Gottfried Wiegand (* 11. September 1926 in Leipzig; † 2005 Kaarst) war ein deutscher Zeichner.Helga Bittner: Nachruf Gottfried Wiegand. in: Neuß-Grevenbroicher Zeitung (NGZ) online, 30. März 2005, abgerufen am 17. Dezember 2014.

Leben und Werk Gottfried Wiegand hatte Zeichenunterricht bei Emil Schellenberger und studierte zwischen 1946 und 1950 an der Akademie der Bildenden Künste München. Schwetzinger Zeitung. 22. September 2008, abgerufen am 17. Dezember 2014. (PDF-Datei)

1951 heiratete er die Künstlerin Martel Wiegand, dem Paar wurden drei Kinder geboren. Die Familie wohnte seit 1951 in Düsseldorf und ab 1961 in Kaarst.

Von 1951 bis 1954 hatte Gottfried Wiegand einen Lehrauftrag für Sachzeichnen an der Modeschule Düsseldorf und wurde dann, von 1954 bis 1980 als Lehrer für Tonarbeiten und Zeichen am Seminar für werktätige Erziehung in Düsseldorf angestellt. Direktor des Werkseminars Düsseldorf war er seit 1964.

An der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe war Wiegand von 1974 bis 1975 Gastdozent, 1977 schloss sich ein Gastaufenthalt in der Villa Romana, Florenz, an. Als Professor berief man Wiegand 1980 an die Fachhochschule Köln, wo er bis 1987 arbeitete. Gottfried Wiegand auf der Website der Galerie Splettstoesser, abgerufen am 15. Dezember 2014.

Gottfried Wiegand zeichnete mit Bleistift, Feder- und Pinsel, wobei er für Arbeiten mit dem Pinsel den Farbstoff Sepia bevorzugte. Er wählte kleine Bildformate, oft kreisrund und seine Motive sind häufig Personen.

Auszeichnungen 1977: Villa-Romana-Preis 1987: Karl Ernst Osthaus-Preis der Stadt Hagen 2001: Kunstpreis der Künstler, Große Kunstausstellung NRW Düsseldorf

Ausstellungen Gottfried Wiegands Werk wurde auf zahlreichen Ausstellungen, unter anderem als Mitglied der Neuen Gruppe im Münchner Haus der Kunsts., im Kunstverein Hannover, Osthaus Museum Hagen und Museum Abteiberg in Mönchengladbach gezeigt. Er wurde als Teilnehmer zur documenta 6 in Kassel eingeladen und war auf der Art Cologne vertreten.

Als ordentliches Mitglied des Deutschen Künstlerbundes beteiligte sich Wiegand zwischen 1953 und 1988 an insgesamt 22 DKB-Jahresausstellungen.Wiegand, Gottfried, in: Kunstreport. neunzehnhundertdrei neunzehnhundertfünfundneunzig. Der Deutsche Künstlerbund im Überblick, Bonn 1995. ISBN 3-929283-08-5. (S. 135)

Publikationen Gottfried Wiegand: Zeichnungen, Plastiken, Radierungen, Lineolschnitte. Verlag Kranenburg 1966. Ingrid Bachér, (Illustrator: Gottfried Wiegand), Gespenster sieht man nicht, Atlantis, Zürich/Freiburg i.Br., 1975, ISBN 3-7611-0471-5. Friedrich W. Heckmanns (Hrsg.): Querdurch. Zeichnungen von Gottfried Wiegand. Katalog zur Ausstellung Kunstmuseum Düsseldorf. Wienand, Köln ca. 1982, ISBN 3-87909118-8. Habsburger ABC. Zeichnungen nach der Portraitsammlung im Schloss Ambras bei Innsbruck. Edition Galerie Bloch, Innsbruck 1982. Katalin Burmeister u. a. (Hrsg.). Disegni. In Firenze nell’estate 1984. Zeichnungen. Entstanden in Florenz im Sommer 1984. Edizioni Salone Villa Romana, Florenz 1985. Gottfried Wiegand: 12 Malereien auf Papier. Capriccios. Mit einem Vorwort von Hans van der Grinten, Inter Art Galerie Reich, Köln 1995.

Weblinks Gottfried Wiegand bei artnet rp-online.de: Gottfried Wiegand gestorben (Nachruf) (abgerufen am 3. Dezember 2016)

Einzelnachweise

Kategorie:Zeichner (Deutschland) Kategorie:Hochschullehrer (Technische Hochschule Köln) Kategorie:Mitglied im Deutschen Künstlerbund Kategorie:Träger des Villa-Romana-Preises Kategorie:Bildender Künstler (Düsseldorf) Kategorie:Künstler (documenta) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1926 Kategorie:Gestorben 2005 Kategorie:Mann