mini|hochkant|Hanna Leybrand (2014)
Hanna Leybrand (* 15. Juli 1945 in Passau; † 25. Mai 2017 in Heidelberg) war eine deutsche Schriftstellerin, Rezitatorin und Opernsoubrette.Hanna Leybrand. In: Kürschners Deutscher Literatur-Kalender 2016/2017. Band II: P-Z. Walter De Gruyter, 2016, ISBN 978-3-11-045397-3, S. 602.
Leben Leybrand studierte nach dem Besuch des humanistischen Gymnasiums Leopoldinum in ihrer Heimatstadt an der Universität Heidelberg Romanistik, Latinistik und Philosophie. Stadtbücherei Heidelberg In Heidelberg und Mannheim ließ sie sich im Gesangsfach ausbilden. Nach zahlreichen Veröffentlichungen in Tageszeitungen, Zeitschriften und Anthologien erschien 2003 ihr erster Gedichtband im Manutius Verlag Heidelberg. Leybrand war Kuratorin für Literatur der Kulturstiftung Rhein-Neckarkreis.
Werk Leybrands Gedichte leben von der Musikalität ihrer Sprache Walter Hinck: Liebe ist Trumpf FAZ vom 20. Februar 2008 Hans-Peter Ecker: Rez. Schafft die Träume ab, in: Dt. Bücher 33 (2003), S. 211–217. und der Variation der Sprechformen und Pointen. Bereits die Genreangabe des ersten Bands „Gedichte nicht nur von der Liebe“ gibt ein Arbeitsmotto ihres weiteren literarischen Werks vor. Vgl. Ralf Georg Czapla: Leybrand, Hanna, in: Killy Literaturlexikon. Autoren und Werke des deutschsprachigen Kulturraums, 2. Aufl., Berlin/New York 2010, Bd. 7, Sp. 391 Durch intertextuelle Anspielungen und Reminiszenzen, auch Parodien und Kontrafakturen entstehen vielschichtige Bedeutungsebenen. Neben einigen deutschsprachigen Lyrikerinnen (wie Ingeborg Bachmann) wurde Hanna Leybrand bewegt und teilweise auch beeinflusst von großen Poeten der Romania (darunter Rafael Alberti).
Nicht sicher Es ist nicht sicher Bruder dass wir uns finden die wir uns suchen dass wir uns sehen wenn wir uns begegnen dass wir uns erkennen wenn wir uns lieben dass wir uns wiedererkennen anderntags Hanna Leybrand: Nicht sicher, in: Schafft die Träume ab, Heidelberg 2003
Während die frühen Erzählungen pointierte literarische Miniaturen, aber auch schon weitläufigere Erzähltexte präsentieren, tendieren zum Beispiel das jüngere Werk Sebastian aus dem Buch Das Nest oder der erotische Doppelroman Tigerküsse zur komplexen narrativen Großform. Vgl. Karin Tebben: Rez. Tigerküsse, in: Rhein-Neckar-Zeitung 15./16. November 2014 Charakteristisch für Leybrand sind genaue Landschaftsschilderungen, eindringliche Alltagsbeobachtungen, ihre tragisch-komischen, teils skurrilen Figuren, nicht zuletzt ihre Leitfragen nach den Gründen und Abgründen des Glücks.
Bücher Im Manutius Verlag erschienen:
Schafft die Träume ab. Gedichte nicht nur von der Liebe, Heidelberg 2003 Der Chaosforscher. Geschichten & Kurzprosa, Heidelberg 2005 Der Schwarzwaldschamane. Geschichten & Kurzprosa, Heidelberg 2006 Tage in Weiß und Blau. Gedichte, Heidelberg 2007 Das Nest. Neue Prosa – Neue Lyrik, Heidelberg 2011 Tigerküsse. Zwei kleine Romane, Heidelberg 2014 Wilhelm Kühlmann: Fäden im Labyrinth. Literarische Streifzüge 1984–2004, hrsg. von Jost Eickmeyer und Hanna Leybrand, Heidelberg 2009
Auszeichnungen 1995, Preis des Internationalen Lyrikwettbewerbs („Diploma di merito speciale“) in Benevent/Italien 2001, zweiter Platz beim Mannheimer Literaturpreis für Lyrik
Weblinks Autoren Baden-Württemberg Manutius Verlag Heidelberg
Einzelnachweise
Kategorie:Autor Kategorie:Literatur (Deutsch) Kategorie:Lyrik Kategorie:Erzählung Kategorie:Rezitator Kategorie:Opernsänger Kategorie:Künstler (Heidelberg) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1945 Kategorie:Gestorben 2017 Kategorie:Frau