Sagy ist eine französische Gemeinde in der Region Bourgogne-Franche-Comté im Département Saône-et-Loire. Sie gehört zum Arrondissement Louhans, zum Kanton Louhans und zum Gemeindeverband Bresse Louhannaise Intercom’. Die Gemeinde hat Einwohner (Stand ), sie werden Sagyrois, resp. Sagyroises genannt.

Geografie mini|links|Lage der Gemeinde im Arrondissement Louhans

Lage und Struktur Sagy liegt in der Mitte der südlichen Hälfte des Arrondissements Louhans. Es liegt 7,2 Kilometer westsüdwestlich des Kantonshauptortes Louhans-Châteaurenaud.

Im Norden grenzt Sagy für 500 Meter an Le Fay, im Nordosten an Savigny-en-Revermont, das zum Kanton Pierre-de-Bresse gehört. Im Osten liegt Flacey-en-Bresse, im Südosten Le Miroir und im Süden Frontenaud, die zum Kanton Cuiseaux gehören. Im Westen liegt Bruailles, im Nordwesten Saint-Martin-du-Mont und letztlich noch ganz im Nordwesten Ratte, mit einer Grenze von 1,2 Kilometern.

Die Gemeinde liegt in der Landschaft der Bresse.

Die Gemeinde wird durch INSEE eingestuft als «Ländliche Ortschaft mit verstreuter Besiedlung». Die Bevölkerung lebt etwa zur Hälfte im Bourg, die andere Hälfte in Weilern und Einzelsiedlungen.

Die Gemeinde weist 895 Hektar bewaldete Flächen auf, was 26,1 % der Gemeindefläche entspricht. Die Bewaldung setzt sich zusammen aus 72 % Laubwald und 27 % Eichen- und Buchenwald. Die bewaldeten Flächen liegen vor allem im Südwesten – Bois des Nids, Bois Communal des Fahys, Bois Communal des Devants –, im Südosten – Bois de Parmain, Bois Jousseau, Bois des Vernoux, Rippe Lenud – und als kleinere Flächen im Norden der Gemeinde – Bois des Trembles, Bois Ponsat, Bois Communal des Verseaux, Grandes Colombières, Bois Communal du Porche, Bois Bouvret. Dazu bestehen kleinere Waldflächen und Pappelplantagen.

In der Gemeinde werden 1903,4 Hektar (entsprechend 55,4 % des Gemeindegebiets; Stand 2024) als landwirtschaftlich genutzte Flächen deklariert, wovon 24,8 Hektar für den Bioanbau zugelassen sind. Rund 54 % des Landwirtschaftslandes wird permanent als Wiese genutzt, auf 2 % wird Raps, auf 5 % wird Weichweizen und auf rund 18 % Körner- und Silomais angebaut.

Gewässer An stehende Gewässer befinden sich in der Gemeinde lediglich zwei benannte Étangs, nebst einer Anzahl unbenannter und Weihern und Teichen. Aufgrund der bestehenden Biefs und Flurnamen ist anzunehmen, dass einst weitere Étangs bestanden, die in neuerer Zeit aufgelassen wurden (beispielsweise Étang de Véage, Étang Buchaillère, Étang du Tartre).

Die beiden Étangs, die einen Namen tragen, liegen im Südwesten der Gemeinde. An der Grenze zu Le Miroir liegt der Étang Marandin, der sein Wasser nach Norden, in die Rivière Bacot schickt.

Ganz nah, östlich des Weilers Anjoux, liegt der kleine Étang Rouge.

Bei den fließenden Gewässern ist in erster Linie La VallièreLa Vallière, Länge 50,8 km, Zufluss zum Solnan, Quelle bei in Revigny auf ca. 419 m, Mündung bei in Louhans-Châteaurenaud auf ca. 178 m, La Vallière auf sandre.eaufrance.fr zu nennen. Sie erreicht die Gemeinde im Nordosten, nahe des Weiler Chante-Merle von Savigny-en-Revermont her, bildet kurz die natürliche Grenze und mäandriert in der Gemeinde nach Südwesten, bis La Varenne, darauf nach Nordwesten, fließt südwestlich am Bourg vorbei und verlässt die Gemeinde nordwestlich des Bourg nach Saint-Martin-du-Mont.

Kurz nach dem Erreichen der Gemeinde, nimmt die Vallière bei Les Rivons als linken Nebenfluss La SonnetteLa Sonnette, Länge 14,9 km, Zufluss zur Vallière, Quelle bei in Grusse auf ca. 275 m, Mündung bei in Sagy auf ca. 187 m, La Sonnette auf sandre.eaufrance.fr auf. Sie kommt von Flacey-en-Bresse, fließt eine kurze Strecke als Grenzfluss und mündet in die Vallière.

Am südlichsten Punkt nimmt die Vallière als weiteren linken Nebenfluss die Rivière BacotRivière Bacot, Länge 9,7 km, Zufluss zur Vallière, Quelle bei in Beaufort auf ca. 209 m (als Le Vernois de la Loge), Mündung bei in Sagy auf ca. 183 m, Rivière Bacot auf sandre.eaufrance.fr auf. Sie kommt im Südosten von Flacey-en-Bresse – hier heißt sie noch La Follatière – ist kurz Grenzfluss und fließt dann nordwärts, um bei Grange Rouge in die Vallière zu münden.

