Theodor Sexl (* 8. November 1899 in Wien; † 1967) war ein österreichischer theoretischer Physiker, der sich mit Hydrodynamik und Kernphysik befasste.
Leben Sexl studierte Mathematik und Physik an der Universität Wien mit der Promotion 1923. An der Universität Wien war er Schüler von Felix Ehrenhaft und befasste sich unter dessen Einfluss mit Hydrodynamik und statistischer Physik, zuerst mit einer Theorie der auf ein Radiometer einwirkenden Kräfte. Das führte zu einem Stipendium an das Institut für Aerodynamik der TH Aachen bei Theodore von Kármán und Ludwig Hopf. Dort befasste er sich mit der Stabilität der Poseuille-Strömung in Rohren und sagte einen Annulareffekt (Pulsareffekt laminarer Strömung in Kreiszylinder-Rohren) voraus, der experimentell durch Edward Gick Richardson (1896–1960) gefunden wurde. Sexl wurde Assistent am Institut für Theoretische Physik der Universität Wien bei Hans Thirring und wandte sich quantenmechanischer Streutheorie und Kernphysik zu (zum Beispiel Streuung von Alphateilchen an Kernen mit Eugen Guth (1905–1990), später bekannt als Eugene Guth) Er habilitierte sich 1930 mit quantenmechanischer Behandlung der Kernphysik und hielt darüber schon im Sommersemester 1931 in Wien Vorlesungen. Später wurde er ordentlicher Professor in Wien. Er veröffentlichte rund 70 wissenschaftliche Arbeiten und betreute rund 30 Doktoranden. Er wurde auf dem Wiener Zentralfriedhof bestattet.
Er war der Onkel von Roman Sexl.
Schriften Neben den in den Fußnoten zitierten Schriften:
Vorlesungen über Kernphysik. Deuticke, Wien 1948.
Literatur
Einzelnachweise
Kategorie:Physiker (20. Jahrhundert) Kategorie:Kernphysiker Kategorie:Hochschullehrer (Universität Wien) Kategorie:Absolvent der Universität Wien Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1899 Kategorie:Gestorben 1967 Kategorie:Mann