Sabine Payer (* 28. Juli 1992 als Sabine Schöffmann in Wolfsberg) ist eine österreichische ehemalige Snowboarderin.
Werdegang Payer nimmt seit 2007 am Europacup teil. Dabei holte sie bisher 17 Siege und gewann in der Saison 2009/10, 2016/17 und 2019/20 die Parallelwertung. Außerdem errang sie in der Saison 2016/17 und 2019/20 den ersten Platz in der Parallelslalomwertung. Ihr erstes Weltcuprennen fuhr sie im Jänner 2009 in Bad Gastein, welches sie auf dem 24. Platz im Snowboardcross beendete. Ihre ersten internationalen Erfolge hatte sie 2009 beim Europäischen Olympischen Winter-Jugendfestival in Szczyrk. Dort gewann sie Silber im Parallel-Riesenslalom und Gold im Snowboardcross. Bei den folgenden Snowboard-Juniorenweltmeisterschaften in Nagano im März 2009 holte sie Bronze im Parallelslalom und Gold im Parallel-Riesenslalom. Im selben Monat wurde sie österreichische Meisterin im Parallelslalom. Dies wiederholte sie bei den österreichischen Snowboardmeisterschaften 2010 in Gerlitzen. Bei den Snowboard-Juniorenweltmeisterschaften 2010 in Neuseeland gewann sie Gold im Parallelslalom. Im Dezember 2010 erreichte sie in Limone Piemonte mit dem achten Rang im Parallel-Riesenslalom ihre erste Top-Zehn-Platzierung im Weltcup.
Bei den Snowboard-Juniorenweltmeisterschaften 2011 in Valmalenco holte Payer Bronze im Parallelslalom. Bei den Snowboard-Weltmeisterschaften 2013 in Stoneham errang sie den zwölften Platz im Parallelslalom. Im Dezember 2013 gewann sie bei der Winter-Universiade in Monte Bondone Silber im Parallel-Riesenslalom. Zu Beginn der Saison 2014/15 holte sie im Montafon im Parallelslalom ihren ersten Weltcupsieg. Bei den Snowboard-Weltmeisterschaften 2015 am Kreischberg kam sie auf den 14. Rang im Parallelslalom und den 12. Platz im Parallel-Riesenslalom.
Saison 2014/15 Anfang März 2015 holte sie in Asahikawa mit dem zweiten Platz im Parallelslalom erneut eine Podestplatzierung. Die Saison beendete sie auf dem zweiten Platz in der Parallelslalomwertung und dem vierten Rang im Parallelweltcup.In der folgenden Saison kam sie bei sieben Teilnahmen im Weltcup, zweimal unter die ersten Zehn, darunter Platz drei in Bad Gastein und Platz zwei in Kayseri. Sie erreichte damit den zehnten Platz im Parallelweltcup und den siebten Rang im Parallelslalom-Weltcup. In der Saison 2016/17 siegte sie im Parallelslalom in Winterberg und belegte im Parallelslalom in Bad Gastein den dritten Platz. Sie kam damit auf den vierten Platz im Parallelweltcup und auf den dritten Platz im Parallelslalom-Weltcup. Beim Saisonhöhepunkt den Snowboard-Weltmeisterschaften 2017 in Sierra Nevada gelang ihr der zwölften Platz im Parallel-Riesenslalom und der zehnten Rang im Parallelslalom.
Saison 2017/18 In der Saison 2017/18 belegte Payer mit Platz zwei im Parallel-Riesenslalom in Rogla und Platz eins im Parallel-Riesenslalom in Cortina d’Ampezzo, den achten Platz im Parallelslalom-Weltcup und jeweils den siebten Rang im Parallel-Weltcup und im Parallel-Riesenslalom-Weltcup. Payer war für einen Startplatz bei den Olympischen Winterspielen 2018 im Februar in der südkoreanischen Stadt Pyeongchang nominiert.Die Kärntner Sportler bei Olympia (22. Jänner 2018) Bei einem Sturz am 28. Jänner in Bulgarien zog sie sich aber Verletzungen im linken Bein zu, sie musste die Teilnahme absagen und es wurde Daniela Ulbing nachnominiert. In der folgenden Saison kam sie dreimal auf den dritten und zweimal auf den zweiten Platz und errang damit den fünften Platz im Parallel-Riesenslalom-Weltcup, den vierten Platz im Parallelslalom-Weltcup und den dritten Platz im Parallelweltcup. Beim Saisonhöhepunkt, den Weltmeisterschaften 2019 in Park City, wurde sie Achte im Parallel-Riesenslalom und Siebte im Parallelslalom.
Saison 2020/21 In der Saison 2020/21 belegte Payer den neunten Platz im Parallelweltcup und bei den Snowboard-Weltmeisterschaften 2021 in Rogla den 16. Platz im Parallelslalom und den zehnten Rang im Parallel-Riesenslalom. In der folgenden Saison erreichte sie mit sechs Platzierungen unter den ersten Zehn, darunter je einen dritten, zweiten und ersten Platz den siebten Platz im Parallel-Weltcup.
2022 war sie zum zweiten Mal für einen Start bei den Olympischen Winterspielen nominiert – sie saß dann aber mit einem positiven Corona-Befund eingesperrt in einem chinesischen Hotelzimmer.
