mini|Andreas Weigel in Triest (2025) Andreas Weigel (* 3. Oktober 1961 in Bludenz, Vorarlberg) ist ein in Wien lebender deutschBis 1982 deutscher Staatsbürger, siehe Deutsche Nationalbibliothek: Eintrag Andreas Weigel.-österreichischer Kulturwissenschaftler. Er ist Autor einer zweibändigen Monografie über Hans Wollschlägers experimentellen Roman „Herzgewächse oder Der Fall Adams“, einer Tourismusgeschichte der Kamptal-Sommerfrische Gars-Thunau und einer Franz-von-Suppè-Monografie, die zur grundlegenden Korrektur von Suppès weitgehend frei erfundenen Biografie geführt hat. Weiters hat Weigel Karl Kraus’ ambivalentes Verhältnis zu Sigmund Freuds Psychoanalyse,Andreas Weigel: den 1928 erfolgten Kindesmissbrauch-Prozess gegen Adolf Loos,Andreas Weigel: Strafverfahren gegen Adolf Loos wegen Schändung sowie Verführung zur Unzucht (1928). Vertiefte Analyse des Gerichtsaktes zum „Fall Adolf Loos“. die vielfältigen Österreich-Beziehungen von James Joyce sowie Hans Wollschlägers Briefwechsel mit Alice Schmidt erforscht und dokumentiert. Weigels aktueller Forschungsschwerpunkt ist die frühe Biografie des Filmregisseurs Fritz Lang und die verborgen gebliebene Lebensgeschichte seiner nächsten Verwandten.Fritz Lang (Zur Genealogie & frühen Biografie des Filmemachers).
Leben und Werk mini|Hans Wollschlägers Widmung für den „Herzgewächse“-Monographen Nach der Matura an der „Höheren Bundeslehr- und Versuchsanstalt für chemische Industrie“ („Höhere Abteilung für technische Chemie“) begann Weigel 1982 an der „Universität Wien“ ein Diplomstudium (Germanistik und Theaterwissenschaft), das er Anfang 1988 mit einer Arbeit über das Erste Buch von Hans Wollschlägers Roman „Herzgewächse oder Der Fall Adams“Andreas Weigel: ruckworts gegen den Strom der Zeilen. Lesenotizen (I) zu Hans Wollschlägers „Herzgewächse oder Der Fall Adams. Erstes Buch“; Wien 1988 (Magisterarbeit). abschloss. Anfang 1990 beendete Weigel das anschließende Doktoratsstudium mit einer Dissertation,Andreas Weigel: sofern sich’s lesen lässt, ohne Gedächtnis an Gegenwart – las ich noch nie so lange Zeit aus so gekürzten Zeilen: Stunden aus noch Sekunden. Lese-Notizen (II) zu Hans Wollschlaegers Herzgewächse oder Der Fall Adams. Erstes Buch. Wien 1990 (.) die die Fortsetzung seiner Diplomarbeit war und ursprünglich das Zweite Buch der Herzgewächse berücksichtigen sollte. Nachdem aber Wollschläger das Erscheinen des abschließenden Zweiten Buches der Herzgewächse, das er für 1984 angekündigt hatte, von Jahr zu Jahr verschob, veröffentlichte Weigel seine Herzgewächse-Studien 1992 und 1994 als Monografie.„ruckworts gegen den Strom der Zeilen“. Lese-Notizen (I) zu Hans Wollschlägers „Herzgewächse oder Der Fall Adams“. Frankfurt am Main: Bangert & Metzler 1992. ISBN 3-924147-11-6 und „ruckworts gegen den Strom der Zeilen“. Lese-Notizen (II) zu Hans Wollschlägers „Herzgewächse oder Der Fall Adams“. Frankfurt am Main/Wiesenbach: Bangert & Metzler 1994. ISBN 3-924147-18-3. Beide Bände wurden im Januar 1994 von Wendelin Schmidt-Dengler, Hans Wollschläger und Weigel im Wiener Internationalen Forschungszentrum Kulturwissenschaften im Rahmen einer Veranstaltung präsentiert,Bibliothek Schmidt-Dengler: Veranstaltung. Einladung zum Werkstattgespräch Nr.1/1994 des Internationalen Forschungszentrums Kulturwissenschaften (IFK). die Gerald Krieghofer angeregt und organisiert hat.
Im Anschluss an das Studium arbeitete Weigel als Germanist („Österreichische Akademie der Wissenschaften“) sowie als Kultur-, Medien- und Pressereferent („Grüner Klub im Parlament“, Franz Moraks „kulturmaschine“, „Verband der Diplomierten ErgotherapeutInnen“, „Dachverband der gehobenen medizinisch-technischen Dienste“, „ÖBB – Rail Cargo Austria“, „Wirtschaftsuniversität Wien“, „Österreichische Tierärztekammer“).
