Carl Lange, modernisiert auch Karl Lange, (* 18. November 1884 in Penig; † 3. April 1971 in Karl-Marx-Stadt) war ein deutscher Maler, der vor allem durch Historienbilder und Landschaftsansichten bekannt wurde.
Leben und Werk Lange studierte zu Beginn des 20. Jahrhunderts an der Kunstakademie in Dresden, wo er ein Schüler von Eugen Bracht und Gotthardt Kuehl war. Anschließend hielt er sich für Studienzwecke in München auf. Lange nahm als Soldat am Ersten Weltkrieg teil. Danach arbeitete er als freischaffender Künstler in Penig, wo ihn das Adressbuch 1927 als Kunstmaler in der Leipziger Straße 50 B nennt, und dann in Chemnitz. Das Chemnitzer Adressbuch verzeichnete ihn u. a. 1943 in der heutigen Henriettenstraße 7 und mit einer weiteren Anschrift im Gerichtsgebäude in der heutigen Hohe Straße 18.
Aus Anlass der Sächsischen Künstlerhilfswoche, 1928 veranstaltet von der Kunsthütte zu Chemnitz im Städtischen Museum, organisierte Lange mit Friedrich Schreiber-Weigand eine Ausstellung aus Privatbesitz.Ausstellung aus Privatbesitz 1928. Ferner gestaltete er Illustrationen für Zeitschriften und Hefte wie die Ostdeutschen Monatshefte für Kunst- und Geistesleben.
Lange war Mitglied des Deutschen Künstlerbundskuenstlerbund.de: und des Sächsischen Kunstvereins und in der Zeit des Nationalsozialismus der Reichskammer der bildenden Künste, in der er Vertrauensmann des Landesleiters der Reichskammer für die Fachgruppe Maler war.Adressbuch Chemnitz, u. a. 1939 Er war in dieser Zeit arriviert und an wichtigen Ausstellungen beteiligt. Für das Rathaus von Neustädtel im Erzgebirge schuf er das Großgemälde Bergaufzug in der Neustädtler Bergbaulandschaft.Künstler Ansichtskarte / Postkarte Lange K., Schneeberg, Bergaufzug, abgerufen am 17. Mai 2021 Es wurde nach dem Ende des NS-Staats 1945 abgenommen.
Lange wurde nach dem Beginn des Zweiten Weltkriegs zur Wehrmacht eingezogen. Er nahm am Krieg teil und geriet in Kriegsgefangenschaft, aus der er zurück nach Chemnitz ging, wo er wieder freischaffend künstlerisch arbeitete und auch Malunterricht erteilte. Einer seiner Schüler war Horst Löschner. Lange war Mitglied des Verbands Bildender Künstler.
Gemälde Langes befinden sich u. a. in den Kunstsammlungen Chemnitz.
Werkbeispiele Der Schmetterlingssammler (Öl; 1937 auf der Großen Deutschen Kunstausstellung) Der Gärtner (Öl; 1939 auf der Großen Deutschen Kunstausstellung) Schlesische Schmiede (Öl, 66,5 × 85 cm; 1940 auf der Großen Deutschen Kunstausstellung; von Hitler für 900 RM erworben) In den Bansen (Öl; 1940 auf der Großen Deutschen Kunstausstellung)https://www.gdk-research.de/de/obj19404537.html Am Bahnübergang (Öl; 1947 auf der 2. Ausstellung Erzgebirgischer Künstler)https://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/363860/39 Selbstbildnis (vor 1948, Öl)
Bei den Holzfällern (Öl, 1950 auf der Mittelsächsischen Kunstausstellung) Gleisdreieck Furth (Öl, 1950 auf der Mittelsächsischen Kunstausstellung)Abbildung im Katalog Am Stadtbad (Öl, 1950 auf der Mittelsächsischen Kunstausstellung)
Laien-Malgruppe (Öl, 1952)https://www.bildindex.de/document/obj30122195Der Bildindex der Kunst & Architektur nennt das Bild als Exponat auf der Dritten Deutschen Kunstausstellung. Lt. Katalog wurde es aber nicht ausgestellt. Bildnis P. Kurzbach (Öl; 1952 auf der Mittelsächsischen Kunstausstellung)Das ist der Komponist Paul Kurzbach (1902 – 1997) Werkkonzert (Öl, 1952, 110 × 140 cm; auf der Dritten Deutschen Kunstausstellung)https://www.bildindex.de/document/obj30122196
Junge Agronomen (Öl; 1953 auf der Mittelsächsischen Kunstausstellung) Sonntag Straße im Zeisigwald (Öl; 1953 auf der Mittelsächsischen Kunstausstellung) Hilbersdorfer Porphyr (Öl; 1953 auf der Mittelsächsischen Kunstausstellung)
Vorortbahnhof (Öl; 1957 auf der Mittelsächsischen Kunstausstellung) Bad im Steinbruch (Öl; 1957 auf der Mittelsächsischen Kunstausstellung) Spaziergang im Vorfrühling (Öl; 1957 auf der Mittelsächsischen Kunstausstellung) Weg im Zeisigwald (Öl; 1957 auf der Mittelsächsischen Kunstausstellung)
Vor der Werkstatt (Öl; 1958 auf der Mittelsächsischen Kunstausstellung) Sonntag im Zeisigwald (Öl; 1958 auf der Mittelsächsischen Kunstausstellung) Erinnerung an den 19. NovemberAnmerkung: Die Ereignisse der Novemberrevolution im Chemnitzer Opernhaus (Öl; 1958 auf der Mittelsächsischen Kunstausstellung) Elbe bei Schandau (Öl; auf der Fünften Deutschen Kunstausstellung)https://www.bildindex.de/document/obj30127027 Blick auf Annaberg (Öl, 59 × 71,5 cm; Sammlung Erzgebirgische Landschaftskunst)
Ausstellungen (unvollständig)
Einzelausstellungen 1965 Chemnitz, Museum am Theaterplatz (mit Rudolf Pleissner)
Gruppenausstellungen
1916: Dresden, Galerie Ernst Arnold („Zweite Ausstellung Dresdner Künstler die im Heeresdienst stehen“) 1935: Chemnitz, König-Albert-Museum (Ausstellung aus Privatbesitz) 1937: Chemnitz, König-Albert-Museum („Erzgebirgische Landschaft“) 1937 bis 1944: München, alle acht Großen Deutschen Kunstausstellungen 1943: Dresden, Brühlsche Terrasse („Kunstausstellung Gau Sachsen“) 1946. Dresden, Allgemeine Deutsche Kunstausstellung 1947 und 1948: Freiberg (2. und 3. „Ausstellung Erzgebirgischer Künstler“) 1948, 1950, 1952, 1953 und 1958: Chemnitz bzw. Karl-Marx-Stad („Mittelsächsische Kunstausstellung“) 1949 und 1962/1963: Dresden, 2. und Fünfte Deutsche Kunstausstellung
Postum
1963: Karl-Marx-Stadt, Museum am Theaterplatz („10 Jahre Architektur, bildende Kunst und bildnerisches Volksschaffen in Karl-Marx-Stadt“)
Literatur
Lange, Carl. In: Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 516
Einzelnachweise
Kategorie:Maler (Deutschland) Kategorie:Landschaftsmaler Kategorie:Mitglied im Deutschen Künstlerbund Kategorie:Person (Chemnitz) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1884 Kategorie:Gestorben 1971 Kategorie:Mann