Méréville ist eine Ortschaft und eine ehemalige französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im äußersten Südwesten des Départements Essonne in der Region Île-de-France.

Mit Wirkung vom 1. Januar 2019 wurden die ehemaligen Gemeinden Estouches und Méréville zur Commune nouvelle Le Mérévillois zusammengeschlossen, in der die früheren Gemeinden den Status einer Commune déléguée haben. Der Verwaltungssitz befindet sich im Ort Méréville.Erlass der Präfektur Arrêté No. 2018-PREF-DRCL-500 über die Bildung der Commune nouvelle Le Mérévillois vom 28. September 2018

Lage und Klima Méréville liegt am Fluss Juine in der alten Kulturlandschaft der Île-de-France in einer Höhe von ca. .Méréville – Karte mit Höhenangaben Die französische Hauptstadt Paris liegt knapp 84 km (Fahrtstrecke) nordöstlich; die Stadt Étampes befindet sich ca. 17 km nordöstlich. Das Klima ist gemäßigt; Regen (ca. 600 mm/Jahr) fällt übers Jahr verteilt.Méréville/Étampes – Klimadiagramme

Bevölkerungsentwicklung Jahr 1800 1851 1901 1954 1999 2015Einwohner 1.454 1.702 1.562 1.580 3.066 3.164 Die annähernde Verdopplung der Einwohnerzahl zwischen 1954 und 1999 ist hauptsächlich auf die relative Nähe zum Großraum Paris zurückzuführen, der vom ca. 8 km westlich gelegenen Bahnhof Angerville in ca. 45 min zu erreichen ist. Ein großes Neubauviertel ist im Osten der Ortschaft entstanden.

Wirtschaft In früheren Jahrhunderten lebten die Bewohner des Ortes und des Umlandes als Selbstversorger von den Erträgen ihrer Felder und Gärten; in geringem Umfang wurde auch Viehzucht betrieben. Im Ort selbst ließen sich Tagelöhner, Handwerker, Kleinhändler und nieder. Heute gilt Méréville als Hauptstadt des Anbaus von Brunnenkresse (cresson) in Frankreich.

Geschichte Méréville existierte wohl schon in der Spätantike. Im Mittelalter gehörte der in Urkunden Merezvilla oder Merelisvilla genannte Ort zur Vizegrafschaft Étampes; im 16. Jahrhundert kam er an das Herzogtum Berry, das jedoch kurz darauf de facto an die Krone zurückfiel.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde Méréville vom 13. Juni 1040 bis 16. August 1944 durch die Deutsche Wehrmacht besetztGeorges Ferrand (Bürgermeister von Méréville): "Sur l'Occupation et la Libération de Méréville (notes du 6 septembre et du 4 décembre 1944)", in Corpus Etampois.

Sehenswürdigkeiten Siehe auch: Liste der Monuments historiques in Méréville (Essonne) Kirche Saint-Pierre-ès-Liens mit frühgotischem Glockenturm (um 1140–1160) Markthalle (1. Hälfte 16. Jh.), seit 1921 Monument historique Schloss Méréville, zwischen 1768 und 1794 erbaut, heute Museum, seit 1977 Monument historique Trajanssäule (erbaut um 1790) Waschhaus (18. Jh.) seit 1977 Monument historique Mühlenbrücke (17. Jh.), seit 1979 Monument historique

Persönlichkeiten Jean-Louis Bory (1919–1979), Schriftsteller und Filmkritiker Alexandre de Laborde (1773–1842), Sohn von Jean-Joseph, Archäologe, Schriftsteller und Politiker, Bürgermeister von Méréville von 1805 bis 1814 Jean-Joseph de Laborde (1724–1794), Bankier, Erbauer des Schlosses von Méréville

Literatur Le Patrimoine des Communes de l’Essonne. Flohic Éditions, Paris 2001, 2 Bände, ISBN 2-84234-126-0, S. 665–679.

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Einzelnachweise

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