mini|hochkant=1.3|Landbuch in der Hand von Karl IV. am Denkmal für Kaiser Karl IV. in der Burg Tangermünde, diese baute der Kaiser zur Zweitresidenz ausLew Hohmann: Die Brandenburger. Be.Bra Verlag, Berlin 1998, ISBN 3-930863-47-2, Die Herrschaft der Luxemburger, S. 32–33.
Das Landbuch der Mark Brandenburg oder Landbuch Kaiser Karls IV. von 1375 zählt zu den bedeutenden statistischen Erfassungen des Mittelalters. Seine Daten dien(t)en der Erforschung verschiedener Aspekte, darunter Kirche, Lasten, Ortschaften, Verwaltungsgliederung, Wirtschaft, gesellschaftliche und staatliche Strukturen.Helmut Assing: Die Landesherrschaft der Askanier, Wittelsbacher und Luxemburger (Mitte des 12. bis Anfang des 15. Jahrhunderts). In: Brandenburgische Geschichte. Akademie Verlag, Berlin 1995, ISBN 3-05-002508-5, Kurzzeitige Stabilisierungsversuche unter Kaiser Karl IV. (1373–1378), S. 145–148, Landbuch der Mark Brandenburg: S. 147–148; Residenz Tangermünde: S. 148.Stefan Pätzold: Salzwedel und die Altmark im Landbuch der Mark Brandenburg von 1375/1376. In: Geschichte und Gegenwart der westlichen Altmark. Druck-Zuck, Halle an der Saale 2000, ISBN 3-928466-32-1, [Einleitung], S. 35.Dietrich Kurze: Das Mittelalter. In: Tausend Jahre Kirche in Berlin-Brandenburg. Wichern-Verlag, Berlin 1999, ISBN 3-88981-045-4, Die Kirche im späten und ausgehenden Mittelalter (14. bis Anfang des 16. Jahrhunderts). Das Niederkirchenwesen, S. 69–73.Eckhard Müller-Mertens: Hufenbauern und Herrschaftsverhältnisse in brandenburgischen Dörfern nach dem Landbuch Karls IV. von 1375. In: Wissenschaftliche Zeitschrift der Humboldt-Universität Berlin. Jahrgang 1; Heft 1. Berlin 1951/52, Die Hauptaufgaben der Hufenbauern; Zins, Pacht und Bede, S. 47–57.Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für die Altmark. Band 2: L–Z. Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-8305-3743-4, Quellen und Literatur. (Archivalische) Quellen zu den einzelnen Punkten. Zu 7: 1375, S. 2599.Herbert Helbig: Gesellschaft und Wirtschaft der Mark Brandenburg im Mittelalter. Walter de Gruyter, Berlin 1973, ISBN 3-11-003795-5, Die Wirtschaft, S. 69–153.Rosemarie Baudisch: Geographische Grundlagen und historisch-politische Gliederung Brandenburgs. In: Brandenburgische Geschichte. Akademie Verlag, Berlin 1995, ISBN 3-05-002508-5, Landschaften, S. 22–32, Landbuch der Mark Brandenburg: S. 22–23, 26, 28, 30.Rosemarie Baudisch: Geographische Grundlagen und historisch-politische Gliederung Brandenburgs. In: Brandenburgische Geschichte. Akademie Verlag, Berlin 1995, ISBN 3-05-002508-5, Grenzen und Verwaltungsgliederung, S. 32–44, hier S. 34–37.Werner Lippert: Geschichte der 110 Bauerndörfer in der nördlichen Uckermark. Böhlau Verlag, Köln 1968, V. Zustände zur Zeit des Landbuchs von 1375. 13. Das nördliche Uckerland 150 Jahre nach der deutschen Besiedlung, S. 68–69.Eberhard Bohm: Teltow und Barnim. Böhlau Verlag, Köln 1978, ISBN 3-412-03878-4, C. Barnim. VI. Die Entwicklung auf dem Barnim vom 13. bis zum 15. Jahrhundert, S. 272–291, Landbuch der Mark Brandenburg: S. 272, 279–281, 283–284, 286, 287–288.
