mini|Das Logo des Kulturlabors Kunst Ost mini|Gleisdorfer Kunstsymposion 2014 (Ausstellung Radenko Milak) Das oststeirische Kulturlabor Kunst Ost entstammt einem LEADER-Projekt des Jahres 2009 und ist in Gleisdorf etabliert. Es war ursprünglich als soziokulturelle Drehscheibe konzipiert, ist seit 2014 mit Kultur- und Wissensarbeit (Gemeinsame Wissenskonstruktion) im Sinne eigenständiger Regionalentwicklung befasst und mit den Bedingungen von Gegenwartskunst.
Perioden mini|Die erste LEADER-Kulturkonferenz (29. Jänner 2009) 2009: „Kunst Ost: Kulturfokus Energie-Region“, ein Projekt des kultur.at: verein für medienkultur. Abgefragt am 5. Dezember 2014 Abgefragt am 5. Dezember 2014 2010–2013: „Sozialkulturelle Drehscheibe Kunst“, ein Projekt von kunst ost – kulturpolitisches Kompetenzzentrum. Abgefragt am 5. Dezember 2014 2014: „Kulturpakt Gleisdorf 2014“, ein Projekt des TIP Tourismusverband Gleisdorf Abgefragt am 5. Dezember 2014 in Kooperation mit Kunst Ost. 2014/2015: Die Arbeitsbereiche haben sich ausdifferenziert, der Kulturpakt Gleisdorf geht eigene Wege (Kulturpakt Gleisdorf: „Altes Wissen wird neu verpackt“), Kunst Ost widmet sich dem Vorhaben "Kulturspange".http://www.van.at/track/comm/s.htm Abgefragt am 5. Dezember 2014 2015: Der Paradigmenwechsel. Die Gleisdorfer Abteilung für Kultur und Marketing hat den „Kulturpakt Gleisdorf“ weitgehend umgestaltet und mit der Publikation „Mensch, Ideen, Netzwerke“http://www.gleisdorf.at/0uploads//dateien3851.pdf Abgefragt am 6. April 2015 die Kulturpakt-Agenda neu definiert. Die Abwendung vom Schwerpunkt Gegenwartskunst und die Ausrichtung auf soziale Agenda, im Dezember 2014 schon absehbar („Alt und Jung passt in Gleisdorf gut zusammen“ in Kleine Zeitung vom 17. Dezember 2014), wurde nach der Pressekonferenz am 26. März 2015 bestätigt: „Kulturpakt sorgt für neues Miteinander“.
Rahmenbedingungen Die für Kunst Ost zuständige LAG (LEADER Aktionsgruppe) ist die LAG Energieregion Weiz-Gleisdorf Abgefragt am 5. Dezember 2014 Der für Kunst Ost verbindliche Konzeptionelle Rahmen war in der Phase 2009–2013 der Regionale Entwicklungsplan 2007–2013 mit der Lokalen Entwicklungsstrategie für die LEADERPeriode 2007–2013 für die Energieregion Weiz – Gleisdorf Energieregion Weiz-Gleisdorf_210907.pdf Abgefragt am 5. Dezember 2014 Das Arbeitsjahr 2010 war davon geprägt, dass drei verschiedene Landeskulturreferenten sich in der Zuständigkeit für den Bereich LEADER Kultur abwechselten: Kurt Flecker, Bettina Vollath und Christian Buchmann
LEADER-Kontext In der Periode „Leader 2007–2013“ Abgefragt am 5. Dezember 2014 kam es zu einem Sonderfall Steiermark. Die Kulturabteilung des Landes hatte unter Landeskulturreferent Kurt Flecker Sonderrichtlinien zur Förderung A9 Kultur.pdf Abgefragt am 5. Dezember 2014 erlassen.
Damit entstand beim EU-Programm für die „Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft“ (so der deutsche Wortlaut des Programmtitels LEADER: frz. Liaison entre actions de développement de l'économie rurale) erstmals eine formelle Verknüpfung mit dem steirischen Landeskulturreferat und es konnten im LEADER-Kontext Projekte zur Gegenwartskunst entwickelt werden.
