mini|India Arie (2010) India Arie [] (* 3. Oktober 1975 als India Arie Simpson in Denver, Colorado), oft India.Arie geschrieben, ist eine US-amerikanische Singer-Songwriterin im Bereich Soul.

Leben Ihr Vorname India nimmt Bezug auf die Nähe ihres Geburtstages, dem 3. Oktober, zu jenem Mahatma Gandhis, den 2. Oktober. Arie ist hergeleitet vom hebräischen Wort für Löwe. Ihre Kindheit und frühe Jugend verbrachte sie in ihrer Geburtsstadt Denver. Ihre Mutter Joyce, die selbst Sängerin ist und in ihrer Jugend in Vorgruppen bei Konzerten von Stevie Wonder und Al Green gesungen hatte, und Vater Ralph (ein ehemaliger Profi-Basketballspieler) förderten schon früh das musikalische Talent ihrer Tochter. Sie erhielt Unterricht an Saxophon, Klarinette, Flügelhorn und Trompete. Wie viele Kinder aus gläubigen afroamerikanischen Familien sang auch sie im Kirchenchor ihrer Gemeinde. Schließlich entschied sie sich für die Gitarre als das Instrument, das ihr am ehesten entspricht – vor allem, weil sie während des Spielens auch singen kann. Als India Arie 13 Jahre alt war, zog ihre Mutter nach der Scheidung von ihrem Mann mit ihr und ihrem Bruder nach Atlanta. Nach der High School besuchte sie das Savannah College of Art and Design, wo sie die Fächer Musik und Schmuck-Design belegte. Vor Abschluss des College brach sie die Ausbildung ab, um sich ganz der Musik zu widmen.

Mit anderen gründete sie das Künstlerkollektiv Groovement/Earthseed, und es kam zu Auftritten im Rahmen von Lilith-Fair-Konzerten in St. Louis und Nashville. Gleichzeitig gelang es ihr, sich in der Musikszene Atlantas zu etablieren, und 1999 wurde sie schließlich bei Motown unter Vertrag genommen. Mit Beginn ihrer professionellen Karriere änderte sie die Schreibweise ihres Namens in India.Arie. Der Punkt soll, wie sie sagt, den Namen einprägsamer machen.

Œuvre mini|India Arie (2004) Als wichtigsten musikalischen Einfluss nennt India Arie allen voran Stevie Wonder, dem sie auch das Lied Wonderful auf ihrem ersten Album widmete. Daneben wurde sie stark von Künstlern wie Donny Hathaway, Bonnie Raitt, Oleta Adams, Stevie Ray Vaughan, James Taylor und George Benson beeinflusst.

2001 erschien India Aries Debütalbum, Acoustic Soul. Die Lieder, alle Eigenkompositionen, zeigen vor allem Einflüsse aus Soul und Blues, aber auch Hip-Hop. Sie befindet sich damit in der neuen Tradition des Nu Soul, der seit den 1990er Jahren durch Künstler wie D’Angelo oder Erykah Badu populär gemacht wurde und neben ihr auch Musiker wie Alicia Keys, Angie Stone, Jill Scott und Musiq hervorbrachte. In den USA erreicht Acoustic Soul doppelten Platin-Status und wurde für sieben Grammys nominiert. Sie spielte 2001 auch im Vorprogramm der USA-Tournee von Sade.

2002 folgte das zweite Album, Voyage to India, an dem sie auch als Co-Produzentin neben Kedar Massenburg (Präsident von Motown Records und bereits Produzent ihres ersten Albums) mitarbeitete. Bei den Grammy Awards 2003 gewann sie für das Album den Grammy in der Kategorie „Bestes R&B Album“ und für Little Things in der Kategorie „Bester Urban/Alternative Song“. Musikalisch steht auch ihr zweites Album in der Tradition von Soul, Blues und Hip-Hop. Die Texte entsprechen ihrem Selbstverständnis als Singer-Songwriter, wie es eben auch in Blues und Hip-Hop zu finden ist: dem Ausdruck persönlicher Gedanken, Gefühle und Alltagserfahrungen, von persönlichen Beziehungen über den Rassismus, den Schwarze erlitten und immer noch zu ertragen haben, bis hin zu einer tiefen Spiritualität.

2005 spielte sie mit Stevie Wonder das gemeinsam komponierte Stück A Time to Love auf dessen gleichnamigem Album ein. 2010 holte Herbie Hancock India Arie, um neben Pink und Seal den Titelsong seines Imagine Projects zu interpretieren – Imagine von John Lennon.

Diskografie

Studioalben

Singles

Weitere Singles 2001: Strength, Courage and Wisdom 2001: Ready for Love 2002: Can I Walk with You 2003: The Truth 2003: Get It Together 2005: Purify Me 2006: There’s Hope 2008: Chocolate High (feat. Musiq Soulchild) 2009: Therapy (feat. Gramps Morgan) 2009: He Heals Me 2012: 6th Avenue 2013: Cocoa Butter

Videoalben 2003: Music in High Places: India Arie – Live in Brazil

Auszeichnungen für Musikverkäufe Goldene Schallplatte

2002: für das Album Voyage to India

2002: für das Album Acoustic Soul

Platin-Schallplatte

2002: für das Album Acoustic Soul

2025: für die Single Video

Quellen

Weblinks

Offizielle Website (englisch) nyrock.com Interview im New York Rock Online-Magazin (englisch)

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