Im Februar 2023 holte Payer bei den Snowboard-Weltmeisterschaften im georgischen Bakuriani im Parallelslalom die Bronze-Medaille und gemeinsam mit Andreas Prommegger beim erstmals ausgetragenen Mixed-Teambewerb die Silbermedaille.Schöffmann und Promegger holen Silber im Mixed-Teambewerb (22. Februar 2023)
Saison 2024/25 Im November 2024 belegte Sabine Payer beim Weltcupauftakt in China als beste Österreicherin den fünften Rang bei den DamenSabine Payer fährt in China auf Platz fünf (30. November 2024) und im Dezember gewann die 32-Jährige den Parallelslalom der Snowboarderinnen beim Weltcup in Mylin.
Saison 2025/26 Im Jänner 2026 konnten sich Sabine Payer und Andreas Prommegger im großen Finale gegen Aaron March und Lucia Dalmasso aus Italien durchsetzen und im Weltcup auf der Simonhöhe den Teambewerb im Parallel-Riesentorlauf gewinnen.Simonhöhe: Sieg für Payer/Prommegger (24. Jänner 2026) Im Jänner wurde sie auch zum dritten Mal für einen Start bei den Olympischen Winterspielen 2026 nominiertÖsterreichs Olympiamedaillen im Snowboard: Sabine Payer und Benjamin Karl im Finale (8. Februar 2026) und gewann am 8. Februar im Livigno Snow Park die Silbermedaille im Parallel-Riesenslalom.Silber an Payer: Karl holt wieder Olympiagold (8. Februar 2026)
Mitte 2026 beendete sie ihre aktive Karriere als Snowboarderin.
Persönliches Die Sportlerin wohnt in St. Georgen am Längsee nahe St. Veit an der Glan und startet für den ASKÖ. Sie ist aktive Sportlerin des Heeressportzentrums des Österreichischen Bundesheers. Als Heeressportlerin trägt sie derzeit den Dienstgrad Gefreiter. Seit Juli 2024 ist sie mit dem Snowboarder Alexander Payer (* 1989) verheiratet.
Erfolge Olympische Winterspiele 2026 Mailand-Cortina: 2. Platz Parallel-Riesenslalom Snowboard-Weltmeisterschaften 2013 Stoneham: 12. Platz Parallelslalom 2015 Kreischberg: 12. Platz Parallel-Riesenslalom, 14. Platz Parallelslalom 2017 Sierra Nevada: 10. Platz Parallelslalom, 12. Platz Parallel-Riesenslalom 2019 Park City: 7. Platz Parallelslalom, 8. Platz Parallel-Riesenslalom 2021 Idre: 10. Platz Parallel-Riesenslalom, 16. Platz Parallelslalom 2023 Bakuriani: 2. Platz Parallelslalom Team, 3. Platz Parallelslalom 2025 Engadin: 11. Platz Parallelslalom, 14. Platz Parallel-Riesenslalom
Weltcupsiege Weltcupsiege im Einzel Nr. Datum Ort Disziplin 1. 18. Dezember 2014 Parallelslalom 2. 18. März 2017 Parallelslalom 3. 16. Dezember 2017 Parallelslalom 4. 8. Jänner 2022 Parallel-Riesenslalom 5. 11. Dezember 2022 Parallelslalom 6. 15. März 2023 Parallel-Riesenslalom 7. 27. Jänner 2024 Parallel-Riesenslalom 8. 1. Dezember 2024 Parallelslalom 9. 14. Dezember 2024 Parallel-Riesenslalom 10. 15. März 2025 Parallelslalom 11. 13. Dezember 2025 Parallel-Riesenslalom 12. 18. Dezember 2025 Parallel-Riesenslalom 13. 1. März 2026 Parallel-Riesenslalom
Weltcupsiege im Team Nr. Datum Ort Disziplin 1. 9. Jänner 2016 Parallelslalom Team 2. 15. Jänner 2022 Parallel-Riesenslalom Team 3. 19. März 2023 Parallelslalom Team 4. 17. Jänner 2024 Parallelslalom Team 5. 28. Jänner 2024 Parallel-Riesenslalom Team 6. 15. Jänner 2025 Parallelslalom Team 7. 24. Jänner 2026 Parallelslalom Team
Weltcup-Gesamtplatzierungen Saison Parallel Parallel-Riesenslalom Parallelslalom Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz 2008/09 20 60. — — — — 2009/10 19 77. — — — — 2010/11 970 25. — — — — 2011/12 1524 16. — — — — 2012/13 1080 20. 800 20. 360 22. 2013/14 810 18. 400 18. 410 18. 2014/15 3760 4. 1150 9. 2610 2. 2015/16 1940 10. 960 7. 980 12. 2016/17 3470 4. 1470 13. 2000 3. 2017/18 4050 7. 2790 7. 1260 8. 2018/19 5250 3. 3190 5. 2060 4. 2019/20 2304 11. 1894 12. 410 20. 2020/21 254 9. 121 12. 133 8. 2021/22 349 7. 244 5. 105 9. 2022/23 549 3. 261 2. 288 3. 2023/24 638 3. 306 5. 332 2. 2024/25 914 3. 588 3. 326 2. 2025/26 802 4. 636 4. 166 7.
Weblinks
Offizielle Website von Sabine Payer
Einzelnachweise
Kategorie:Snowboarder (Österreich) Kategorie:Olympiateilnehmer (Österreich) Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Winterspiele 2026 Kategorie:Teilnehmer an den World University Games (Österreich) Kategorie:Teilnehmer der Winter-Universiade 2013 Kategorie:Teilnehmer der Winter-Universiade 2015 Kategorie:Österreichischer Meister (Snowboard) Kategorie:Mitglied des Heeressportverbandes Kategorie:Sportler (Kärnten) Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1992 Kategorie:Frau