Uli Kusch (* 11. März 1967 in Aachen, eigentlich Ulrich Kusch) ist ein deutscher Metal-Schlagzeuger. Er arbeitete unter anderem mit Helloween, Gamma Ray, Masterplan und Holy Moses zusammen.
Leben In den 1980ern und frühen 1990ern arbeitete Kusch vor allem als Studiomusiker für Bands wie Holy Moses und Schmiers Destruction-Nachfolgeband Headhunter. 1990 ersetzte er Mathias Burchardt bei Gamma Ray und spielte auf deren Album Sigh No More sowie der darauffolgenden Tour, verließ die Band jedoch bereits 1992 wieder. 1993 schloss er sich Axe La Chapelle an und wechselte dann zu Helloween, wo er als fester Schlagzeuger vom 1994er Album Master of the Rings bis zum 2000er Album The Dark Ride blieb. In dieser Zeit war er außerdem Bandmitglied der Rainbow-Coverband Catch the Rainbow mit Henjo Richter von Gamma Ray sowie Schlagzeuger bei Markus Grosskopfs Nebenprojekt Shockmachine. Er spielte außerdem auf dem Sinner-Album The End of Sanctuary (2000). Im Anschluss an The Dark Ride wurden sowohl Kusch als auch Roland Grapow, beide zu dieser Zeit Haupt-Songwriter bei Helloween, von Michael Weikath gefeuert.
Die beiden gründeten daraufhin die Band Masterplan, die sie ursprünglich als Nebenprojekt geplant hatten. Die Band veröffentlichte zwei Alben, dann trennte sich Kusch von Masterplan. 2005 gründete er Beautiful Sin, die nach dem Split zu seinem Hauptprojekt wurde. Außerdem gründete er die Progressive-Metal-Band Ride the Sky. Des Weiteren spielte er als Patrick Duval auf dem Album Lurking Fear von Mekong Delta.
2010 schloss er sich Symfonia an, einer Supergroup um André Matos (Angra), Timo Tolkki (Stratovarius), Jari Kainulainen (Stratovarius, Evergrey) und Mikko Härkin (Sonata Arctica, Kotipelto). Der erste Auftritt fand auf der Finnish Metal Expo 2011 statt. 2011 erschien das Album In Paradisum. Bei den Vorbereitungen zur Tour erlitt Kusch einen Nervenschaden an der linken Hand und konnte anschließend nicht mehr Schlagzeug spielen. Die Band machte mit Alex Landenburg weiter, Kusch pausierte und arbeitete an seiner Rehabilitation. 2014 kehrte er als Schlagzeuger der schwedischen Formation Carnal Agony zurück. Deren Debütalbum Preludes & Nocturnes erschien am 14. November 2014.
Diskografie Mit Holy Moses 1987: Finished with the Dogs 1989: The New Machine of Liechtenstein 1990: World Chaos
Mit Gamma Ray 1990: Heading for the East (VHS) 1990: Heaven Can Wait (MCD) 1991: Sigh No More
Mit Helloween 1994: Master of the Rings 1996: The Time of the Oath 1996: High Live 1998: Better Than Raw 1999: Metal Jukebox 2000: The Dark Ride 2002: Treasure Chest (3CD)
Mit Masterplan 2002: Enlighten Me (EP) 2003: Masterplan 2004: Back for My Life (EP) 2005: Aeronautics
Mit Beautiful Sin 2006: The Unexpected
Mit Ride the Sky 2007: New Protection
Mit Symfonia 2011: In Paradisum
Mit Carnal Agony 2014: Preludes & Nocturne
Sonstige 1993: Die Skeptiker: Schwarze Boten (als Gastmusiker) 1994: Axe La Chappelle: Grab What You Can 1997: Roland Grapow: The Four Seasons of Life 1999: Catch the Rainbow: A Tribute to Rainbow 1999: Shockmachine: Shockmachine 2000: Sinner: The End of Sanctuary 2007: Mekong Delta: Lurking Fear 2010: Issa: Sign of Angels
Samplerbeiträge 1996: The Hellion/Electric Eye auf A Tribute to Judas Priest Legends of Metal Vol. 1 (mit Helloween) 1999: Rainbow Eyes auf Holy Dio - A Tribute to the Voice of Metal: Ronnie James Dio (mit Catch the Rainbow)
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Metal-Schlagzeuger Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1967 Kategorie:Mann