mini|Granatpatrone 75 × 640 mm R mini|hochkant|Schnittzeichnung 7,5-cm-PzGr. 391. Bodenzünder 5103, 2. Leuchtspursatz, 3. Führungsband (hinten), 4. Sprengstofffüllung (desensibilisiert/träge), 5. Eisenkörper (Penetrator), 6. Weicheisenkappe, 7. ballistische Haube Die 7,5-cm-KwK 42 war eine Kampfwagenkanone (kurz: KwK), die mit der Kaliberlänge L/70 als Hauptbewaffnung/Turmkanone im mittleren Panzerkampfwagen V „Panther“ eingebaut wurde, aber auch im Panzer IV/70 unter der Bezeichnung 7,5-cm-PaK 42 L/70 (frühere 7,5-cm-Stu.K. 42 L/70) baugleich als Panzerjagdkanone ab 1942 im Zweiten Weltkrieg zum Einsatz kam.

Geschichte und Einsatz Wurde die Kampfwagenkanone eines Kampfpanzers oder sonstigen gepanzerten Gefechtsfahrzeugs in einen Jagdpanzer eingebaut, so wurde für den speziellen Einsatzzweck die Typenbezeichnung Panzerabwehrkanone verwendet. Im Fall der 7,5-cm-KwK 42 wechselte die Bezeichnung des ansonsten baugleichen Waffensystems auf 7,5-cm-PaK 42.

Die Kanone hatte einen elektrischen Abfeuermechanismus. Anstelle eines mechanisch ausgelösten Schlagbolzens trat ein elektrischer Zündmechanismus. Der Kanonen-Verschluss arbeitete halbautomatisch, wobei nach dem Abfeuern der Granate und vollständigem Rohrrücklauf die leere Kartusche automatisch ausgeworfen wurde, der Verschluss selbst aber offen – und damit aufnahmebereit für die nächste Granatpatrone – blieb. Nach dem Einlegen oder Nachladen der nächsten Granatpatrone verriegelte der Verschluss automatisch und die Kanone war erneut feuerbereit.

Besonderheiten Kommandanten-Zielgerät: Turmzielfernrohr (binokular) TZF 12 oder 12a (Panther), Sfl.ZF 1a (Panzer IV/70 (A) und (V) Gewicht (mit Mündungsbremse und Verschluss): 1.000 kg Verschluss: Halbautomatischer Fallblock-Keilverschluss. Rohrrücklauf: 400 bis 430 mm Kartuschenpatrone: 75 × 640 mm R(andkartusche)

Munitionsarten Anstatt der bisher verwendeten 75 mm Panzergranaten wurden für diese Kanone nur noch drei Granattypen mit der 75 × 640 mm Randkartusche verwendet.

Panzergranate 39/42 – Panzergranatpatrone 1939 / für 7,5-cm-KwK 42 L/70, mit Panzergranate panzerbrechend, mit Kappe und ballistischer Haube – Projektil hochexplosiv Panzergranate 40/42 (Hk) – Panzergranatpatrone 1940 / für 7,5-cm-KwK 42 L/70, mit Panzergranate (Wuchtgeschoss, Hartkernmunition oder Hartkerngeschoss (mit Wolfram-Kern)) SprGr. 42 – Granat-Patrone mit Sprenggranate für 7,5-cm-KwK 42 L/70

Mittlere Durchschlagskraft gegen homogene, gewalzte Panzerstahlplatten bei einem Auftreffwinkel von 30° zur Vertikalen des Panzerfahrzeugs.

+ verschiedene Munitionsart und Durchschlagskraft Typ Munition(Projektil) Projektil Sprengstoff-füllung Granatpatrone Gesamtlänge Mündungs-geschwindigkeit() Durchschlagskraft nach … 100 m 500 m 1000 m 1500 m 2000 m PzGr. 39/42 7,200 kg 18 g RDX träge 14,300 kg 893,2 mm 935 m/s 138 mm 124 mm 111 mm 99 mm 89 mm PzGr. 40/42 4,750 kg 11,550 kg 875,2 mm 1.120 m/s 194 mm 174 mm 149 mm 127 mm 106 mm SprGr. 42 5,740 kg 11,140 kg 929,2 mm 700 m/s – – – – –

Trägerplattformen Jagdpanzer: Panzer IV/70, mit leicht modifizierter Kanone (auch Panzerjägerkanone - Pak) mittlerer Panzer: Panzerkampfwagen V „Panther“ (Sd.Kfz. 171) Panzerkampfwagen V Panther Ausf. F, mit verkleinerter bzw. modifizierten 7,5-cm-KwK 44/1 L/70.

Siehe auch Liste der Sonderkraftfahrzeuge der Wehrmacht Liste von Kettenfahrzeugen der Wehrmacht

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Geschütz Kaliber 50 mm bis 100 mm Kategorie:Kampfwagenkanone (Wehrmacht) Kategorie:Rheinmetall