mini|hochkant|Jadekohl – Palastmuseum, Taipei Der Jadekohl () ist ein wertvolles Stück aus der Sammlung des Nationalen Palastmuseums in der Republik China (Taiwan).
Die Skulptur aus der Qing-Dynastie ist 18,7 cm lang, 9,1 cm breit und 5,07 cm tief. Man nutzte die natürliche Farbe der Jade aus, um einen Chinakohl zu imitieren.
Stellenwert mini|hochkant|Fleischstein – Palastmuseum, Taipei Der Jadekohl und der Fleischstein () werden heute vom Nationalen Palastmuseum als wichtige Kulturschätze betrachtet, aber sie gelten nicht als nationales Kulturgut der Republik China. . In: Radio Taiwan International, abgerufen am 12. Januar 2020. (chinesisch)
Der Jadekohl, das rituelle Ding-Gefäß des Herzogs Mao () und der Fleischstein werden aber zusammen „Die drei Schätze des Nationalen Palastmuseums“ () genannt.Sam Ju: Translated by David Smith. In: Taiwan Panorama, October 2009, S. 83; abgerufen am 21. April 2023. (chinesisch)
Geschichte Außer dem im nationalen Palastmuseum gesammelten drei Jadekohl-Skulpturen unterschiedlicher Größe gibt es noch zwei weitere Exemplare, die sich jeweils im Peking-Palastmuseum und im Tianjin-Palastmuseum befinden.. In: www.cna.com.tw, abgerufen am 12. Januar 2020. (chinesisch). In: tjbwg.com, abgerufen am 12. Januar 2020. (chinesisch) Laut Forschern der Qing-Dynastie brach der Warlord Sun Dianying () 1928 das Mausoleum der Kaiserinwitwe Cixi auf, um die Grabbeigaben zu plündern, dabei raubte er ihren Lieblings-Jadekohl. Später war sein Verbleib unbekannt. Daher gibt es mindestens sechs verschiedene Jadekohl-Exemplare, die jedoch unterschiedliche Formen haben. Derzeit sind der Jadekohl, die Qingming-Rolle () aus dem 18. Jahrhundert und das Jaspis-Fleischstück im Nationalen Palastmuseum die unter Touristen beliebtesten Kulturschätze. Das Nationale Palastmuseum bietet viele Souvenirs an, die das Motiv des Jadekohls variieren.
Aussehen mini|200px|Detail – Insekt auf dem Jadekohl Obwohl es nicht nur einen Jadekohl gibt, wird dieses Exemplar weitaus am häufigsten ausgestellt und auf Fotos gezeigt. Es gibt wenig Literatur über den Jadekohl. Man weiß nur, dass diese Jadeskulptur ursprünglich im Yonghe-Palast der Verbotenen Stadt ausgestellt wurde, und außerdem vermutet man, dass das die Mitgift der kaiserlichen Konkubine Jin des Kaisers Guangxu war.
Die Jadeskulptur ist aus einem Stück und man nutzte die natürliche Farbe der Jade aus, um die grünen Blätter und die weißen Blattstiele zu schnitzen. Die Form des Chinakohls bedeutet die Unschuld der Frauen, und auf dem Blatt wurden eine Laubheuschrecke und eine Wanderheuschrecke geschnitzt. Die beiden Tiere symbolisieren auch „viele Nachkommen“. Die Laubheuschrecke wird von den Chinesen umgangssprachlich „Weberin“ () oder „Guo-Guo“ () genannt, die eine regionale Bezeichnung für die Laubheuschrecke (Mecopoda elongata) steht. Der linke Fühler der Laubheuschrecke auf dem Jadekohl brach einen Zentimeter ab. Diese Beschädigung kann man auf einem Archivfoto der Republik China aus dem Jahr 1966 sehen.
Ausstellungen im Ausland 2014 wurden der Jadekohl und der Fleischstein neben anderen Kulturschätzen des Nationalen Palastmuseums zum ersten Mal im asiatischen Ausland – in Japan – ausgestellt, im Rahmen einer Sonderausstellung mit 231 Stücken, die zunächst im Nationalmuseum Tokio und dann im Nationalmuseum Kyushu gezeigt wurden.Ganz Japan bittet um den Jade-Chinakohl. Das Nationale Palastmuseum zusagte dem Jadekohl auszuleihen. Radio Taiwan International, 18. Juni 2014 Der Jadekohl selbst wurde nur zwei Wochen vom 24. Juni bis 7. Juli in Tokio ausgestellt, dann wurde er sofort nach Taipei zurückgebracht.
Weblinks Offizielle Website – Der Jadekohl – Nationales Palastmuseum Taiwan (chinesisch, englisch, japanisch) Leslie Hook: The Jade Cabbage. – Wall Street Journal, 27. Juli 2007 (englisch)
Einzelnachweise
Kategorie:Chinesische Skulptur Kategorie:Jade Kategorie:Pflanzen in der Kultur