Die Liste der Brücken über die Untere Havel-Wasserstraße, amtliches Kürzel UHW, führt vorhandene und ehemalige Brücken über die Untere Havel-Wasserstraße auf. Die gut 148 Kilometer lange Bundeswasserstraße liegt in den deutschen Bundesländern Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt.
Aufbau der Brückenlisten Aufgenommen sind nur die in den Quellen (Literatur und Weblinks) dokumentierten Brücken. Mit einbezogen wurden auch Brücken über Nebenwasserstraßen bzw. Nebengewässer, die aber rechtlich zur UHWBinnenschifffahrtsstraßen-Ordnung Kapitel 22 Untere Havel-Wasserstraße und Havelkanal § 22.01 Anwendungsbereich. gesetze-im-internet.de; abgerufen am 26. Februar 2015 gehören bzw. der besseren Erläuterung dienen. Die Nummerierung (Spalte 1) und Kilometrierung (Spalte 2) erfolgt auf dem Hauptgewässer UHW von der Spreemündung in Berlin-Spandau am Beginn der Spree-Oder-Wasserstraße und endet mit dem Erreichen der Elbe bei Havelberg. Die Nummerierung und Kilometrierung folgt den Angaben der Schifffahrtskarten. Ehemalige bzw. nicht nummerierte Brücken sind unter dem Großbuchstaben X gelistet. In der Spalte 3 sind die meisten Brücken im Bild dokumentiert. Die Spalte 4 enthält die Brückennamen, wobei namenlose Brücken in Klammern und ehemalige Brücken kursiv gesetzt sind. Darunter sind die Orte beziehungsweise Ortsteile angegeben, in denen oder in deren Nähe sie sich befinden. In der Textspalte „Anmerkungen“ werden, falls bekannt, in Kurzform Hinweise zu den Brücken gegeben. Die sechste und letzte Spalte verlinkt die Koordinaten der Bauwerke.
Die Brücken
Havel von der Spreemündung bis Pichelsdorfer Gmünd Nummer km Fotografie Name der Brücke / Ort Anmerkungen Lage 1 0,09 150px 150px|Die Charlottenbrücke im Jahr 2009 Charlottenbrücke Spandau Die stählerne Stabbogenbrücke führt den Straßenzug Charlotten-/Stresowstraße über die Havel. Sie wurde zwischen 1926 und 1929 erbaut und ersetzte die mehrteilige Bogenbrücke aus dem Jahr 1886 (oberes Bild).15. Mai (Jahr 1886: feierliche Einweihung der Charlottenbrücke). In: Tagesfakten des Luisenstädtischen Bildungsvereins (beim DHM), abgerufen am 26. Februar 2015. Weitere Bilder bei Commons 2 0,40 150px Havelbrücke Spandau Die Eisenbahnbrücke wurde beim Bau des Bahnhofs Berlin-Spandau und beim Ausbau der Schnellfahrstrecke Hannover–Berlin 1998 nach einem Entwurf von Schlaich Bergermann und Partner als Gevoutete BalkenbrückenDie Havelbrücke. structurae.de; abgerufen am 1. März 2015. errichtet und ersetzte die vorherige Fachwerkbrücke der Berlin-Hamburger Bahn. 3 0,50 150px Dischingerbrücke Spandau Die Dischingerbrücke führt über die Havel in Berlin-Spandau. Gebaut wurde sie 1956 und benannt nach Franz Dischinger. 4 1,50 150px Schulenburgbrücke Wilhelmstadt Die Schulenburgbrücke ist eine stählerne Fachwerk-Bogenbrücke über die Havel im Bezirk Spandau. Sie verbindet die Schulenburgstraße und Weißenburger Straße. Die denkmalgeschützte Brücke wurde zwischen 1907 und 1909 erbaut., abgerufen am 26. Februar 2015 5 2,95 150px 150px|Behelfsbrücke November 2014 Freybrücke Wilhelmstadt Die alte Freybrücke war eine Stahl-Bogenbrücke über die 60 Meter breite Havel und den Havelseenweg im Ortsteil Wilhelmstadt. Die denkmalgeschützte, abgerufen am 26. Februar 2015 Brücke aus den Jahren 1908/1909 ist Teil der Heerstraße (Bundesstraße 2/5) und verbindet Pichelsdorf mit dem Pichelswerder. Die bisherige Brücke wurde abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt.Brücke bekam Dämpfer verpasst: Freybrücke hat wieder fünf Spuren. In: Spandauer Volksblatt. 5. Januar 2018. Siehe Hauptartikel: Freybrücke
Potsdamer Havel Die Untere Havel-Wasserstraße teilt sich am Kilometer 16,31. Die Potsdamer Havel beginnt am Südende des Jungfernsees an der Glienicker Brücke mit dem Kilometer 28,61. Sie gehört rechtlich zur UHW. Über die Potsdamer Havel und deren Seitengewässer führen insgesamt 20 Brücken.
