Blaukalk (auch: Karbidkalk, veraltet auch Buna-KalkJochen Stark, Bernd Wicht: Zement und Kalk: Der Baustoff als Werkstoff, S. 340, Springer-Verlag, 2013) ist der hauptsächlich aus Calciumhydroxid („Löschkalk“) bestehende Rückstand aus der Acetylen-Herstellung. Bei dieser wird Calciumcarbid („Karbid“) mit Wasser zur Reaktion gebracht; es entsteht Acetylen sowie ein blaugraues Nebenprodukt, das etwa zu 85–95 % aus Calciumhydroxid, 1–10 % aus Calciumcarbonat und 1–3 % aus Kohlenstoff und Silicaten besteht und durch unterschiedliche Prozessbedingungen als mehr oder weniger wässriger Schlamm anfällt.Hinweise auf Schwarzhandel mit Blaukalk, ORF Kärnten, 2. Dezember 2014

Der calciumhydroxidhaltige Rückstand (Ca(OH)2) aus dieser Reaktion wird als „Blaukalk“ bezeichnet.

Blaukalk wird als Abfallprodukt deponiert oder kann zu Zement weiterverarbeitet werden.HCB: Kehrtwende bei Wietersdorfer, ORF Kärnten, 10. Dezember 2014Blaukalk im Zementwerk weiter verbrannt auf kurier.at Auch die direkte Verwendung in der Bauindustrie als Karbidkalkmörtel war früher üblich.Karbidkalk und seine Verwertung. 2. Auflage, Deutscher Azetylenverein e.V., Berlin-Friedenau, 1941. Bei der Verwendung als Düngemittel muss die eventuelle Belastung durch Giftstoffe, welche durch die gemeinsame Deponierung mit anderen Produktionsrückständen in den Schlamm gelangen, berücksichtigt werden.Umweltbundesamt: , Altlastenatlas – Kärnten, abgerufen am 22. Jänner 2015.Giftiger Blaukalk könnte auf Kärntner Äckern gelandet sein, Der Standard, 11. Dezember 2014

Einzelnachweise

Kategorie:Calciumverbindung Kategorie:Abfall