Le Miroir [] ist eine französische Gemeinde in der Region Bourgogne-Franche-Comté im Département Saône-et-Loire. Sie gehört zum Arrondissement Louhans, zum Kanton Cuiseaux und zum Gemeindeverband Bresse Louhannaise Intercom’. Die Gemeinde hat Einwohner (Stand ), sie werden Miroissiens, resp. Miroisiennes genannt, nachdem sie sich 2019 in einer Befragung für diese Bezeichnung entschieden.

Geografie mini|links|Lage der Gemeinde im Arrondissement Louhans

Le Miroir liegt an der Departementsstraße D972Departementsstraße D972 auf routes.wikia.com, französisch, abgerufen am 31. Dezember 2015. (Bruailles–Cuiseaux), einer alten Römerstraße, und stößt mit seiner östlichen Gemeindegrenze an das Département Jura. Die Autobahn A39Autobahn A39 auf routes.wikia.com, französisch, abgerufen am 31. Dezember 2015. zieht sich in nord-südlicher Richtung durch das westliche Gemeindegebiet.

Die nördliche Gemeindegrenze bildet das Flüsschen Rivière BacotRivière Bacot, Länge 9,7 km, Zufluss zur Vallière, Quelle bei in Beaufort auf ca. 209 m (als Le Vernois de la Loge), Mündung bei in Sagy auf ca. 183 m, Rivière Bacot auf sandre.eaufrance.fr, das den Ruisseau du CireyRuisseau du Cirey, Länge 4,9 km, Zufluss zu Rivière Bacot, Quelle bei in Cuisia auf ca. 238 m, Mündung bei in Flacey-en-Bresse auf ca. 189 m, Ruisseau du Cirey auf sandre.eaufrance.fr aufnimmt, der die Ostgrenze der Gemeinde bildet. Im Süden entwässert die GiziaLa Gizia, Länge 16,9 km, Zufluss zum Solnan, Quelle bei in Gizia auf ca. 279 m, Mündung bei in Frontenaud auf ca. 184 m, La Gizia auf sandre.eaufrance.fr das Gemeindegebiet. Sie nimmt den Ruisseau du BreuilRuisseau du Breuil, Länge 9,8 km, Zufluss zu La Gizia, Quelle bei in Champagnat auf ca. 316 m, Mündung bei in Le Miroir auf ca. 192 m, Ruisseau du Breuil auf sandre.eaufrance.fr auf, in den wiederum der Ruisseau des FrontenellesRuisseau des Frontenelles, Länge 4,1 km, Zufluss zum Ruisseau du Breuil, Quelle bei in Cuiseaux auf ca. 241 m, Mündung bei in Cuiseaux auf ca. 193 m, Ruisseau des Frontenelles auf sandre.eaufrance.fr im äußersten Südosten mündet. Schließlich bildet noch La DourlandeLa Dourlande, Länge 13,7 km, Zufluss zu La Gizia, Quelle bei in Balanod auf ca. 248 m, Mündung bei in Frontenaud auf ca. 184 m, La Dourlande auf sandre.eaufrance.fr einen Teil der südwestlichen Gemeindegrenze. Etliche Biefs durchziehen die Gemeinde zur Entwässerung der Étangs und des Jurafusses.

Zur Gemeinde gehören folgende Weiler und Fluren: l’Abbaye, Beffoux, les Bois, les Brenots, la Chagne, le Champ-du-Villard, les Champs-Fégots, le Champ-Tardif, les Chavannes, la Colombière, les Communes, les Courbes, Crotenot, l’Etang-Niat, Flériat, la Fouilly, les Fromentières, les Gambards, Grandes-Maltières, les Grands-Taillets, Grange-Berthe, Grange-du-Bois, la Grange-Maigre, les Gravières, l’Hôtellerie, les Marais, les Marandin, Meix-Malarée, Meix-Sillon, Messaviange, les Moissonniers, le Moulin, Moulin-du-Villard, le Patier, les Petits-Taillets, la Pétralière, les Putets, la Relasse, la Renaudière, le Truchet, Tuilerie-du-Miroir, Tuilerie-du-Villard, les Tupins, le Vernay, la Verrière, le Villard, la Villeneuve.

