Der Artikel beinhaltet eine ausführliche Darstellung der neuseeländischen Fußballnationalmannschaft bei Fußball-Weltmeisterschaften. Neuseeland nahm 2026 zum dritten Mal an der Weltmeisterschaftsendrunde teil. Bei den beiden vorherigen Teilnahmen schied Neuseeland jeweils in der ersten Runde aus. In der ewigen Tabelle lag Neuseeland vor der WM 2026 als beste Mannschaft, die noch kein WM-Spiel gewonnen hatte, auf Platz 61 und fiel dann auf Platz 63, ist aber weiterhin die beste Mannschaft ohne gewonnenes WM-Spiel.

Übersicht Jahr Gastgeberland Teilnahme bis … Letzte(r) Gegner ErgebnisDie Platzierungen ab Platz 5 wurden von der FIFA festgelegt, ohne dass es dafür Platzierungsspiele gab. Siehe: (PDF-Datei; 195 kB) Trainer Bemerkungen und Besonderheiten1930Uruguay nicht teilgenommen Kein FIFA-Mitglied 1934 Italien nicht teilgenommen Kein FIFA-Mitglied 1938Frankreich nicht teilgenommen Kein FIFA-Mitglied 1950Brasilien nicht teilgenommen 1954Schweiz nicht teilgenommen 1958Schweden nicht teilgenommen 1962 Chile nicht teilgenommen 1966 England nicht teilgenommen 1970 Mexiko nicht qualifiziert In der Qualifikation in der Gruppenphase an Israel gescheitert, das sich 1970 zum bisher einzigen Mal für eine WM qualifizieren konnte. 1974 Deutschland nicht qualifiziert In der Qualifikation in der Gruppenphase an Australien gescheitert, das sich erstmals für die WM qualifizieren konnte. 1978 Argentinien nicht qualifiziert In der Qualifikation in der Gruppenphase an Australien gescheitert, das sich auch nicht qualifizieren konnte. 1982 Spanien Vorrunde Schottland, UdSSR, Brasilien 23. John Adshead Nach drei Niederlagen als Gruppenletzter ausgeschieden. 1986 Mexiko nicht qualifiziert In der Qualifikation in der Gruppenphase an Australien gescheitert, das sich auch nicht qualifizieren konnte. 1990 Italien nicht qualifiziert In der Qualifikation in der 2. Runde an Israel gescheitert, das sich auch nicht qualifizieren konnte. 1994 USA nicht qualifiziert In der Qualifikation im Ozeanien-Finale an Australien gescheitert, das sich auch nicht qualifizieren konnte. 1998 Frankreich nicht qualifiziert In der Qualifikation erneut im Ozeanien-Finale an Australien gescheitert, das sich auch nicht qualifizieren konnte. 2002 Südkorea/Japan nicht qualifiziert In der Qualifikation wieder im Ozeanien-Finale an Australien gescheitert, das sich auch nicht qualifizieren konnte. 2006 Deutschland nicht qualifiziert In der Qualifikation in der 2. Runde wieder an Australien gescheitert, das sich nach 1974 erstmals wieder für Ozeanien qualifizieren konnte, danach aber in den asiatischen Verband wechselte. 2010 Südafrika Vorrunde Slowakei, Italien, Paraguay 22. Da sich auch Australien qualifizieren konnte, allerdings für den asiatischen Verband, nahmen erstmals zwei ozeanische Staaten an einer WM teil. Beide schieden aber nach der Vorrunde aus. Neuseeland belegte nach drei Remis ungeschlagen den 3. Gruppenplatz und war damit noch vor Weltmeister Italien platziert. 2014 Brasilien nicht qualifiziert Als Sieger der Ozeanienqualifikation spielte die Mannschaft in einer interkontinentalen Playoff-Runde gegen den 4. der CONCACAF-Qualifikation, Mexiko, um einen Platz in der Weltmeisterschaft. Neuseeland verlor das Hinspiel in Mexiko mit 1:5 und das Rückspiel mit 2:4. 2018 Russland nicht qualifiziert Neuseeland konnte sich als Sieger der Ozeanien-Qualifikation in den Interkontinental-Playoffs nicht gegen Peru, den Fünften der Südamerika-Qualifikation durchsetzen. 2022 Katar nicht qualifiziert Neuseeland verlor im Juni 2022 im interkontinentalen Play-off gegen Costa Rica mit 0:1. 2026 Kanada, Mexiko und USA Vorrunde Ägypten, Belgien, Iran Darren Bazeley Aufstockung auf 48 Teams in der WM-Endrunde. Als Sieger der Ozeanienqualifikation nimmt die Mannschaft 2026 zum dritten Mal an einer Weltmeisterschaft teil. Gegner bei der Endrunde sind der Iran, Ägypten und Belgien. mini|Platzierung der neuseeländischen Mannschaft in der ewigen WM-Tabelle Statistik (Angaben inkl. Qualifikation 2026: 23 Weltmeisterschaften; Prozentangaben sind gerundet) Teilnahmeverzicht: 8× (34,8 %; 1930 bis 1966) Nicht qualifiziert: 12× (52,2 %; 1970, 1974, 1978, 1986, 1990, 1994, 1998, 2002, 2006, 2014, 2018 und 2022) Sportliche Qualifikation: 3× (13,04 % bzw. bei 14,3 % der Versuche) Vorrunde: 3× (13,04 %; 1982, 2010, 2026)

