Ein Mikroantikörper ist ein Peptid, das von einem Antikörper oder von einem Phagendisplay abgeleitet wurde und an das gleiche Antigen bindet.N. A. Jackson, M. Levi, B. Wahren, N. J. Dimmock: Properties and mechanism of action of a 17 amino acid, V3 loop-specific microantibody that binds to and neutralizes human immunodeficiency virus type 1 virions. In: The Journal of general virology. Band 80 (Pt 1), Januar 1999, S. 225–236, . PMID 9934706.

Eigenschaften Mikroantikörper sind von der Antigen-bindenden Aminosäuresequenz eines Antikörpers abgeleitete oder aus einem Phagendisplay entstammende Peptide. Sie bestehen aus dem Teil der Aminosäuresequenz des Antikörpers, das an das Antigen bindet. Aufgrund der im Vergleich zu den Einzeldomänenantikörpern, scFv-Fragmenten, Fab-Fragmenten, F(ab)2-Fragmenten oder Antikörpern besitzen Mikroantikörper eine geringere Größe und Molmasse und werden daher leichter von Zellen aufgenommen, z. B. siebzehn Aminosäuren.C. J. Heap, Y. Wang, T. J. Pinheiro, S. A. Reading, K. R. Jennings, N. J. Dimmock: Analysis of a 17-amino acid residue, virus-neutralizing microantibody. In: The Journal of general virology. Band 86, Pt 6Juni 2005, S. 1791–1800, . . PMID 15914858.

Ein Mikroantikörper wurde entwickelt, um die Replikation von HIV in Zellkulturen zu hemmen, basierend auf der CDR-H3-Region des Antikörpers vom Typ IgG1 namens F58. Weitere Mikroantikörper wurden per Phagendisplay zur Bindung an den GCSF-Rezeptor, an die Proteinkinase Aurora-A oder an das Gangliosid GM1 entwickelt.D. Fujiwara, I. Fujii: Phage selection of peptide "microantibodies". In: Current protocols in chemical biology. Band 5, Nummer 3, 2013, S. 171–194, . . PMID 24391082.

Einzelnachweise

Kategorie:Krebsimmuntherapie