Der Regionalbezirk Elis () ist einer der drei Regionalbezirke der griechischen Region Westgriechenland, gelegen auf der nordwestlichen Peloponnes. Er liegt in der historischen Landschaft Elis.
Der deutsche Name folgt dem altgriechischen und lateinischen Namen der Polis und Landschaft Ēlis (), der neugriechische entspricht dem für die Landschaft ebenfalls verwendeten antiken Namen Ēleia ().
Geographie Elis erstreckt sich im Nordwesten der Halbinsel Peloponnes. Ihr Profil ist überwiegend eben und besteht aus dem Schwemmland der Flüsse Pinios und Alfios, die ins Ionische Meer entwässern, wo sich rund 20 Kilometer westlich der Pinios-Mündung die Insel Zakynthos aus dem Meer erhebt. Die Küstenebene setzt sich nördlich hinter Kap Araxos in der Präfektur Achaia fort und bildet die ausgedehnteste Ebene der Peloponnes. Östlich steigt das Gelände zu den zentralpeloponnesischen Gebirgen an, die höchste Erhebung liegt im Erymanthos-Massiv bei etwas über 2000 m, südwestlich davon erheben sich die Berge Lambia und Foloi. An der südlichen Grenze zu Messenien erreicht das Minthi-Massiv 1345 m Höhe. Die Region Elis ist stark erdbebengefährdet und verfügt über zahlreiche heiße Quellen, die auch therapeutisch genutzt werden.
Die Küste von Elis ist wenig gegliedert, einzig das felsige Kap Kyllini und Kap Katakolo ragen ins Meer hinaus. Südlich von Kap Katakolo erstreckt sich entlang der Bucht von Kyparissia mit rund 70 km Länge einer der längsten Sandstrände Griechenlands.
Der relative Regenreichtum der Region ermöglicht eine ausgedehnte Landwirtschaft in der Küstenregion, die Berge sind teilweise von Wäldern bedeckt, die wiederholt Waldbränden zum Opfer fielen, zuletzt 2007 in der Gemeinde Zacharo.
Gliederung Gemeinde griechischer Name Code Fläche (km²) Einwohner 2011 Einwohner 2021 Sitz Gemeindebezirke Lage Pyrgos (Dímos Pýrgou) 3901 459,182 47.995 45.365 Pyrgos Iardanos, Oleni, Pyrgos, Volakas 120x120px|ohne Andravida-Kyllini (Dímos Andravídas-Kyllínis) 3902 356,645 21.581 22.552 Lechena Andravida, Kastro-Kyllini, Lechena, Vouprasia 120x120px|ohne Andritsena-Krestena (Dímos Andritsénas-Kresténon) 3903 420,926 14.109 11.200 Krestena Alifira, Andritsena, Skillounda 120x120px|ohne Archea Olymbia (Dímos Archéas Olymbías) 3904 543,415 13.409 11.153 Archea Olymbia Archea Olymbia, Foloi, Lambia, Lasiona 120x120px|ohne Zacharo (Dímos Zacháros) 3905 276,74 8.953 8.654 Zacharo Figalia, Zacharo 120x120px|ohne Ilida (Dímos Ílidas) 3906 400,962 32.219 29,347 Amaliada Amaliada, Pinia 120x120px|ohne Pinios (Dímos Pinioú) 3907 160,915 21.034 21.625 Gastouni Gastouni, Tragano, Vartholomio 120x120px|ohne Regionalbezirk Elis 39 2.618,785 159.300 149.896
Geschichte Vorgeschichte bis Mittelalter Siehe Elis#Geschichte
Neuzeit Elis wurde 1930 als eigenständige Präfektur aus der Teilung der seit 1833 bestehenden Präfektur Achaia und Elis eingerichtet und gewann 1939 von Messenien die Provinz Olymbiada (ungefähr das antike Triphylien) hinzu. Seit der Verwaltungsreform 2010 hat das Gebiet abgesehen von der Sitzzuteilung im Regionalrat keine politische Bedeutung. Der Hauptort ist die Stadt Pyrgos.
Sehenswürdigkeiten Teile der Stadt Elis wurden seit 1911 durch Österreichische Archäologischen Institut und die Archäologische Gesellschaft zu Athen ergraben. Die markanteste Ruine ist die des antiken Theaters. Elis besitzt ein eigenes archäologisches Museum.
Im heute großteils freigelegten Heiligtum des Zeus in Olympia wurden die Olympischen Spiele der Antike ausgerichtet. Im zugehörigen Museum werden die Funde aus dem Heiligtum gezeigt.
Einzelnachweise
Kategorie:Ehemalige Präfektur (Griechenland) Kategorie:Geographie (Peloponnes) Kategorie:Westgriechenland Kategorie:Regionalbezirk (Griechenland) Kategorie:NUTS-3-Region (Griechenland)