Der erste Kreis Heinsberg war von 1816 bis 1932 ein Landkreis im Regierungsbezirk Aachen. Mit diesem gehörte er zunächst zur preußischen Provinz Jülich-Kleve-Berg und seit 1822 zur Rheinprovinz. Sein Gebiet gehört heute zum 1972 neu gegründeten und deutlich größeren Kreis Heinsberg. Sitz der Kreisverwaltung war die Stadt Heinsberg.

Verwaltungsgeschichte

miniatur|Der Kreis Heinsberg auf einer Karte aus dem Jahr 1905 Der Kreis Heinsberg wurde 1816 im Wesentlichen aus dem Kanton Heinsberg gebildet, der bis 1813 zum Arrondissement Aachen im französischen Département de la Roer gehört hatten. Der Kreis gliederte sich zunächst in 21 Bürgermeistereien, die in der Franzosenzeit als Mairien eingerichtet worden waren.

Mit der Einführung der Gemeindeordnung für die Rheinprovinz von 1845 wurden einige Bürgermeistereien des Kreises in mehrere Gemeinden untergliedert. Heinsberg erhielt 1857 die Rheinische Städteordnung. Die Gemeinde Unterbruch, die bis dahin zur Bürgermeisterei Heinsberg gehört hatte, wurde zu einer eigenen Bürgermeisterei erhoben.Amtsblatt für den Regierungsbezirk Aachen 1857, S. 506 Im selben Jahr wurden die Bürgermeistereien Millen und Tüddern in die Bürgermeisterei Havert eingegliedert.Amtsblatt für den Regierungsbezirk Aachen 1857, S. 392 Aus Teilen der Gemeinde Waldfeucht wurde 1926 die neue Gemeinde Schierwaldenrath gebildet. Im Kreis Heinsberg bestanden seitdem auf einer Fläche von 234,9 km² neben der Stadt Heinsberg 34 weitere Gemeinden:territorial.de: Bürgermeistereien und Gemeinden des Kreises Heinsberg Bürgermeisterei Gemeinden Aphoven Aphoven, Schafhausen Birgelen Birgelen, Effeld, Ophoven Braunsrath Braunsrath Breberen Breberen Dremmen Dremmen, Horst Haaren Haaren Havert Havert, Millen, TüddernHeinsberg Heinsberg (Stadt)Hilfarth Hilfarth, PorselenKarken Karken, KempenKirchhoven KirchhovenMyhl Arsbeck, Myhl, WildenrathOberbruch OberbruchRatheim RatheimSaeffelen Höngen, SaeffelenUnterbruch UnterbruchWaldenrath WaldenrathWaldfeucht Schierwaldenrath, WaldfeuchtWassenberg Orsbeck, WassenbergWehr Hillensberg, Süsterseel, Wehr Wie in der gesamten Rheinprovinz wurden seit dem 1. Januar 1928 die Landbürgermeistereien des Kreises als Ämter bezeichnet. Der Kreis Heinsberg wurde 1932 aufgelöst. Sein größter Teil wurde mit dem ebenfalls 1816 gegründeten Kreis Geilenkirchen zum neuen Kreis Geilenkirchen-Heinsberg zusammengefasst. Die Gemeinden Arsbeck, Hilfarth, Myhl, Ratheim und Wildenrath kamen zum Kreis Erkelenz.

Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner 1816 27.532 1825 29.476 1852 33.679 1871 35.655Gemeindelexikon für das Königreich Preußen 1885, S. 244 1880 35.693 1890 34.940 1900 35.888 1910 40.008 1925 43.273

Landräte 1816–1853 Wilhelm van der Straeten 1853–1854 Friedrich Hardt (auftragsweise) 1854–1860 Matthias Claessen 1860 Felix von der Mosel (vertretungsweise) 1860–1876 Wilhelm Leopold Janssen 1876 Friedrich Kleemann (auftragsweise) 1876–1877 Hermann Joseph Paulssen (auftragsweise) 1877–1885 Karl Löwe 1885 Alwin von Hagen (vertretungsweise) 1885–1919 Rudolf von Scheibler 1919 Karl Sieger (vertretungsweise) 1919 Wilhelm Kitz (auftragsweise) 1919–1920 Richard von Matuschka (auftragsweise) 1920–1928 Erwin Classen 1928–1932 Franz Röhm

Einzelnachweise

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