten dann u. a. Benny Golson’s Jazztet (1959/60), das John Coltrane Quartet (mit Steve Kuhn, Steve Davis und Pete LaRoca, im Mai/Juni 1960), Sonny Rollins, Ray BryantBillboard, 13. November 1961, S. 8., Betty Carter, Joe Williams (1961 mit Harry Edison),Jeff Tamarkin: Lost Jazz Shrines Concert Series: Remembering Jazz Forum, Jazz Gallery & Jazzmania. jazztimes.com Sonny Rollins, Milt Jackson und Thelonious Monk auf.Glorious Days and Nights: A Jazz Memoir. 2011, S. 23. mini|St. Marks Place (2010) Gil Evans spielte in der Jazz Gallery im Herbst 1960 mit seinem ersten eigenen (Live)-Orchester; nach dem Engagement nahm er im Dezember die LP Out of the Cool für Impulse! Records auf.Stephanie Stein Crease: Gil Evans: Out of the Cool – His life and music. A Cappella Books / Chicago Review Press, Chicago 2002, ISBN 1-55652-493-5. Max Roach und Abbey Lincoln stellten in dem Club im April 1961 ihr Konzeptalbum We Insist! Freedom Now Suite vor. In der Jazz Gallery fand 1960 die Uraufführung des Theaterstücks The Sandbox von Edward Albee statt. In den Club entstand auch eine Reihe von Fotografien von Lee Tanner.Nachruf. In: JazzTimes. Lord Buckley hatte dort 1960 seinen letzten Auftritt.Oliver Trager: Dig Infinity: The Life and Art of Lord Buckley. Welcome Rain Publishers, 2002, 1-56649-157-6, hardcover, 416 Seiten. 1962 trat Charles Mingus auf. 1962 wurde der Club geschlossenLeroi Jones, New York Loft and Coffee Shop Jazz, Down Beat 1963, wieder abgedruckt in Leroi Jones (Amiri Baraka), Black Music, Akashic Books 2010 und im selben Jahr zog auch der nahe gelegene Five Spot der Terminis um.

Nach Schließung des Jazzclubs befand sich in den Räumlichkeiten das Theatre 80; dort fand u. a. 1967 die Uraufführung des Musicals You're a Good Man, Charlie Brown statt. Gegenwärtig (2014) befindet sich in dem Haus, in dem u. a. auch Leo Trotzki gewohnt hat, das Museum The Exhibition of the American Gangster.

In New York City wurde 1995 erneut ein Jazzclub gleichen Namens gegründet.

Diskografische Hinweise John Coltrane Quartett: Live at The Jazz Gallery 1960 (RLR Records, ed. 2011).

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Einzelnachweise

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