Das Urbar liefert für hunderte Siedlungen einen näheren Einblick, erwähnt viele von ihnen erstmals urkundlich, markiert damit den Bezugspunkt ihrer Jubiläen. Es entwirft in Verbindung mit weiteren Quellen ein facettenreiches Panorama der spätmittelalterlichen Mark Brandenburg. Darüber hinaus formte das Amtsbuch das Bild der Geschichte von Deutschland und vom Heiligen Römischen Reich mit.Felix Escher: Landbuch der Mark Brandenburg. In: Lexikon des Mittelalters (LexMA). Band V. Hierra-Mittel bis Lukanien. Deutscher Taschenbuchverlag, München 2002, ISBN 3-423-59057-2, Sp. 1642.Joachim Stephan: Die Zauche in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts. In: An Elbe und Oder. Verlag Dr. Stephan, Einhausen 2008, ISBN 978-3-939457-06-0, S. 67–98.Karl-Friedrich Krieger: Die Lehnshoheit der deutschen Könige im Mittelalter (ca. 1200–1437). Scientia Verlag, Aalen 1979, ISBN 3-511-02843-4, Drittes Kapitel. Die Reichsvasallen. I. Die Lehnshierarchie. 2. Die Lehre von der Heerschildordnung in Theorie und Rechtspraxis des Spätmittelalters. d) Die Vorschriften über die Lehnsunfähigkeit. bb) Bürger. α) Nord- und Ostdeutschland, S. 137–147, hier S. 138–139.
Hintergrund und Entstehung mini|hochkant|Bankett mit Karl IV., Karl V., König von Frankreich und Wenzel, dem eigentlichen Markgrafen von Brandenburg, Buchmalerei von Jean Fouquet, 15. Jahrhundert.Lew Hohmann: Die Brandenburger. Be.Bra Verlag, Berlin 1998, ISBN 3-930863-47-2, Die Kurmark Brandenburg, S. 30–31.
Im Jahr 1371 kam es zum Krieg zwischen Karl IV., Kaiser des Heiligen Römischen Reichs (1355–1378) und Otto V., Markgraf von Brandenburg (1364/1365–1373). Zum einen ging es Karl um die Kurstimme, zum anderen strebte er danach, seinen Hausmachtbereich nach Norden auszudehnen und diesen möglichst mit dem Meer zu verbinden. Am 15. August 1373 schlossen der siegreiche Luxemburger und der unterlegene Wittelsbacher den Vertrag von Fürstenwalde. Der vierfache König bekam von seinem Schwiegersohn die Markgrafschaft Brandenburg. Um die öffentliche Meinung im Reich nicht zu gefährden, spielte am Ende Geld die entscheidende Rolle beim Übergang der Herrschaft.Lew Hohmann: Die Brandenburger. Be.Bra Verlag, Berlin 1998, ISBN 3-930863-47-2, Die Kurmark Brandenburg, S. 30–31.Johannes Schultze: Die Mark Brandenburg. 2. Band. 4. Auflage. Duncker & Humblot, Berlin 2011, ISBN 978-3-428-13480-9, II. Die Mark unter dem Hause Luxemburg. 1. Kaiser Karl IV. (1373–1378), S. 161–175, territoriales Ziel, Wenzel der Landesherr, Regent Karl IV., erste Maßnahmen: S. 161; Landesbeschreibung von 1373: S. 161–164; Landbuch der Mark Brandenburg: S. 164, 169–170; Pfandauslösungen: S. 165, 170–171, 172; Landbede: S. 173–174.Peter Moraw: Karl. 10. K. IV. In: Lexikon des Mittelalters (LexMA). Band V. Hierra-Mittel bis Lukanien. Deutscher Taschenbuchverlag, München 2002, ISBN 3-423-59057-2, [Lebensdaten], Sp. 971.František Kavka: Am Hofe Karls IV. 1. Auflage. Edition Leipzig, Leipzig 1989, ISBN 3-361-00258-3, Das Profil des Herrschers, S. 12–25, hier S. 16 (tschechisch: Život na dvoře Karla IV. Praha, übersetzt von Rosemarie Borán).