Sacrow-Paretzer Kanal Der Sacrow-Paretzer Kanal beginnt bei km 20,11 der UHW und verbindet die Havel an der Stadtgrenze von Berlin/Potsdam (Jungfernsee) mit der Havel östlich von Ketzin. Bei km 32,59 endet der Kanal am Göttinsee bei Paretz und erreicht dort wieder die Havel. Über den Kanal führen vier Brücken. Zusätzlich wird die Nedlitzer Nordbrücke über einen alten Verbindungsarm des Jungfernsees zum Weißen See erwähnt. In der Zeit von 1876 bis 1903 musste die Schifffahrt diese alte Fahrt mit der Nedlitzer Nordbrücke nutzen.
Nummer km Fotografie Name der Brücke / Ort Anmerkungen Lage 6 20,34 150px|Alte Nedlitzer Südbrücke (2009)150px|Die Neue Nedlitzer Südbrücke (2016) Nedlitzer Südbrücke, auch Friedensbrücke genannt Neu Fahrland / Potsdam Das obere Bild zeigt die stählerne Fachwerkbrücke, erbaut in der Nachkriegszeit, das untere Bild die alte und die etwas nach Westen versetzte auf neuer Trasse gebaute neue Brücke kurz vor der Verkehrsfreigabe und dem Abrissbeginn der alten Brücke. Über die Brücke führt die Bundesstraße 2, TschudistraßeKlaus Arlt: Die Straßennamen der Stadt Potsdam Geschichte und Bedeutung Verein für Kultur und Geschichte Potsdams Seite 105 / Nedlitzer Straße. X 20,80 150px|Nedlitzer Brücke um 1790 150px|Nedlitzer Nordbrücke etwa zwischen 1928 und 1944 Alte Brücke (um 1790)
Nedlitzer Nordbrücke, (ehemals Persiusbrücke ca. 1930er) Neu Fahrland / Potsdam Eine erste hölzerne Brücke wurde 1682 auf der wichtigen Straße nach der Stadt Spandau erbaut. Davor befand sich an dieser Stelle eine Fähre mit dem Fährgut Nadolice (Nedlitz). Bildlich dargestellt wird diese Holzbrücke mit Zollhaus um 1790 das erste Mal. Die darauf folgende massive Nordbrücke war eine Bogenbrücke, die in den Jahren 1853/54 über den alten Havelarm zwischen dem Lehnitzsee und dem Weißen See erbaut wurde. Die Brücke wurde 2001, obwohl denkmalgeschützt, abgerissen. Die neue Brücke entstand 2002/03 als zweistegige Plattenbalkenbrücke. Die Gesamtlänge beträgt 52 Meter. Über die Brücke führt die Bundesstraße 2 als Tschudistraße.Die Brücke. structurae.de/bauwerke; abgerufen am 26. Februar 2015 7 25,46 150px|Straßenbrücke Marquardt B 273 (2007) 150px|Fortschritt der Bauarbeiten an der Behelfsbrücke am 2. September 2013 Straßenbrücke Marquardt wsv.de; abgerufen am 26. Februar 2015 Potsdam Die Bundesstraße 273 quert den Sacrow-Paretzer Kanal, führt östlich am Potsdamer Ortsteil Marquardt vorbei und danach über den Berliner Eisenbahn-Außenring. Das obere