Klima Das Klima in Le Miroir ist warm und gemäßigt. Es gibt das ganze Jahr über deutliche Niederschläge, selbst der trockenste Monat weist noch hohe Niederschlagsmengen auf. Die Klassifikation des Klimas nach Köppen und Geiger ist Cfb ((Gemäßigtes) Ozeanklima). Die Temperatur liegt im Jahresdurchschnitt bei 11,7 °C. Der wärmste Monat ist der Juli mit einer Durchschnittstemperatur von 20,7 °C, der kälteste der Januar mit 3,1 °C. Über ein Jahr verteilt summieren sich die Niederschläge auf 1042 mm, dabei ist der November mit 119 mm der niederschlagsreichste, während Juli als trockenster Monat 62 mm aufweist. Über das ganze Jahr werden etwa 2826 Sonnenstunden gezählt.

Toponymie Der Ort taucht erstmals um 1131 auf, im Zusammenhang mit der Gründung des Klosters Miroir, als Abbatis quae Miratorium dicitur… (deutsch: Das Kloster, welches „das zu Bewundernde“ genannt wird). Erst später entstand die heutige Gemeinde, die den Klosternamen weiterleben ließ.

Geschichte Humbert de Coligny schenkte 1131 Grund und Wald für die Gründung des Klosters, zusammen mit weiteren Ländereien in Gizia, wo die Klosterbrüder einen Weinberg anlegten. Der Stifter ist in der Kirche beigesetzt, so wie weitere Wohltäter des Klosters. Das Gemeindegebiet lag im Bereich der Kastellanei von Sagy und das Kloster musste jährlich 10 Pfund Wachs abliefern, als Entgelt für den Schutz, den es erhielt.

Das Kloster Le Miroir war sehr wohlhabend, wurde jedoch durch die Religionskriege arg in Mitleidenschaft gezogen. Am Ende des Ancien Régime war es lediglich noch ein Priorat, konnte jedoch seine Gerichtsbarkeiten und herrschaftlichen Rechte behalten. Dom Fortuné Bouchard war der letzte Prior, im Kloster waren nur noch wenige Mönche, die sich damit verweilten, einen stark geschmälerten Zehnten einzutreiben. Küche und Keller schienen gut unterhalten gewesen zu sein, bedeutend besser jedenfalls, als die Bibliothek mit ihren verstaubten Folianten.Lucien Guillemaut, Armoiries et familles nobles de la Bresse louhannaise, Seite 149ff., französisch Während der Revolution wurde das Kloster nahezu vollständig zerstört, heute besteht lediglich noch die Kirche, deren Schiff um einen Drittel verkürzt wurde.

Bei der Neuordnung der Départements 1790 wurde vergessen, die Weiler Beffoux und Crotenots dem Département Saône-et-Loire zuzuschlagen, da sie zur Pfarrei Cuisia im Jura gehörten. Erst im Jahr V des Revolutionskalenders (1796/1797) wurden sie der Gemeinde Le Miroir zugeschlagen.

Heraldik

Die Gemeinde benutzt ein neuzeitliches Wappen, das durch den Conseil municipal des jeunes entworfen wurde. Der Entwurf wurde überarbeitet und an die historische Wappengestaltung angeglichen. Das Wappen weist einen Jochschnitt auf mit geteiltem Schildhaupt. Im Feld 1: auf grün ein abgewendeter schreitender Hahn, im Feld 2: auf Gold ein steigender Hermelinlöwe, Feld 3: auf Blau zwei Fische gegeneinander schwimmend.

