Katà tríton trochaíon ( „(Zäsur) nach dem dritten Trochäus“, ) bezeichnet in der antiken Verslehre eine Zäsur des Hexameters nach dem dritten Trochäus, das heißt zwischen den beiden Kürzen des dritten Daktylus. Schema:

Nach einer mechanistischen Interpretation werden die ersten beiden Silben eines Daktylus () als Trochäus () interpretiert, daher der Name. Diese Zäsur ist seltener als die als „heroische“ Zäsur bekannte Penthemimeres. Sie ist im Gegensatz zu dieser weiblich, da das Kolon mit einer Senkung endet.

Als Beispiele ein Vers Vergils:Vergil Aeneis V, 591

und eine deutsche Nachbildung des Hexameters von Friedrich Gottlieb Klopstock:Friedrich Gottlieb Klopstock: Rothschilds Gräber. In: (ders.): Oden. Band 1, Leipzig 1798, S. 237, online

Literatur Sandro Boldrini: Prosodie und Metrik der Römer. Teubner, Stuttgart & Leipzig 1999, ISBN 3-519-07443-5, S. 93. Otto Knörrich: Lexikon lyrischer Formen (= Kröners Taschenausgabe. Band 479). 2., überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 2005, ISBN 3-520-47902-8, S. 113.

Einzelnachweise

Kategorie:Verslehre