In steirischer Praxis der LEADER-Projekte wurden davor Kunst und Kultur nicht zu den Agenda dieses Förderprogrammes gezählt; nämlich: „Schwerpunkt 1: Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Land- und Forstwirtschaft. Schwerpunkt 2: Verbesserung der Umwelt und der Landschaft. Schwerpunkt 3: Verbesserung der Lebensqualität im ländlichen Raum und Förderung der Diversifizierung der ländlichen Wirtschaft.“ Abgefragt am 5. Dezember 2014
Kunst Ost war das überhaupt erste LEADER-Kulturprojekt gemäß diesen neuen Sonderrichtlinien, andere Regionen folgten mit Kulturprojekten. (Die Raumplanung Steiermark listet für diese Periode "19 steirische LEADER Regionen 2007–2013" auf. Abgefragt am 5. Dezember 2014)
Themenrahmen Die zwei Positionierungsziele der für Kunst Ost zuständigen LEADER-Region lauten: „Die Energieregion Weiz-Gleisdorf zählt nach dieser Leader-Periode zu den Top 3 Regionen im Bereich Energie“ und: „Im Jahr 2020 ist diese Energieregion europäische Top-Region zu diesem Thema“. Das besagt die „Gesamtstrategie Energieregion Weiz-Gleisdorf“ Abgefragt am 5. Dezember 2014
Daraus ergeben sich zwei Hauptthemen der Energieregion Weiz Gleisdorf, nämlich Mobilität und Energieautarkie. Für die Genres Kunst und Kultur wurden diese Vorgaben bei Kunst Ost im Arbeitsschwerpunkt Mobilitätsgeschichte gebündelt, um Schnittstellen für die regionalen Schwerpunktthemen zu haben: Hauptthemen der ‚Energieregion Weiz-Gleisdorf’ sind Energieautarkie und Mobilität. Entsprechend arbeitet ‚kunst ost’ im Kontext Mobilitätsgeschichte derzeit an Beiträgen zum ‚Internationalen Museumstag’ (12. Mai) oder zur ‚Langen Nacht der Museen’ (5. Oktober).http://www.gleisdorf.at/0uploads/dateien3491.pdf (abgerufen am 12. April 2012) Stadtjournal Gleisdorf 6/2013, Seite 29
2013 wurde eine Fusion der LEADER-Regionen Almenland und Energieregion Weiz-Gleisdorf bearbeitet, doch im Rahmen der Entscheidung für eine "Zweimarken-Strategie" in diesem Jahr keine Verknüpfung der Kulturagenda beschlossen: "Beide Regionen sowie deren hochwertige Marken bleiben trotz Fusionierung erhalten."
Work in Progress Status 2015 Ein Ergebnis des LEADER-Projektes Kulturpakt Gleisdorf 2014 (Trägerschaft: TIP Tourismusverband Gleisdorf) ist die „Kulturspange“. Den Kern dieses Kulturlabors bilden drei Kulturinitiativen: Heterotopia PerpetuumMobile (Belgrad) Kunst Ost (Gleisdorf) Netzwerk Salzkammergut (Bad Mitterndorf)
Auf zweiter Ebene ist die „Kulturspange“ mit der Kulturinitiative Fokus Freiberg verbunden, wo seit Ende 2014 am Thema Netzkultur gearbeitet wird. Zu Fokus Freiberg gehört auch das ab 2015 eigenständige Aprilfestivalhttp://www.aprilfestival.at/ Aprilfestival, abgefragt am 7. Dezember 2014 unter der Leitung von Künstler Winfried Lehmann.
Ausgangspunkt der „Kulturspange“ 2014 ist ein Arbeitsansatz von Künstler Selman Trtovac: „Wir lieben auch die Kunst von anderen“ („Mi volimo i umetnost drugih“)http://www.goethe.de/ins/cs/bel/prj/uic/prj/3rd/srindex.htm Mi volimo i umetnost drugih, Goethe-Institut, abgefragt am 7. Dezember 2014
Ein inhaltlicher Ausgangspunkt im Kunstdiskurs ist das Buch „Umetniča Strategija“ („Artistic Strategy“)Trtovac, Selman: Umetniča Strategija (Artistic Strategy), Proartorg, Beograd 2012, ISBN 978-86-911359-5-9 von Selman Trtovac, basierend auf seiner gleichnamigen Dissertation.
Mit der Trennung von Kulturpakt Gleisdorf und Kunst Ost verlor die Kulturspange ihre Basis aus der ursprünglichen Konzeption. Im März 2015 lud die Abteilung für Kultur und Marketing Gleisdorf zu einer Pressekonferenz bezüglich Kulturpakt Gleisdorf. Dabei wurde Kunst Ost nicht mehr einbezogen.
Die Ergebnisse dieses Schrittes sind in einer Sonderbeilage im Organ der Stadt (Stadtjournal) publiziert worden und belegen ein völliges Ausblenden der von Kunst Ost erarbeiteten Kulturpakt-Konzeption. Es hieß plötzlich:
Die ursprüngliche Konzeption für 2015 war in „Die Ehre des Handwerks“ (Mythos Puch, Kunst und der Kulturpakt Gleisdorf)https://issuu.com/martinkrusche/docs/handwerk01 Abgefragt am 12. April 2016 publiziert worden. Sie erwies sich bezüglich Kulturpakt Gleisdorf als obsolet und machte die Kulturspange hinfällig.
