Gustav Christian Friedrich Johann Wilhelm von Hagenow (* 8. Januar 1841 in Langenfelde, Vorpommern; † 23. März 1908 in Rostock)„Gustav“ Christian Friedrich Johann Wilhelm Von Hagenow, In: Gedbas.de/Person. Vgl. Mitglieder-Verzeichnis des Corps Hansea zu Bonn. 1849-1909. L. Schwann-Düsseldorf, Krefeld/Kassel Pfingsten 1909, S. 28. (Digitalisat) war ein deutscher Verwaltungsjurist, Rittergutsbesitzer und Parlamentarier.

Leben Gustav von Hagenow wurde als Sohn des späteren Mitglieds der Frankfurter Nationalversammlung Gustav von Hagenow und der Professorentochter Luise Finelius (1813–1859) geboren. Maximilian von Hagenow war sein jüngerer Bruder, Viktor von Hagenow einer seiner Neffen.

Er selbst studierte an der Königlichen Universität zu Greifswald und der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Rechtswissenschaft. 1861 wurde er Mitglied des Corps Pomerania Greifswald und des Corps Hansea Bonn.Karl Rügemer (Hrsg.): Kösener Korps-Listen von 1798 bis 1910. Carl Gerber-Mpnchen. Verlag der Academischen Monatshefte, Starnberg 1910, 93 (Corps)/377 (Lfd. Nr. dort); 22/145. Nach Abschluss des Studiums und der Promotion zum Dr. iur. trat er in den preußischen Staatsdienst. Von 1882 bis 1892 war er Landrat des Kreises Grimmen.Rolf Jehke-Herdecke (Hrsg.): Landkreis Grimmen Verwaltungsgeschichte und Landräte, In: Territorial.de-Digitalisat

Nach dem Ausscheiden aus dem Amt bewirtschaftete er seine Rittergüter Glewitz und Langenfelde. Seit 1879 war er Ehrenritter des Johanniterordens.Johanniter-Ordensblatt. Amtliche Monatschrift der Balley Brandenburg. Nr. 49-Jahrgang 1908, Julius Sittenfeld, Berlin 1908, S. 21. Zuletzt lebte er in Rostock.

Hagenow saß von 1879 bis 1882 als Abgeordneter des Wahlkreises Stralsund 2 (Grimmen, Greifswald) im Preußischen Abgeordnetenhaus. Er gehörte der Fraktion der Konservativen Partei an. Bernhard Mann: Biographisches Handbuch für das Preußische Abgeordnetenhaus 1867–1918. In: Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien. Band 3; Droste, Düsseldorf 1988, ISBN 3-7700-5146-7, S. 162.

Gustav von Hagenow war Tertialbesitzer von Nielitz, seit 1874 mit Elisabeth Hedwig Heintze verheiratet, die später in Berlin lebte. Gutserbe wurde der Sohn Gustav von Hagenow-Langenfelde (1878–1944), nachfolgend eine Erbengemeinschaft. Die Tochter Katharina von Hagenow war Germanistin und Volkskundlerin, Mitarbeiterin am Mecklenburgischen Wörterbuch sowie die letzte Priorin des Adligen Fräuleinstifts in Barth.

Literatur Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der Deutschen Adelsgenossenschaft. Teil B (Briefadel). 1942. Jg. 34, Justus Perthes, Gotha 1941, S. 191–193. Pommersches Güter-Adressbuch. Verzeichnis sämtlicher Güter. Nach amtlichen Quellen und auf Grund direkter Angaben bearbeitet. 1905. In: Niekammer’s Güter-Adressbücher. Band I, 2. Auflage, Paul Niekammer, Stettin 1905, S. 216–217.

Weblinks Gutshaus Langenfelde

Einzelnachweise

Kategorie:Jurist in der Kommunalverwaltung Kategorie:Landrat (Landkreis Grimmen) Kategorie:Landwirt (Deutschland) Kategorie:Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses Kategorie:Corpsstudent (19. Jahrhundert) Kategorie:Ehrenritter (Johanniterorden) Kategorie:Adliger Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1841 Kategorie:Gestorben 1908 Kategorie:Mann