Von Savigny-en-Revermont kommt der Ruisseau de BlaineRuisseau de Blaine, Länge 25,9 km, Zufluss zur Vallière, Quelle bei in Courlaoux auf ca. 221 m, Mündung bei in Louhans-Châteaurenaud auf ca. 177 m, Ruisseau de Blaine auf sandre.eaufrance.fr – hier heißt er noch La Blanette – im Nordwesten, bei Le Champ Moine in die Gemeinde, bildet Grenzfluss bis zum Champ des Bois, um dann stark mäandrierend das nördliche Gebiet zu durchqueren. Nochmals ist er Grenzfluss zu Saint-Martin-du-Mont, um anschließend seinen Weg nach Westen fortzusetzen.

Verkehrswege Ganz im Osten der Gemeinde streift die Autoroute A39 die Gemeinde. Sie verläuft für 2,22 Kilometer durch bewaldetes und unbesiedeltes Gebiet.

Im Westen der Gemeinde, von Saint-Martin-du-Mont, kommt die Départementsstraße D21, zieht einen Bogen durch den Bourg und zieht sich weiter nach Osten, um bei Le Douvre die Gemeinde nach Flacey-en-Bresse zu verlassen. Auf Gemeindegebiet ist die D21 4,81 Kilometer lang.

Kurz bevor die D21 die Gemeinde verlässt, beim Weiler Chante-Merle. mündet die Départementsstraße D252 in die D21. Die D252 kommt von Nordosten, aus der Gemeinde Savigny-en-Revermont und ist in der Gemeinde 978 Meter lang.

Im Bourg kreuzt die D21 die Départementsstraße D135. Sie kommt von Norden, von Le Fay, zum nördlichsten Punkt der Gemeinde, zieht sich in weiten Bögen zum Bourg, wo sie die D21 kreuzt und verläuft weitgehend südwärts bis Les Bulets. Dort wendet sie sich nach Südsüdwesten, kreuzt die D972 bei Les Galands und verlässt die Gemeinde bei Les Pommerattes nach Frontenaud. Auf Gemeindegebiet ist die Straße 9,91 Kilometer lang.

Ganz im Süden der Gemeinde, im Bois Communal des Devants, erreicht die Départementsstraße D972 die Gemeinde von Bruailles her, verläuft in südöstlicher Richtung bis Les Galands, wo sie die D135 kreuzt und zieht sich weiter nach Südsüdosten nach Frontenaud. Auf Gemeindegebiet ist die Straße 2,73 Kilometer lang.

Nach kurzer Distanz im Bois Communal des Devants zweigt aus der D972 die Départementsstraße D112 nach Süden ab. Sie führt direkt südwärts in den Bourg von Frontenaud und ist in der Gemeinde lediglich 430 Meter lang. Erschließungen mini|rechts|Katzenkopfmast – Starkstromleitung 400kV Genissiat-Poste – Vieilmoulin, östliche Leitungmini|links|Starkstromleitung 400kV Genissiat-Poste – Vieilmoulin, westliche LeitungDas Gemeindegebiet wird von zwei parallel verlaufenden 400-kV-Hochspannungsleitungen der Verbindung Génissiat–Poste – Vieilmoulin durchquert. Die östliche Trasse ist die Ligne aérienne 400 kV N° 3 Genissiat-Poste – Vieilmoulin (Baujahr 1958), während die westliche Trasse als Doppelleitung die Stromkreise Nr. 1 und Nr. 2 trägt und als Ligne aérienne 2 x 400 kV Genissiat-Poste – Vieilmoulin N° 1 et 2 bezeichnet wird (Baujahr 1980). Die Leitung kommt von Le Miroir genau dort in die Gemeinde, wo die Autoroute A39 die Gemeinde nach Süden verlässt. Sie verläuft nordnordwestlich (330°) durch das Gemeindegebiet und verlässt es im Nordwesten nach Saint-Martin-du-Mont. Auf Gemeindegebiet ist die östliche Leitung 6,08 Kilometer lang und weist 10 Katzenkopfmasten auf, die westliche ist 5,77 Kilometer lang mit 12 Museumsmasten (auch: Beaubourg-Masten).

Durch die Gemeinde verläuft eine Hochspannungsleitung mit einer Spannung von 63 kV mit der Bezeichnung Ligne aérienne 63kV N° 1 Louhans – Pymont, die Louhans mit Lons-le-Saunier verbindet. Die Leitung wurde 1955 erstellt und 2025 vollständig saniert. Die Leitung kommt von Saint-Martin-du-Mont, erreicht die Gemeinde nördlich des Weilers Les Chalons, verläuft ostnordöstlich (82°) bis nördlich von Le Champ Moine, um die Gemeinde nach Savigny-en-Revermont zu verlassen. Auf Gemeindegebiet ist die Leitung 2,8 Kilometer lang und wird von 8 Stahlgittermasten getragen.