Im folgenden September hatte das 2015er Kunstsymposion mit einem Auftakt in Belgrad und der Arbeit am Projekt „Fiat Lux“ eine neue Team-Situation geschaffen und eine Betonung des Themenbogens „Die Ehre des Handwerks, das Gewicht der Kunst, der Geist in der Maschine“ bewirkt.http://www.blogmobil.at/fiatlux/ Abgefragt am 12. April 2016
Praxis 2009, 29. Jänner: Erste LEADER-Kulturkonferenz des EU-Projektes in Gleisdorf. "Ziel der Kulturkonferenzen ist es, mit finanziellen Mitteln, die im Kontext des Leader-Programmes der EU speziell für soziokulturelle Projekte zur Verfügung stehen, die Bedingungen der Gegenwartskunst gezielt zu verbessern." Abgefragt am 5. Dezember 2014 2010, 29. April: Erste steiermarkweite LEADER Landeskulturkonferenz in Weiz.http://www.energieregion.at/index.php?id=74&L=0&tx_ttnews%5Bpointer%5D=5&tx_ttnews%5Btt_news%5D=78&tx_ttnews%5BbackPid%5D=26&cHash=29d2eeab0b Abgefragt am 5. Dezember 2014 "Die Werkstätte des Autohauses Jagersberger war Schauplatz dieser Kulturkonferenz, bei der im Vorfeld, wie ich hörte, die Wogen wieder einmal nationalrätlich hoch gingen …. Die Kultur ist eben ein spannendes und spannungsgeladenes Feld."http://www.christoph-stark.at/?seitenName=Tagebuch&tagebucheintraegeAnsicht=detail&tagebucheintraegeId=1995 Abgefragt am 5. Dezember 2014 2012, 7. September: Erstes Gleisdorfer Kunstsymposion. „In der Rundhalle von Binder +Co fand bei laufendem Betrieb ein denkwürdiges Symposion statt.“http://www.gleisdorf.at/0uploads/dateien3491.pdf (abgerufen am 12. April 2012) Stadtjournal Gleisdorf 10/2012, Seite 20 2013, 2. Mai: Konstituierung des „Kulturpakt Gleisdorf“. "‚Wir verstehen uns als neutrale Basis, als eine Art Drehscheibe’, erklärt Gerwald Hierzi, Gleisdorfs Tourismus- und Kulturmanager, ‚wir möchten auf Augenhöhe mit den Kulturschaffenden Projekte entwickeln.’" 2013, Juni: Aus dem Kunst Ost Frauenmonat Abgefragt am 5. Dezember 2014 verselbstständigt sich das GISAlab (Girls_In_Science_and_Art, Konzeption: Mirjana Peitler-Selakov) am 5. Dezember 2014 2013, 10. September: Zweites Gleisdorfer Kunstsymposionhttp://www.gleisdorf.at/das-gleisdorfer-kunstsymposium-the-trackdie-strecke_325_190.htm Abgefragt am 5. Dezember 2014 „Ebenso veranstaltet ‚kunst ost’ ein Kunstsymposion, das sich sozialgeschichtlichen Fragen widmet.“ 2014, Juli: Aus dem „Kunst Ost Aprilfestival“ (2011, 2012, 2013) verselbstständigt sich das „Aprilfestival“ beim „Fokus Freiberg“ (Winfried Lehmann und Ewald Ulrich)aprilfestival.at Abgefragt am 5. Dezember 2014 2014, 20. September: Veranstaltung „Mythos Puch“ Abgefragt am 5. Dezember 2014 mit Neuaufführung des „Puch-Marsch“ von Eduard Wagnes. Moderator Harry Prünster präsentierte die neue Aufführung des „Puch Marsch“ durch die Stadtkapelle Gleisdorf Abgefragt am 5. Dezember 2014 nach einem Arrangement von Franz Cibulka. 2014, Dezember: Wissenschafter Günther Marchner (Netzwerk Salzkammergut, Bad Mitterndorf) und Künstler Selman Trtovac (Heterotopia PerpetuumMobile, Beograd) konstituieren mit Kunst Ost die „Kulturspange“http://www.van.at/track/comm/s.htm Abgefragt am 5. Dezember 2014, basierend auf den Arbeitsergebnissen des LEADER-Projektes „Kulturpakt Gleisdorf 2014“.
Gegenwartskunst mini|Sergej Letov (links) und Selman Trtovac mini|Sergej Letov (links) und Sabine Hänsgen (rechts) von den Kollektiven Aktionen mit Mirjana Peitler-Selakov (Kunst Ost) bei einer Performance als Gäste von Treci Beograd
Zum Förderungsziel der „Richtlinie zur Förderung von Maßnahmen im Rahmen des Aktionsprogramm Achse 4 LEADER über kulturelle Förderungen im ländlichen Raum“ (2007–2013 durch die Europäische Union und vom Land Steiermark – Kultur) gehörte eine „ganzheitliche Stärkung von Regionen im Kulturbereich und Schwerpunktsetzung im Bereich der zeitgenössischen Kunst und Kultur“.
Dort wurde als Leitziel präzisiert, „an der Nahtstelle von Kunst und Alltagsleben“ sei die jeweilige Region und ihre Bevölkerung in die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen und künstlerischen Themen einzubeziehen. „Das künstlerische Potential einer Region soll auch in einen Austausch mit internationalen künstlerischen Positionen treten“. Abgefragt am 5. Dezember 2014
Kollektiv und prozeßhaft Ein Angelpunkt in der mehrjährigen Kunstpraxis von Kunst Ost, wo es um eine internationale Situation geht, die lokal und regional verankert wird, ist der Künstler Selman Trtovac, vormals Kollektiv „Treci Beograd“.http://www.issuu.com/treci.beograd Abgefragt am 5. Dezember 2014