Meine liebe Rabenmutter ist ein biografischer Spielfilm aus dem Jahre 1981 mit Faye Dunaway. Inszeniert wurde er von Frank Perry. Das Drehbuch wurde nach dem autobiografischen Roman Meine liebe Rabenmutter von Christina Crawford geschrieben, die darin behauptete, dass ihre Mutter Joan Crawford sie misshandelt habe. Der Film spielte bei ca. 5 Millionen Dollar Produktionskosten etwa 39 Millionen Dollar ein. Heute wird er als Kultfilm angesehen.
Handlung Der Hollywoodstar Joan Crawford ist ein Kontrollfreak, der von seiner Umwelt Perfektion und Sauberkeit erwartet. Für ihre Arbeit bei den MGM Studios steht sie bereits um 4:00 Uhr morgens auf und unterzieht sich einem strengen Ritual der Körperpflege. Gegenüber ihren Dienstboten ist sie gelegentlich unbeherrscht.
Sie hat eine Beziehung mit dem Anwalt Gregg Savitt. Ihre Karriere befindet sich auf dem absteigenden Ast. Sie adoptiert das Mädchen Christina und später den Jungen Christopher. Joan überschüttet die Tochter mit Luxus, ist auf der anderen Seite sehr streng mit ihr.
Christina rebelliert gegen die Mutter, die ihre Tochter emotional verletzt. Zwischen Mutter und Tochter beginnt ein Kleinkrieg, der absurde Formen annimmt.
Joan trennt sich von Gregg und entwickelt krankhafte Aggressionen. Nach der Trennung schneidet sie Gregg aus allen gemeinsamen Fotos heraus. Auch gegenüber der Tochter entwickelt sie Aggressionen, die auch in körperliche Gewalt umschlagen. Joan schickt Christina später auf die Chadwick School. Als Joan ihre Tochter später in Gegenwart einer Reporterin demütigt, fragt sie ihre Mutter, warum sie sie überhaupt adoptiert habe. Daraufhin sagt ihr Joan, dass es aus Publicitygründen geschah.
Joan schickt Christina auf die Flintridge Sacred Heart Academy; hier lebt Christina wie in einem Gefängnis ohne Kontakt zur Außenwelt. Joan heiratet Alfred Steele, CEO von Pepsi-Cola, zieht nach New York City. Dort lässt sie sich von ihm aushalten. Christina zieht nach ihrem Abschluss nach Manhattan, wo sie in einer Seifenoper mitspielt. 1977 stirbt Joan. Christina und Christopher erfahren, dass ihre Mutter sie enterbt hat. Christopher sagt, dass die Mutter wieder das letzte Wort gehabt habe. Christina bezweifelt diese Aussage.
Kritik Mommie Dearest als Film erhielt gemischte Kritiken (48 % auf Rotten Tomatoes – basierend auf 44 Kritiken), insbesondere Faye Dunaway wurde für ihre Darstellung gelobt ("Faye Dunaway's legendary performance as a wire-wielding monster", ). Das Lexikon des Internationalen Films schrieb: „Star-Film mit einer hervorragenden Leistung der Hauptdarstellerin; allerdings radikal subjektiv und für eine psychologische Studie zu oberflächlich.“
Werbung Nach einem Monat reagierte Paramount darauf, dass der Film an der Kinokasse als unfreiwillige Komödie angenommen wurde. Die Werbung wurde in "Meet the biggest MOTHER of them all!" () geändert.
Auszeichnungen und Nominierungen Dunaways Darstellung der Crawford führte dazu, dass sie vom American Film Institute auf die Liste der „besten Schurken der Filmgeschichte“ gesetzt wurde (Platz 41.). Ihre Zeile "No wire hangers, ever!" () wurde vom selben Institut auf die Nr. 72. der besten Filmzitate gewählt.
Preis Kategorie Thema ResultatNational Society of Film CriticsBeste DarstellerinFaye Dunaway2. PlatzNew York Film Critics Circle AwardBeste Darstellerin2. PlatzGoldene HimbeereSchlechteste DarstellerinSchlechtester NebendarstellerSteve ForrestSchlechteste NebendarstellerinRutanya AldaMara HobelDiana ScarwidSchlechteste RegieFrank PerrySchlechtestes DrehbuchRobert GetchellTracy HotchnerFrank YablansSchlechtester Film Faye Dunaway teilte sich den Preis für die schlechteste Darstellerin mit Bo Derek für Tarzan – Herr des Urwalds.
Synchronisation Die deutsche Synchronfassung entstand bei der Berliner Synchron GmbH unter der Dialogregie von Dietmar Behnke nach dem Dialogbuch von Hans Bernd Ebinger. Rolle Schauspieler Synchronstimme Alfred Steele Harry Goz Joachim Nottke Aufsichtsratsmitglied Phillip R. Allen Claus Jurichs Aufsichtsratsmitglied Michael Hawkins Jürgen Kluckert Aufsichtsratsvorsitzender S. John Launer Lothar Köster Belinda Rosenberg Belita Moreno Marianne Lutz Bestatter Russ Marin Manfred Grote Beth Simpson Virginia Kiser Bettina Schön Carol Ann Rutanya Alda Inge Landgut Christina Crawford Diana Scarwid Madeleine Stolze Christina Crawford (jung) Mara Hobel Jessica Breves David Robert Harper Hans-Jürgen Wolf Fotografin Victoria James Christine Schnell-Neu Greg Savitt Steve Forrest Horst Schön Helga Alice Nunn Erna Haffner Jimmy Gary Allen Manfred Schuster Joan Crawford Faye Dunaway Renate Küster Krankenschwester Cathy Lind Hayes Marina Genschow Louis B. Mayer Howard Da Silva Klaus Miedel Mr. Dodd Joe Warren Lothar Köster Mrs. Chadwick Priscilla Pointer Christine Gerlach Mutter Oberin Carolyn Coates Gudrun Genest Mutter Oberin im Waisenhaus Margaret Fairchild Gudrun Genest Radiointerviewer Jerry Douglas Wolfgang Völz Rechtsanwalt Warren Munson Erik Schumann Regieassistent Nicholas Mele Ingo Osterloh Regieassistent Iain Bruce Hans-Helmut Müller Soapdarsteller Matthew Campion Hans-Jürgen Dittberner Ted Gelber Michael Edwards Karl Schulz Tony David Price Torsten Sense Radiosprecher (N. N.) Lothar Hinze
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Filmtitel 1981 Kategorie:US-amerikanischer Film Kategorie:Filmdrama Kategorie:Literaturverfilmung