Weiler und Fluren Zur Gemeinde gehören folgende Weiler und Fluren: Les Barres, Les Bas-d’Anjou, La Bernoux, Les Blonds, Bois-des-Nids, Le Bourbouillon, Le Bourg-de-Sagy, Boutenet, Les Bretonnières, La Buchaillière, Les Bullets, La Capette, Les Chalons, Le Champ-Beuvrin, Le Champ-Moine, Champ-Monty, Champonay, Champ-Roussot, Chantemerle, Le Chapeau, Le Charmus, Chartondu, Le Châtelard, Les Chaunets, Le Cluzet, La Combe, Conièvre, Le Courtillon, Le Curtil-Bralt, Curtil-Morey, Curtil-Vaulié, Les Fahys, Les Favières, Fontainessot, La Forêt, Les Gallands, La Genetière, La Grange-Rouge, Haut-d’Anjou, Jousseau, Les Marandins, Le Miaure, Montagu, Le Mouchy, Les Mouillets, Moulin-de-Bacot, Novillard, Le Pâquier, Parmoins, Les Petit-Bois, Les Piles, Les Pins, Les Poiriers, Les Prosts, La Rippe, Les Sablons, Sarvagnat, Saudon, La Seugnerie, Les Teppes, Les Thuris, La Tour, La Tuilerie, La Valla, Les Varauts, La Varenne, Véage, La Vessière, Vornel.

Höhenprofil mini|400pxDas Höhenprofil beginnt im Norden der Gemeinde, auf der durchschnittlichen Höhe der Bresse-Ebene von 200 bis 210 Metern. Das Gelände zeigt einen ersten Einschnitt mit dem Ruisseau de Blaine – oder La Blanette – der hier eine Schlinge nach Süden macht. Schön sichtbar ist die Sedimentation im Gleithang, auf dem der Weiler La Forêt liegt und die Starkstromleitung 63kV verläuft. Am Prallhang kreuzt die Profillinie die Départementsstraße D135 und das Gelände steigt auf Normalhöhe. Erneut folgt eine Senke, in der heute ein Bief fließt, einst war in dieser Gegend ein Étang, wie aus dem Flurnamen geschlossen werden kann. Erneut kreuzt die Profillinie die D135 beim Weiler Fontainessot. Das Gelände steigt zum Bois Bouvret, durch den sich die beiden Starkstromleitungen 400kV ziehen. Nahe beim höchsten Punkt liegt der Bourg, durch den die Départementsstraße D21 verläuft. Der Bourg ist langgezogen und verläuft auf einer Krete über dem Prallhang der Vallière, die rund 20 Meter tiefer fließt. Erneut steigt das Gelände auf Normalhöhe und wird durchbrochen von einer Senke, in der einst der Étang de Véage lag. Nach einem angeschnittenen Kerbtal folgt die Départementsstraße D972 und kurz darauf die Gemeindegrenze.

Klima Das Klima in Sagy ist warm und gemäßigt. Es gibt das ganze Jahr über deutliche Niederschläge, selbst der trockenste Monat weist noch hohe Niederschlagsmengen auf. Die Klassifikation des Klimas nach Köppen und Geiger ist Cfb ((Gemäßigtes) Ozeanklima). Die Temperatur liegt im Jahresdurchschnitt bei 11,9 °C. Der wärmste Monat ist der Juli mit einer Durchschnittstemperatur von 21,0 °C, der kälteste der Januar mit 3,3 °C. Über ein Jahr verteilt summieren sich die Niederschläge auf 1042 mm, dabei ist der November mit 119 mm der niederschlagsreichste, während Juli als trockenster Monat 62 mm aufweist. Über das ganze Jahr werden etwa 2826 Sonnenstunden gezählt.

Toponymie Der Ort taucht erstmals um 930 auf als In pago Scodingensi… Satgiacum, dabei handelte es sich vermutlich um den Besitz eines Sagius. In dieser Gegend siedelte ein Stamm der Kelten, die Scutingi, die erste Besiedlung dürfte also recht weit zurück liegen.Die Scutingi in: Johannes Hoops, Reallexikon der germanischen Altertumskunde, Band 27, 1968/1972, Seite 633

Geschichte Als einzige Erbin von Guy de Bagé († 1248) brachte Sybille Cuisery und Sagy mit in die Ehe mit Amédée V., Graf von Savoyen, der seinerseits 1285 diesen Besitz mit Robert II., dem Herzog von Burgund, gegen das Gebiet des Revermont und Coligny tauschte. In der Folge wurde Sagy eine herzogliche Kastellanei. Dank seiner vorteilhaften Lage auf einer Anhöhe über der Vallière besaß Sagy von alters her eine wichtige Festung mit Palas und Wachtturm, Burggraben, Vorstadt und Siedlung. Die Bewohner waren in vier Stände eingeteilt, die Lehensnehmer, die freien Bürger, die Leibeigenen, die von Geldleistungen befreit waren, dafür aber Wachdienste und die Bewachung der Gefangenen übernehmen mussten, und die Leibeigenen, die zu den üblichen Zahlungen verpflichtet waren.