Als Kulturreferent des „Grünen Klubs im Parlament“ hat sich Weigel ab Oktober 1991 gemeinsam mit dem Kunsthistoriker Walter Koschatzky (Obmann der Bürgerinitiative „Gesellschaft der Freunde von Schloss Schönbrunn“) erfolgreich gegen die vom damaligen Wirtschaftsminister Wolfgang Schüssel ursprünglich geplante Privatisierungsvariante von Schloss Schönbrunn engagiert, von der vor allem eine private Betreibergesellschaft (bestehend aus Do&Co, Erste Österreichische Sparkasse, Kongresszentrum, Mazur, Österreichisches Verkehrsbüro, Wiener Messe, Zentralsparkasse) profitiert hätte, mit der seit Frühjahr 1990 konkrete Vertragsverhandlungen liefen.Franz Simbürger: Streit über die Privatisierung von Schloss Schönbrunn durch den Wirtschaftsminister, bei der die Grünen allerlei Unregelmäßigkeiten entdecken. ORF. Ö1. Mittagsjournal vom 2. Oktober 1991. Der Betrag dauert von Minute 21:10 bis Minute 23:50.Nachfolgend der Link zum „Stenographischen Protokoll“ der „Dringlichen Anfrage an den Bundesminister für wirtschaftliche Angelegenheiten betreffend Privatisierungs-Fiasko Schönbrunn“ mit der die knapp ein Jahr dauernde, erfolgreiche Schloss-Schönbrunn-Kampagne des Grünen Klubs im Parlament begonnen hat: „Dringliche Anfrage der Abgeordneten Dr. Pilz, Voggenhuber und Genossen an den Bundesminister für wirtschaftliche Angelegenheiten betreffend Privatisierungs-Fiasko Schönbrunn“. Stenographisches Protokoll. Nationalrat XVIII. GP. 40. Sitzung. 2. Oktober 1991. S. 3857–3890. Dagegen war das „grüne“ Ziel von Anfang an, Schloss Schönbrunn einer der Republik gehörenden Betriebsgesellschaft anzuvertrauen, für die man wirtschaftlich und kulturell geeignete Persönlichkeiten engagiert, die das Schloss unter Berücksichtigung der Denkmalschutzvorgaben nach modernen betriebswirtschaftlichen Grundsätzen führen,Mag. Marijana Grandits: „Dringliche Anfrage betreffend Privatisierungs-Fiasko Schönbrunn“. Stenographisches Protokoll. Nationalrat XVIII. GP. 40. Sitzung. 2. Oktober 1991. S. 380857–3890. S. 3889. wie dies schließlich 1992 gesetzlich beschlossen und mit der „Schloss Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H.“ umgesetzt wurde.Stenographisches Protokoll. 64. Sitzung des Nationalrates der Republik Österreich. XVIII. Gesetzgebungsperiode. Mittwoch, 1., und Donnerstag, 2. April 1992. Bericht über den Antrag 311/A der Abgeordneten Dr. Keimel, Eder und Genossen betreffend Schönbrunner Schloßgesetz und über die Petition Nr. 26 betreffend die Privatisierung des Schlosses Schönbrunn, überreicht von dem Abgeordneten Arthold, sowie über die Bürgerinitiative Nr. 43 betreffend die Privatisierung des Schlosses Schönbrunn. S. 6672–6695.
