Desirée Dauber (* 18. September 1973 in Darmstadt) ist eine deutsche Juristin, Mitglied des Hessischen Staatsgerichtshofs und seit November 2014 Richterin am Bundesgerichtshof in Karlsruhe.

Leben

Im Anschluss an das Studium der Rechtswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und die Referendarzeit ebenfalls in Mainz wurde Dauber an der Universität Münster mit einer Dissertation zum Thema „Das Realisationsprinzip als Grundprinzip der steuerrechtlichen Gewinnermittlung“ promoviert.

Sie begann ihre juristische Karriere 2003 im höheren Justizdienst des Landes Hessen. Als Richterin auf Probe war sie zunächst bei dem Landgericht Darmstadt und dem Amtsgericht Fürth im Odenwald tätig. In dieser Zeit war sie unter anderem als Beisitzerin an einem Mordprozess wegen der Tötung einer 17 Jahre alten Jordanierin durch Verwandte beteiligt. Echo-Online, 21. November 2014. Von September 2005 bis Juli 2008 wurde Dauber an das Hessische Ministerium der Justiz abgeordnet und wurde während dessen im November 2006 zur Richterin am Landgericht beim Landgericht Darmstadt ernannt. Sie war als wissenschaftliche Mitarbeiterin von August 2008 bis Mai 2011 an den Bundesgerichtshof und anschließend bis Juni 2012 an das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe abgeordnet worden. Während dieser Abordnung erfolgte im August 2011 ihre Beförderung zur Richterin am Oberlandesgericht. Am Oberlandesgericht Frankfurt am Main gehörte sie seit Juli 2012 einem Zivil- und einem Strafsenat an.

Mit Wirksamkeit ihrer Ernennung zur Richterin am Bundesgerichtshof im November 2014 wurde sie dem für Bank- und Börsenrecht zuständigen XI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofes zugewiesen.Sechs neue Richterinnen und Richter am Bundesgerichtshof Pressemitteilung des Bundesgerichtshofs Nr. 171/2014 vom 20. November 2014.

Am 15. Oktober 2014 wurde Dauber zudem auf Vorschlag der CDU-Fraktion vom Hessischen Landtag zum stellvertretenden nicht richterlichen Mitglied an den Staatsgerichtshof des Landes Hessen gewählt. Die Wiederwahl erfolgte 2019. Am 31. Mai 2022 wurde Dauber ständiges richterliches Mitglied des Hessischen Staatsgerichtshofs, als Nachrückerin für Roman Poseck, der am 31. Mai 2022 zum Justizminister des Landes Hessen ernannt worden war. Sie hatte das Amt bis zum Ende der Legislaturperiode 2024 inne. Im März 2024 wurde sie zum nichtrichterlichen Mitglied des Staatsgerichtshofs gewählt.

Neben ihrer richterlichen Tätigkeit engagiert sich Desirée Dauber politisch für die CDU.

Veröffentlichungen

Weblinks

Einzelnachweise

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