Der Doppelte Härtling, auch als Härtling bezeichnet, ist eine alte Apfelsorte. Er wurde 1889 erstmals von Engelbrecht beschriebensh. Literatur und wird heute in Nordrhein-Westfalen als Obstsorte für Streuobstwiesen empfohlen.Obstsortenempfehlungen der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen (pdf, abgerufen am 6. Dezember 2014) Er steht seit Mai 1999 im Blatt für Sortenwesen des Bundessortenamtes.

Baum Der Baum ist mittelstark wachsend und bildet große pyramidale Kronen. Die Blüte ist mittelfrüh, diploid und deshalb ein guter Befruchter. Er stellt keine besonderen Ansprüche an Boden und Lage.Rudolph Goethe, Hermann Degenkolb, Reinhard Mertens: Die Kernobstsorten des deutschen Obstbaues. Für die deutschen Obstzüchter und Obstbaumschulbesitzer herausgegeben von der Obst- und Weinbau-Abteilung der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (= Jahrbuch der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft. Band 4, Ergänzungsheft, ). Parey, Berlin 1890, S. 51.

Frucht Die Frucht ist mittelgroß, breit abgerundet kegelförmig oder breitrund, zum Kelch hin verjüngt. Im Querschnitt unregelmäßig rund, oder leicht rundlich-kantig. Die Grundfarbe der Schale ist nach der Ernte gelblich grün, nach Lagerung trüb gelb. Die Deckfarbe ist zinnoberrot, dunkelrot bis bräunlich rot. Die Art der Färbung ist kurz gestreift oder auch marmoriert und wie getuscht. Die Schale ist glatt, nach Lagerung auch fettig. Das Fruchtfleisch ist gelblich bis grüngelblichweiß, etwas grobzellig, gelagert bald mehlig. Der Geschmack ist süßlich, ohne Säure und mit geringem Saftgehalt, ohne besonderes Aroma.Theodor Engelbrecht: Deutschlands Apfelsorten. Illustrirte, systematische Darstellung der im Gebiete des Deutschen Pomologen-Vereins gebaueten Apfelsorten. Vieweg und Sohn, Braunschweig 1889, S. 682.

Nutzung Der Doppelte Härtling wird etwa Mitte September pflückreif. Dieser große Wirtschaftsapfel mit hohem Ertrag wird zur Herstellung von „feinem, süßen Apfelkraut“ im Bergischen Land verwendet.Kölner Stadt-Anzeiger: Nachzucht – Platz für das Seidenhemdchen, 18. April 2011.

Literatur Theodor Engelbrecht: Deutschlands Apfelsorten. Illustrirte, systematische Darstellung der im Gebiete des Deutschen Pomologen-Vereins gebaueten Apfelsorten. Vieweg und Sohn, Braunschweig 1889, S. 682. Herbert Theißen (Red.): Lokale und regionale Obstsorten im Rheinland – vom Aussterben bedroht! Ein Handbuch mit 49 Sortensteckbriefen. Herausgegeben vom LVR Netzwerk Umwelt. LVR, Köln 2010, S. 50.

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