Turniere mit maximal 16 Teilnehmern 1930 bis 1966 Neuseeland, dessen Fußballverband zwar bereits 1891 gegründet wurde, aber erst 1948 in die FIFA aufgenommen wurde, und das bereits zwischen 1922 und 1927 die ersten Länderspiele ausgetragen hatte, konnte nicht an den ersten drei Weltmeisterschaften teilnehmen. Auch nach Aufnahme in die FIFA verzichtete Neuseeland fünfmal auf die Teilnahme an der WM-Qualifikation.

1970 in Mexiko Für die erste WM in Mittelamerika hatte erstmals auch Neuseeland gemeldet. Zusammen mit Australien, Israel, Japan, Nord- und Südkorea traTen sie in zwei Gruppen der Qualifikation an. Australien setzte sich gegen Japan und Südkorea durch, Neuseeland verlor beide Spiele gegen Israel, das erste WM-Qualifikationsspiel am 28. September 1969 in Tel Aviv mit 0:4 und drei Tage später am gleichen Ort mit 0:2. Die Spiele gegen Nordkorea entfielen, da Nordkorea disqualifiziert worden war, weil es sich weigerte, in Israel zu spielen. Australien verlor dann in Ramat Gan mit 0:1 gegen Israel und kam im Rückspiel in Sydney nur zu einem 1:1. Damit war Israel zum bisher einzigen Mal für die WM-Endrunde qualifiziert.

1974 in Deutschland In der Qualifikation für die erste WM in Deutschland traf Neuseeland in der ersten Runde auf Australien, den Irak und Indonesien und beendete die Gruppe als Letzter. Immerhin wurde gleich im ersten WM-Qualifikationsspiel in Neuseeland am 4. März 1973 in Auckland beim 1:1 gegen Australien der erste Punkt erkämpft. Alle anderen Spiele fanden in Australien statt und zwei weitere Unentschieden bei drei Niederlagen waren dann aber zu wenig. Australien gelang in der Folge die erste Qualifikation für die WM-Endrunde, man scheiterte dort aber bereits in der Vorrunde und musste anschließend 32 Jahre warten, um sich erneut zu qualifizieren.

1978 in Argentinien Für die vierte WM in Südamerika musste Neuseeland in der Qualifikation zunächst gegen Australien und die Republik China antreten. Am 20. März 1977 gelang dabei mit einem 6:0 gegen die Republik China der erste Sieg in einem WM-Qualifikationsspiel und auch das Rückspiel am gleichen Ort wurde drei Tage später mit 6:0 gewonnen. Da es gegen Australien nur zu einem Remis in zwei Spielen reichte, wurde nur der zweite Platz belegt, der nicht zum Weiterkommen reichte. Aber auch Australien konnte den Erfolg von der letzten Qualifikation nicht wiederholen und scheiterte in der letzten Runde als Gruppenvierter.

Turniere mit 24 Teilnehmern 1982 in Spanien

Für die Qualifikation zur WM auf der iberischen Halbinsel, für die den Mannschaften aus Asien und Ozeanien erstmals zwei Plätze zugestanden wurden, musste Neuseeland in der ersten Runde gegen Australien, Indonesien, die Republik China und Fidschi antreten und belegte den ersten Platz. Neuseeland verlor dabei kein Spiel und erzielte 31:3 Tore. In der Finalrunde wurde hinter Kuwait, das sich damit zum bisher einzigen Mal qualifizierte und vor China und Saudi-Arabien der zweite Platz belegt, so dass nach 1974 wieder eine ozeanische Mannschaft an der WM teilnahm.

In Spanien trafen die Neuseeländer in ihrem ersten WM-Spiel auf Schottland und verloren mit 2:5. Steve Sumner gelang dabei mit dem zwischenzeitlichen 1:3 das erste WM-Tor für die Neuseeländer. Gegen die UdSSR folgte ein 0:3 und gegen Rekordweltmeister Brasilien ein 0:4. Damit verabschiedete sich Neuseeland als Gruppenletzter für 28 Jahre von der WM-Bühne.