Karl IV. zeigte im Gegensatz zu seinem Vorgänger reges Interesse am norddeutschen Gebiet. Zunächst folgten die üblichen Huldigungen und das Bestätigen der Rechte. Dann bedurfte es einer Darstellung des neu hinzugewonnenen Reichsterritoriums. Als solche entstand schon im Herbst 1373 die Landesbeschreibung der Mark Brandenburg. Vermutlich gleichzeitig mit ihr gab er das Landbuch der Mark Brandenburg in Auftrag. Es griff auf Vorbilder aus Nebenländern der böhmischen Krone zurück. Aus Anordnungen des Luxemburgers resultierten u. a. das mehrteilige Landbuch von Schlesien für einige Herzogtümer in Schlesien oder das Böhmische Salbüchlein für Neuböhmen. Das hiesige Werk sollte nach Jahrzehnten der Schwäche am Ende der askanischen und besonders während der wittelsbachischen Zeit eine geordnete Landesverwaltung fördern. Für deren nur ansatzweise vorhandene Zentrale und nicht für den praktischen Einsatz vor Ort war das Urbar wohl gedacht. Aus seinem Hauptzweck, einer Übersicht der dem Landesherrn bzw. Markgrafen verbliebenen Rechte, erwuchs eine Aufstellung zu den gesamten Verhältnissen der Mark.Gerd Heinrich: Handbuch der historischen Stätten. Berlin und Brandenburg. Mit Neumark und Grenzmark Posen-Westpreußen (= Handbuch der historischen Stätten Deutschlands. 10. Band). 3., überarbeitete und ergänzte Auflage. Alfred Kröner Verlag, Stuttgart 1995, ISBN 3-520-31103-8, II. Geographische Grundlagen, S. XVI–XIX, Norddeutschland: S. XVI; spätmittelalterliche Wüstungen: S. XVII.Carl Brinkmann: Die Entstehung des Märkischen Landbuchs Kaiser Karls IV. In: Forschungen zur Brandenburgischen und Preußischen Geschichte 21.2. Duncker & Humblot, Leipzig 1908, V. Das eigentliche Urbar. 1. Seine etwaigen Vorbilder. b) Das Ubarialwesen der Luxemburgischen Erbländer, S. 59–76.Fritz Schnelbögl (Hrsg.): Das „Böhmische Salbüchlein“ Kaiser Karls IV. über die nördliche Oberpfalz 1366/68 (= Vorstand des Collegium Carolinum (Hrsg.): Veröffentlichungen des Collegium Carolinum. Band 27). R. Oldenbourg Verlag, München / Wien 1973, ISBN 3-486-47621-1, Einführung. 1. Das „Böhmische Salbüchlein“ ( in Münchener Digitalisierungszentrum [PDF; 37,2 MB; abgerufen am 27. November 2019]).Helmut Assing: Die Landesherrschaft der Askanier, Wittelsbacher und Luxemburger (Mitte des 12. bis Anfang des 15. Jahrhunderts). In: Brandenburgische Geschichte. Akademie Verlag, Berlin 1995, ISBN 3-05-002508-5, Das Ende der Askanier, das märkische Interregnum und der Übergang der Markgrafschaft an die Wittelsbacher (1308 bis 1323/24), S. 132–136.Helmut Assing: Die Landesherrschaft der Askanier, Wittelsbacher und Luxemburger (Mitte des 12. bis Anfang des 15. Jahrhunderts). In: Brandenburgische Geschichte. Akademie Verlag, Berlin 1995, ISBN 3-05-002508-5, Die Bemühungen der Wittelsbacher um die Rückgewinnung der märkischen Territorien und um die Festigung der Landesherrschaft (1223/24 bis 1343/44), S. 136–140.Helmut Assing: Die Landesherrschaft der Askanier, Wittelsbacher und Luxemburger (Mitte des 12. bis Anfang des 15. Jahrhunderts). In: Brandenburgische Geschichte. Akademie Verlag, Berlin 1995, ISBN 3-05-002508-5, Die Wittelsbacher unter dem Druck der Luxemburger und ihr schließlicher Verzicht auf die Markgrafenwürde (1343/44 bis 1373), S. 141–145.Stefan Pätzold: Salzwedel und die Altmark im Landbuch der Mark Brandenburg von 1375/1376. In: Geschichte und Gegenwart der westlichen Altmark. Druck-Zuck, Halle an der Saale 2000, ISBN 3-928466-32-1, 3.) Entstehung und Zweck des Landbuchs, S. 43–45, Funktion des Landbuchs: S. 44; Absichten Karls IV.: S. 45.