Gustav Müller (* 9. August 1919 in Köln; † 11. Mai 1980 in Berlin) war ein deutscher Schauspieler und Kabarettist.
Leben Gustav Müller wurde in Köln als Sohn eines Schauspielers und Regisseurs geboren. Hier besuchte er auch die Schule. Ab 1944 nahm er in Wien ein Schauspielstudium auf, welches er wegen seiner Einberufung zur Wehrmacht und der Kommandierung in ein „Fronttheater“ unterbrechen musste. Nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt er zusätzlich eine Gesangsausbildung und trat in mehreren Operettentheatern auf, bevor er seine Liebe zum Kabarett entdeckte. In der untenstehenden Liste ist eine fast vollständige Aufzählung seiner Engagements enthalten. Gustav Müller gehörte 1953 zu den Mitbegründern des Berliner Kabaretts Die Distel, dem er bis 1978 angehörte. Große Popularität erlangte er ab 1953 auch durch die Rundfunksendung Da lacht der Bär, die von 1955 bis 1965 auch im Deutschen Fernsehfunk ausgestrahlt wurde.Trialog vorm Pressefest. In: Berliner Zeitung, 16. September 1954, S. 4Gustav Müller. In: Berliner Zeitung, 4. August 1957, S. 3
Gustav Müller wurde auf dem Friedhof in Eichwalde bei Berlin beigesetzt.Todesanzeige in: Neues Deutschland, 17. Mai 1980, S. 8
Spielstätten Rheinische Märchenbühne, Köln Stadttheater, Homberg Brennessel, Köln Barberina, München Ulenspiegel, Hannover Seidenfaden, Krefeld Widerspiegel, Tourkabarett Kabarett der Komiker, Berlin Schachbrettl, Berlin Kabarett Kleine Bühne (Betriebskabarett), Berlin Kabarett-Theater Distel, Berlin
Filmografie 1954: Till Eulenspiegel und der Bäcker von Braunschweig (nur Stimme) 1955: Einmal ist keinmal 1957: Das Stacheltier: Fridericus Rex – Elfter Teil 1959: Ehesache Lorenz 1959: Reportage 57 1960: Ein ungewöhnlicher Tag 1960: Silvesterpunsch 1961: Das Stacheltier: Ein Pferd müßte man haben (Kurzfilm) 1962: Das verhexte Fischerdorf 1969: Seine Hoheit – Genosse Prinz
Theater 1953: Hurra, Humor ist eingeplant – Regie: Joachim Gürtner (Kabarett-Theater Distel, Berlin) 1954: Mensch, fahr richtig! – Regie:Joachim Gürtner (Kabarett-Theater Distel, Berlin) 1954: Wegen Renovierung geöffnet – Regie: Robert Trösch (Kabarett-Theater Distel, Berlin) 1955: Keine Ferien für den lieben Spott – Regie: Heinrich Fratzer (Kabarett-Theater Distel, Berlin) 1955: Himmel, Marsch und Wolkenbruch – Regie: Wolfgang E. Struck (Kabarett-Theater Distel, Berlin) 1955: Wer einmal in den Fettnapf tritt – Regie: Ernst Kahler (Kabarett-Theater Distel, Berlin) 1956: Wem die Jacke passt… – Regie: Distel-Kollektiv (Kabarett-Theater Distel, Berlin) 1956: Oh, du geliebtes Trauerspiel – Regie: Ernst Kahler (Kabarett-Theater Distel, Berlin) 1957: Wenn die kleinen Kinder schlafen – Regie: Joachim Gürtner/Erich Brehm (Kabarett-Theater Distel, Berlin) 1957: Wohin rollst du, Erdäpfelchen – Regie: Wolfgang E. Struck (Kabarett-Theater Distel, Berlin) 1958: Liebe und Raketenbasen – Regie: Ernst Kahler/Robert Trösch (Kabarett-Theater Distel) 1958: Blick zurück nach vorn – Regie: Wolfgang E. Struck (Kabarett-Theater Distel, Berlin) 1958: Kein Platz für milde Satire – Regie: Otto Tausig (Kabarett-Theater Distel, Berlin) 1965: Bis hierher und so weiter – und noch ein Stück weiter – Regie: Erich Brehm (Kabarett-Theater Distel, Berlin)
Hörspiele 1954: Alf Scorell/Kurt Zimmermann: Der Wundermann (Otto Schmitz) – Regie: Hans Busse (Hörspiel – Rundfunk der DDR)
Auszeichnungen 1961: Kunstpreis der DDR 1961: Nationalpreis der DDR III. Klasse für Kunst und Literatur (im Kollektiv) 1974: 1. Preis des II. Interpretenwettbewerbs der DDR (im Kollektiv)
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
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