Bild zeigt die Brücke aus den 1960ern. Die 1965/66 erbaute Spannbetonbrücke entstand nach dem sogenannten Ortbeton-Freivorbau als zweizelliger Hohlkasten. Der Durchlaufträger hatte die Stützweiten von 20 m/60 m/20 m mit einer oberen Nutzbreite von 11 Meter.Wolfgang Verch: 35 Jahre Planung und Ausführung von Spannbetonbrücken in der DDR. Wissenschaftliche Zeitschrift der Technischen Universität Dresden 47 (1998) Heft 5/6, Seiten 24 bis 35 Sie wurde inzwischen abgerissen. Das untere Bild zeigt die temporäre Behelfsbrücke. Eine neue Stabbogenbrücke aus Stahl mit einer Verbundplatte ist zurzeit (Frühjahr 2016) im Rahmen des Verkehrsprojekte Deutsche Einheit im Bau. Eine Einweihung der Brücke wurde bisher mehrfach verschoben. Die neue Brücke erhielt zusätzlich einen einseitig angeordneten Geh- und Radweg. Wasserstraßen-Neubauamt Berlin; abgerufen am 26. Februar 2015. 8 25,90 150px|Eisenbahnbrücke bei Marquardt zwischen 1928 und 1944 150px|Eisenbahnbrücke bei Marquardt Eisenbahnbrücke Marquardt Marquardt (Potsdam) Über die Eisenbahnbrücke Marquardt führt der Berliner Außenring zwischen den Bahnhöfen Marquardt und Bornim 9 28,48 150px|Autobahnbrücke (BAB 10) über den Sacrow-Paretzer-Kanal bei Uetz. 150px|Autobahnbrücke (BAB 10) über den Sacrow-Paretzer-Kanal bei Uetz. Autobahnbrücke Uetz, BAB 10 Uetz-Paaren Potsdam Mit dem Bau der Autobahn rund um Berlin Ende der 1920er Jahre entstand ein Stahlfachwerkbrücke über den Kanal. Sie wurde am Ende des Zweiten Weltkrieges gesprengt und in der Nachkriegszeit durch eine Holzbrücke mit Stahlträgern ersetzt. Bis Mitte der 1980er Jahre befanden sich im Kanalbett Holzpfeiler die eine Behinderung der Schifffahrt auf dieser viel befahrenen Wasserstraße darstellten. Die Mitte der 1980er Jahre erbaute Stahlbrücke führt die Bundesautobahn 10, westlicher Berliner Ring, über den Kanal. Bei Ausbauarbeiten des Kanals im Frühjahr 2015 wurden große Teile der zerstörten Brücke am Grund des Gewässers gefunden und geborgen.Märkische Allgemeine Zeitung, Potsdamer Tageszeitung Dienstag, 3. März 2015, Seite 7
Havelkanal Der Havelkanal (HvK) ist eine Bundeswasserstraße, Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes, abgerufen am 26. Februar 2015. im Bundesland Brandenburg und beginnt bei km 0,41 zwischen Nieder Neuendorf und Hennigsdorf an der Havel (km 10,30 der Havel-Oder-Wasserstraße) und endet bei km 34,59 bei Paretz in der Nähe von Ketzin wiederum an der Havel (km 32,27 der Unteren Havel-Wasserstraße).