1986 in Mexiko

Für die Qualifikation zur zweiten WM in Mexiko wurden Neuseeland und Australien aus politischen Gründen in eine Gruppe mit Israel und der Republik China gepackt. Der Sieger musste dann noch gegen einen Gruppenzweiten einer europäischen Vierergruppen antreten. Neuseeland konnte den Erfolg von der letzten Qualifikation nicht wiederholen und wurde punktgleich mit Israel aber der schlechteren Tordifferenz nur Dritter und schied damit aus. Gruppensieger Australien konnte sich nicht gegen Schottland durchsetzen, so dass 1986 keine Mannschaft des OFC teilnahm.

1990 in Italien

Für die Qualifikation zur zweiten WM in Italien mussten die Neuseeländer zunächst in einer Vorqualifikation gegen die Republik China antreten. Mit zwei Siegen (4:0 und 4:1) gelang der Einzug in die Gruppenphase. In dieser belegte Neuseeland hinter Israel, das letztmals gegen die ozeanischen Mannschaften spielen musste, und Australien nur den dritten Platz. Israel konnte sich dann aber in den Interkontinentalen Playoffs nicht gegen Kolumbien durchsetzen.

1994 in den Vereinigten Staaten

Für die Qualifikation zur WM in den USA wurden die Neuseeländer in eine Gruppe mit Fidschi und Vanuatu gelost. Neuseeland setzte sich mit drei Siegen und einem Remis durch und traf dann im Ozeanien-Finale auf Australien. Beide Spiele wurden verloren (0:1 und 0:3). Danach konnte sich Australien aber nicht in der interkontinentalen Qualifikation durchsetzen. Zwar wurde die erste Hürde Kanada genommen, die letzte Hürde, Vizeweltmeister Argentinien, war dann aber zu hoch. Mit einem 1:1 in Sydney und einem 0:1 in Buenos Aires zog sich Australien aber achtbar aus der Affäre.

Turniere mit 32 Teilnehmern 1998 in Frankreich

Die Qualifikation zur zweiten WM in Frankreich verlief ähnlich. In der Gruppenphase setzte sich Neuseeland trotz einer 0:1-Auftaktniederlage gegen Papua-Neuguinea mit drei weiteren Siegen gegen Papua-Neuguinea und Fidschi durch, schied dann aber im Ozeanen-Finale wieder mit zwei Niederlagen gegen Australien aus. In den Play-off-Spielen gegen den Iran schieden die Australier aber nach einem 1:1 in Teheran und einem 2:2 im Heimspiel aufgrund der Auswärtstorregel aus.

2002 in Japan und Südkorea Unter dem Motto „The same procedure as every year“ stand auch die Qualifikation zur ersten WM in Asien. Wieder setzte sich Neuseeland souverän gegen die Mannschaften der pazifischen Inseln Tahiti, Salomonen, Vanuatu und Cookinseln durch und gewann dabei alle vier Spiele. Wie bei den beiden vorherigen Qualifikationen wurde dann aber in zwei Spielen gegen Australien verloren, das dann in den Play-off-Spielen gegen den Südamerika-Fünften Uruguay wieder den Kürzeren zog.

2006 in Deutschland

Für die zweite Weltmeisterschaft in Deutschland, die auch deshalb in Deutschland stattfand, weil der neuseeländische FIFA-Vertreter Charles Dempsey sich entgegen der Weisung seines Verbandes bei der entscheidenden Abstimmung der Stimme enthielt, wollten sich schon 12 Mannschaften der OFC qualifizieren, aber immer noch gab es keinen direkten Startplatz. Neuseeland und Australien mussten allerdings erst in der zweiten Runde antreten, die gleichzeitig als OFC-Nationen-Pokal 2004 ausgetragen wurde. Hinter Australien und den Salomonen, die in der dritten Runde nochmals gegeneinander antraten, belegte Neuseeland nur den dritten Platz und schied damit aus. Australien traf nach zwei weiteren Siegen gegen die Salomonen dann wieder auf Uruguay. Das Hinspiel in Montevideo wurde mit 0:1 verloren und das Rückspiel stand nach 90 Minuten 1:0 für Australien. Da in der damit notwendigen Verlängerung kein weiteres Tor fiel, kam es zum Elfmeterschießen, das Australien mit 4:2 gewann. Damit nahm erstmals nach 24 Jahren wieder eine Mannschaft des OFC teil. Australien wechselte aber anschließend in den asiatischen Kontinentalverband, da diesem mittlerweile vier direkte Startplätze zustanden und sie sich dort bessere Chancen ausrechneten, sich direkt zu qualifizieren, was in der Folge auch immer gelang.

2010 in Südafrika