Baumfeld ist ein Ortsteil der Gemeinde Hitzhofen im oberbayerischen Landkreis Eichstätt.

Lage Die Einöde liegt auf der Hochfläche der südlichen Frankenalb nördlich des Gemeindesitzes Hitzhofen. Er ist von Hitzhofen aus über den Baumfelder Weg und den Kapellenweg zu erreichen.

Namensdeutung Der Ortsname dürfte auf die Ansiedelung der Sippe eines Pabo zurückzuführen sein.Sammelblatt des Histor. Vereins Eichstätt, 45 (1930), S. 85; 52 (1937), S. 40

Geschichte Der Ort ist sehr wahrscheinlich eine Gründung der Kirche von Eichstätt. Mit Urkunde vom 23. Juli 1297 übergab der Eichstätter Bischof Reinboto von Meilenhart an Heinrich, Bauer im damals schon bestehenden „Pabenvelt“, dem heutigen Baumfeld, 30 Tagewerk Neubruchfeld als Erblehen.Sammelblatt des Histor. Vereins Eichstätt, 22 (1907), S. 83 1305 ist in der Auseinandersetzung um das Hirschberger Erbe von „Babenvelde“ die Rede.Johann Kaspar Bundschuh: Geographisches, statistisch-topographisches Lexikon von Franken. 1. Band, Ulm 1799, Spalte 259 f. 1344 ist erstmals ein Zuzügler namens „Pabenfelder“ in der Bischofsstadt Eichstätt nachweisbar – vielleicht ein Handwerker, der in der Stadt bessere Chancen für sein Handwerk und damit für sein Auskommen sah.Histor. Blätter für Stadt und Landkreis Eichstätt, 13 (1964), Nr. 4, S. 13 Im gleichen Jahr verkaufte das Eichstätter Spital seinen Besitz in „Paebenfeldt“.Der Eichstätter Raum in Geschichte und Gegenwart. 2., erweiterte Auflage, Eichstätt 1984, S. 159

Gegen Ende des Alten Reiches, 1799, unterstand der Einödhof hoch- und niedergerichtlich dem Landvogteiamt Eichstätt. Er zinste an das dortige Hofkastenamt.Histor. Atlas von Bayern, S. 91

Im Zuge der Säkularisation von 1802/03 kam Baumfeld mit dem Landvogtamt Eichstätt an den Großherzog Erzherzog Ferdinand III. von Salzburg-Toskana und 1806 an das Königreich Bayern, wo Baumfeld mit Oberzell, der Einöde Mühltal und dem Kirchdorf Hitzhofen den Steuerdistrikt Hitzhofen bildete. Mit dem zweiten Gemeindeedikt von 1818 wurde aus diesem Steuerdistrikt eine Ruralgemeinde (ab 1835: Landgemeinde) im Landgericht und Rentamt Ingolstadt. Ab 1819 unterstand Baumfeld mit Hitzhofen dem Leuchtenbergischen Stadt- und Herrschaftsgericht Eichstätt.Joseph Anton Eisenmann und Carl Friedrich Hohn: Topo-geographisch-statistisches Lexicon vom Königreiche Bayern. 1. Band, Erlangen 1831, S. 118 1830 lebten in dem Einödhof sieben Personen.Histor. Atlas von Bayern, S. 206 1862 wurde Baumfeld mit Hitzhofen vom Landgericht Eichstätt abgetrennt und dem Landgericht Kipfenberg zugeteilt. Um diese Zeit wohnten in den damals vier Gebäuden des Hofes acht Personen.

1950 zählte man in Baumfeld aufgrund der Flüchtlinge und Vertriebenen 21, 1961 fünf Einwohner.

Im Zuge der Gebietsreform von 1972 wurde Baumfeld ein Ortsteil von Hitzhofen im Landkreis Eichstätt, der vom Regierungsbezirk Mittelfranken in den Regierungsbezirk Oberbayern wechselte.

Literatur Gerhard Hirschmann: Historischer Atlas von Bayern. Franken Reihe I Heft 6: Eichstätt. München 1959. Digitalisat

Einzelnachweise

Weblinks Offizielle Website der Gemeinde Hitzhofen

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