Negativer Frieden ist ein Konzept des norwegischen Friedensforschers Johan Galtung, das er um 1971 entwickelte. Gemeint ist damit ein Frieden, der durch die Abwesenheit von direkter Gewalt besteht, insbesondere der Abwesenheit von organisierter militärischer Gewaltanwendung.Vorlesung Einführung in die Friedens- und Konfliktforschung von Thorsten Bonacker, Universität Marburg, PDF-Datei, S. 19.

Die Ziele des negativen Friedens sind zum einen die Beendigung der gewaltförmigen Konfliktaustragung, Waffenstillstand/-ruhe, Friedensverträge und eine ständige Sicherheit für die Bevölkerung. Damit stellt die Realisierung des negativen Friedens, als Conditio sine qua non eine wesentliche Voraussetzung für den positiven Frieden dar, der durch den weitgehenden Abbau struktureller Gewalt definiert ist.Arno Waschkuhn: Gewalt als Thema der Politikwissenschaft. In: Michael Klein (Hrsg.) Gewalt – interdisziplinär. LIT Verlag, Münster 2002, ISBN 3-8258-6272-0, S. 113.

Literatur

Weblinks Frieden auf der Internetseite der Bundeszentrale für politische Bildung

Einzelnachweise

Kategorie:Frieden