Herbert Hauck (* 17. März 1931 in Weißenfels; † 28. November 2014 in Essen-Werden) war ein deutscher Dramaturg, Regisseur und Theaterintendant.

Leben Hauck wurde als Sohn von Pauline Bauer und Alfred Hauck in Weißenfels geboren. Verheiratet war er zunächst mit Maria Hildegard Hauck und dann mit Ursula Wehner.

Herbert Hauck war zunächst als Dramaturg und Regisseur aktiv. In Aachen inszenierte er 1970 beispielsweise Carl Sternheims Komödie Bürger Schippel.Aachener Volkszeitung (Nr. 80), 8. April 1970 1974–1978 war er an den Städtischen Bühnen in Essen engagiert.

Seit 1979 und bis 1996 war Hauck künstlerischer Leiter bzw. Intendant des Westfälischen Landestheaters (WLT) in Castrop-Rauxel. Er bewirkte in seiner fast zwanzig Jahre währenden Tätigkeit für das WLT Wesentliches für die Aktivitäten und den Fortbestand des Theaters. Das zeigte sich besonders auch beim Kinder- und Jugendtheater, das in seiner Zeit besondere Anerkennung im deutschen Sprachraum fand.

Hauck beabsichtigte, das WLT als ein wesentliches „Kulturzentrum“ im Ruhrgebiet zu etablieren. Zu den meistgespielten Inszenierungen seiner Direktionszeit zählten etwa Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny nach Bertolt Brecht und Kurt Weill, Max Frischs Andorra, Heinrich Manns Der Untertan sowie Hans Falladas Revue Jeder stirbt für sich allein.

Hauck war auch kulturpolitisch aktiv und einflussreich, etwa im Deutschen Bühnenverein als Vorsitzender der Landesbühnengruppe, im Präsidium des Deutschen Bühnenvereins sowie als einer der Gründerväter des gemeinsamen Büros der vier Landestheater in Nordrhein-Westfalen.

Nach seinem Engagement als Intendant des WLT lebte er in La Palma.

Ehrungen Hauck wurde am 6. November 1997 mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet.

Weblinks Herbert Hauck in der DNB Intendant gestorben – Westfälisches Landestheater trauert um Herbert Hauck in: Ruhr Nachrichten Nachruf auf Nachtkritik.de

Veröffentlichungen Herbert Hauck: Theater in Essen 1974–1978. Eine Dokumentation. Fotorückschau auf die Spielzeiten 1974–1978. Wuppertal 1978.

Einzelnachweise

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