Was die Jungen damit ausdrücken wollten, formulieren sie wie folgt: Man findet also den Hahn auf grünem Hintergrund, um an die Geflügelzucht von Le Miroir zu erinnern, die Weizenähren, um die Ländlichkeit der Gemeinde auszudrücken, den Löwen der Bourgogne Louhannaise und die beiden Fische auf blauem Hintergrund, um die fischreichen Flüsse zu symbolisieren, die durch das Dorf fließen.Originalbeschreibung des Wappenentwurfes: On y trouve donc le Coq sur fond vert, pour rappeler la vocation avicole du Miroir, les Épis de Blé pour confirmer la ruralité de la commune, le Lion de la Bourgogne Louhannaise et les deux Poissons sur fond bleu pour symboliser les Rivières poissonneuses qui traversent le Village.

Bevölkerung mini|Ehemalige Klosterkirche Notre-Dame in Le Miroir

+ Bevölkerungs- und Wohnstruktur Bevölkerungsstruktur Anzahl Einwohner männlich weiblich davon Ausländer Anteil %593299294152,5

Die Bevölkerungsstruktur zwischen Männern und Frauen ist ausgeglichen, wobei 48 % der Bevölkerung jünger als 45 Jahre sind. Die Gruppe der unter 15-Jährigen macht 19 % der Bevölkerung aus. Demgegenüber sind 32 % der Einwohner älter als 60 Jahre und damit im Rentenalter. Diese Struktur dürfte auf die Tatsache zurückzuführen sein, dass seit 1999 dank einer regen Bautätigkeit die Wohneinheiten um 23 % zugenommen haben. Dadurch dürfte ein starker Zuzug von jungen Familien mit Kindern erfolgt sein. Wohnstruktur Anzahl Wohneinheiten davon Häuser Wohnungen Sonstige Zu-/Abnahme seit 199930829981+23,2 % = 58 WE davon Hauptwohnsitz 258Zweit- oder Ferienwohnsitz27vakant23

Wirtschaft und Infrastruktur Unternehmen, Betriebe, Ladengeschäfte und Einrichtungen

In der Gemeinde befinden sich nebst Mairie und Kirche folgende Unternehmen nach Branchen: +Wirtschaftlich aktive Betriebe in der Gemeinde nach Branchen (31.12.2023) Branche Anzahl BetriebeIndustrie und verarbeitendes Gewerbe6Baugewerbe4Groß- und Einzelhandel, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie10Information und KommunikationFinanz- und Versicherungsdienstleistungen1Grundstücks- und Wohnungswesen3Freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen7Öffentliche Verwaltung, Unterricht, Gesundheits- und Sozialwesen4Sonstige Dienstleistungen8Land- und Forstwirtschaftsbetriebe6 In der Gemeinde befinden sich ein Coiffeursalon, zwei Autogaragen, eine Tankstelle, ein Bauhandwerker, zwei Schreinerei/Zimmereibetriebe. Im Ort gibt es einen Pétanqueplatz, eine Turn- und Sporthalle, und einen Campingplatz. Mit den Gütern des täglichen Bedarfs versorgen sich die Einwohner in Cousance oder in Saint-Amour.

Geschützte Produkte in der Gemeinde Als AOC-Produkte sind in Le Miroir Crème et beurre de Bresse zugelassen, ferner Volaille de Bresse und Dinde de Bresse.

Bildungseinrichtungen In der Gemeinde besteht eine École primaire (École maternelle und École élémentaire), die der Académie de Dijon untersteht und von 66 Schülern in drei Klassen besucht wird (Schuljahr 2024–2025). Für die Schule gilt der Ferienplan der Zone A.

Öffentlicher Verkehr Es besteht keinerlei Anbindung an den Öffentlichen Verkehr in der Gemeinde.

Kultur und Sehenswürdigkeiten Kirche des ehemaligen Klosters MiroirArtikel im Journal de Saône-et-Loire vom 10. Juni 2012, französisch, abgerufen am 10. Dezember 2014.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ort in Bourgogne-Franche-Comté