Kay Mierendorff (* 3. Juni 1946 in Berlin; † 10. Oktober 2012 in Naples (Florida), Vereinigte Staaten) war ein West-Berliner Fluchthelfer.
Leben Mierendorff war ein Neffe des Politikers Carlo Mierendorff und lebte in Berlin-Steglitz. Er verhalf über 1000 DDR-Bürgern zur Flucht nach West-Berlin. Im Jahr 1982Sven Felix Kellerhoff: Mielkes mafiöse Methoden. In: Berliner Morgenpost, 31. Januar 2010. Abgerufen am 15. Dezember 2012. entging Mierendorff nur knapp dem Tod durch einen Sprengstoffanschlag des Ministeriums für Staatssicherheit. Durch diesen Briefbombenanschlag wurde er schwerverletzt: „Mierendorffs rechte Hand wurde halb zerfetzt, beide Trommelfelle waren zerstört (Hörverlust), das rechte Auge trat aus der Höhle, das Gesicht war mit Wunden übersät, Bauchdecke und Leber aufgerissen, der Darm verletzt und tiefe Einrisse in Oberarm und Brust.“ Er hatte mehrere Anschläge der Stasi vereitelt, aber danach wurde ihm „Deutschland zu heiß“ und er siedelte nach Florida über.Klaus Marxen, Annette Weinke: Inszenierungen des Rechts: Schauprozesse, Medienprozesse und Prozessfilme in der DDR. Berliner Wissenschafts-Verlag, 2006. Mierendorffs Frau starb an den Spätfolgen des Anschlags.Tomas Kittan: Der Fluchthelfer, der gnadenlos von der Stasi gejagt wurde. In: B.Z., 16. Oktober 2012. Abgerufen am 15. Dezember 2012.
Weblinks Hans-Gerd Pyka, Jürgen Weiske (Hg.): "Der Wels. Freiheit oder Diktatur", epubli, 31. August 2016 Ein Fluchthelfer – ein Mensch – ist nicht mehr Vereinigung 17. Juni 1953 e.V. Ingo von Münch: "Ich muss raus - aber wie?", Die Welt, 13. August 2001
Einzelnachweise
Kategorie:Fluchthelfer (deutsche Teilung) Kategorie:Person (Widerstand gegen die SED-Diktatur) Kategorie:Opfer der Diktatur in der DDR Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1946 Kategorie:Gestorben 2012 Kategorie:Mann