Als Projektleiter des „Dachverbandes der gehobenen medizinisch-technischen Dienste“ hat Weigel zwischen 1998 und 2000 eine bundesweite Politik- und Medienkampagne gegen die umstrittenen Ausbildungsdarlehen im Bereich der medizinisch-technischen DiensteVorarlberger Landtag: Anfrage der Abgeordneten Angelika Fußenegger an LStH Dr. Hans-Peter Bischof betreffend Ausbildungsverträge der diplomierten ErgotherapeutInnen (Zl. 910-356). Wortprotokoll der Landtagssitzung vom 11. März 1998. S. 229–240.Bericht über die Tätigkeit der Volksanwaltschaft im Jahr 1998 an den Nationalrat und den Bundesrat: Bericht des Landesvolksanwaltes an den Vorarlberger Landtag über seine Tätigkeit vom 30.10.1997 bis 31.12.1998: Berufseinstieg mit Schulden. S. 44–47. geplant und umgesetzt und ergänzend zur Medienarbeit auch eine umfassende schriftliche parlamentarische Anfrage formuliert, die ohne jede Änderung von den Gesundheitssprechern der damals im Nationalrat vertretenen fünf Fraktionen (d. h. von den Oppositions- und Regierungsparteien) gemeinsam eingebracht wurdeSchriftliche Anfrage der Abgeordneten Mag. Walter Guggenberger, Dr. Günther Leiner, Dr. Alois Pumberger, Klara Motter, Theresia Haidlmayr und Genossen an die Bundesministerin für Arbeit, Gesundheit und Soziales betreffend den bundesweit uneinheitlichen Vollzug des Ausbildungsabschnittes des Bundesgesetzes über die Regelung der gehobenen medizinisch-technischen Dienste (MTD-Gesetz). und als erste Fünf-Parteien-Anfrage der II. Republik eine Geschäftsordnungspremiere war, der unter anderem eine gemeinsame Podiumsdiskussion der Gesundheitssprecherinnen und Gesundheitssprecher sowie die Einladung des MTD-Dachverbandes zu einem Hearing in den Gesundheitsausschuss des Nationalrates folgte.APA-OTS: Pumberger: Erfreuliche Einigkeit für die Anliegen aller MTD-Berufe. Weitgehender Konsens zwischen Regierung und Opposition. OTS0137, 16. März 2000. Aufgrund der massiven medialen Berichterstattung sowie der parlamentarischen Anfragen und Initiativen auf Bundes- und Landesebene lenkte der verantwortliche Vorarlberger Landesstatthalter Hans-Peter Bischof in der ORF-Fernsehsendung „Konflikte“ ein, indem er die verbindliche Lösung des Problems wunschgemäß an den Vorarlberger Landesvolksanwalt Felix Dünser delegiert hat.
Weigel, der seit 1982 gelegentlich bei der Ö3-MusicboxAndreas Weigel: John Cale. Ausgewählte Werke von 1967 bis 1981. ORF, Ö3, „Musicbox“. 1. April 1982, 15:05-15:59 Uhr. und neben seinem Studium in den Kulturredaktionen von Ö1 und „Standard“ mitgearbeitet hat, hat ab Mitte der 1990er-Jahre für „Presse“, „Falter“ und „Standard“ ausgewählte CD-ROM-Editionen von literarhistorischen Nachschlagewerken, Fachlexika, Werk-Editionen sowie CD-ROM-Monografien rezensiert.Traum vom elektronischen Zettelkasten. In: „Der Standard“, „Album“. 19. April 1996, 9.Vereint, vereinzelt, vereisen. Es gibt eine sinnvolle Nutzung der Möglichkeiten, die CD-ROMs bieten: Zum Beispiel bei der Encarta Enzyklopädie. In: „Der Standard“, „Album“. 15. November 1996, 4.Schätze an die Oberfläche. Auch CD-ROMs kommen in die Jahre. Oder zu verbesserten Neuauflagen. In: „Der Standard“, „Album“. 22. November 1996, 12.Kunterbunte Silberscheiben. Multimedia. Ein Überblick über das literarische und lexikalische CD-ROM-Angebot. In: „Falter“. Bücherherbst 96. Nr. 40/1996, 24–26.Zitate – en gros und en détail. Arno Schmidt, total digital: Die „Bargfelder Ausgabe“ der Werke des deutschen Autors liegt jetzt auf CD-ROM vor. In: „Die Presse“, „Spectrum“. 13. Juni 1998, VIII.Wenn das im Internet steht! Was tun sie eigentlich, die Damen und Herren Abgeordneten? Die Parlament-Homepage gibt Auskunft. In: „Die Presse“, „Spectrum“. 22. August 1998, VIII.Die Hürden der PC-Recherche. Killy, Kindler, KLG, Wilpert und Zmegac: Wichtige deutschsprachige Nachschlagewerke zur Literatur sind nun auch digital aufbereitet erhältlich. In: „Die Presse“, „Spectrum“. 20. November 1999, X. Zu diesem Neue-Medien-Schwerpunkt gehört auch die Besprechung der 2002 von Friedrich Pfäfflin im K. G. Saur Verlag veröffentlichten „mustergültig misslungenen CD-ROM-Edition von Karl Kraus’ Zeitschrift „Die Fackel““.„Brille ohne Gläser“. Mustergültig misslungene CD-ROM-Edition von Karl Kraus’ Zeitschrift „Die Fackel“. In: Michael Ritter (Hrsg.): praesent 2007. Das österreichische Literaturjahrbuch. Das literarische Geschehen in Österreich von Juli 2005 bis Juni 2006. Wien: praesens 2006. S. 37–59. ISBN 978-3-7069-2007-0.