Stadtgebiet Brandenburg an der Havel Die Havel als Teil der UHW fließt durch das Stadtgebiet von Brandenburg an der Havel und zerteilt sich in verschiedene Arme und Nebengewässer. In den Jahrhunderten wurden zahlreiche Brücken über diese Gewässer gebaut. Dämme und Brücken verbinden die historischen Stadtkerne. Im Oberwasser der Vorstadtschleuse Brandenburg zweigt die Stadthavel mit dem Stadtkanal ab:
Brandenburger Stadtkanal Der Brandenburger Stadtkanal (BrK) einschließlich der Brandenburger Stadthavel gehört zu einem alten, etwa 4,3 Kilometer langen Havelarm im Stadtgebiet. Er zweigt am Kilometer 54,30 des Hauptfahrwassers UHW nach Südwesten und später nach Westen ab und trifft unterhalb der Luckenberger Brücke auf die Brandenburger Niederhavel. Unmittelbar westlich neben der Steintorbrücke am Kilometer 57,95 befindet sich die Stadtschleuse Brandenburg. Über den Stadtkanal führen fünf Brücken. Dieser Havelarm wird aufgrund der niedrigen Brücken und der geringen Schleusenabmessungen nur von kleineren Sportbooten genutzt. Bei Mittelwasser am Oberpegel der Vorstadtschleuse Brandenburg beträgt die maximale Durchfahrtshöhe der Steintorbrücke nur 2,80 Meter.
Nummer km Fotografie Name der Brücke / Ort Anmerkungen Lage 1 57,11 150px|Die St.-Annen-Brücke St.-Annen-Brücke Brandenburg an der Havel Die Straßenbrücke verbindet die Potsdamer Straße mit der St.-Annen-Straße über den Stadtkanal. 2 57,42 150px|Fußgängerbrücke (Fußgängerbrücke Stadtkanal) Brandenburg an der Havel Fußgängerbrücke von der Kirchhofstraße zur Sankt-Annen-Promenade über den Stadtkanal. 3 57,82 150px|Steintorbrücke Steintorbrücke Brandenburg an der Havel Die Brücke verbindet die Steinstraße mit der Jacobstraße, der historischen Ausfallstraße nach Südwesten der Brandenburger Neustadt. Diese mittelalterliche Heerstraße führte über Ziesar nach Magdeburg. Unmittelbar an der Brücke steht der Steintorturm. 4 58,36 150px|Die Kanalbrücke Kanalbrücke Brandenburg an der Havel Die erste Brücke über den Kanal an dieser Stelle wurde 1890–91 im Zuge des Baus der Bauhofstraße und der Neuendorfer Vorstadt errichtet. 1927–28 wurde die Brücke erneuert. Die heutige Balkenbrücke aus Beton führt die Bauhofstraße über den Stadtkanal.Die Kanalbrücke auf der Stadtseite Brandenburg an der Havel, abgerufen am 26. Februar 2015 5 58,48 150px|Fußgängerbrücke vor der Einmündung des Stadtkanals in die Havel (Fußgängerbrücke Stadtkanal) Brandenburg an der Havel Die neue Fußgängerbrücke wurde im Rahmen der Vorbereitungen zur Bundesgartenschau 2015 gebaut und verbindet das Heinrich-Heine-Ufer mit den neuen Parkplätzen am Wiesenweg.
Oberwasser Schleuse Brandenburg Nummer km Fotografie Name der Brücke / Ort Anmerkungen Lage 10 55,40 150px Schleusenbrücke Brandenburg Brandenburg an der Havel Die Straßenbrücke führt die Krakauer Landstraße (L 91) über die Wasserstraße und das Oberhaupt der Schleuse Brandenburg. Sie ist eine Balkenbrücke aus Stahlbeton mit säulenartigen Mittelpfeilern auf der Spitze des Mitteldamms der Schleuse.
Im Unterwasser der Schleuse Brandenburg teilt sich die Wasserstraße in die Beetzsee-Riewendsee-Wasserstraße und die Brandenburger Niederhavel: