Die Maschinenfabrik Froriep GmbH war ein deutscher Werkzeugmaschinenhersteller. Das ehemalige Familienunternehmen hatte sein Werk in Mönchengladbach-Rheydt. Die Firma baute schwere Werkzeugmaschinen, die in der Industrie zum Einsatz kamen.

Geschichte mini|Werkshallen der ehemaligen Maschinenfabrik Froriep in Mönchengladbach-Rheydt Das Unternehmen wurde am 1. Juni 1867 von Karl Klingelhöffer (1822–1889) und Otto Froriep (1835–1883) unter dem Namen Klingelhöffer & Froriep in Rheydt gegründet. Vor der Firmengründung leitete Froriep die Deutsche Werkzeugmaschinenfabrik in ChemnitzWiebke von Häfen: Ludwig Friedrich von Froriep (1779-1847). Böhlau Verlag, 2007, ISBN 978-3-412-03606-5. S. 313.

Im Jahr 1876 schied Karl Klingelhöffer als Gesellschafter aus. Die Firma wurde unter dem neuen Namen Otto Froriep weitergeführt. Nach dem frühen Tod von Otto Froriep übernahm Paul Froriep (1863–1910), ein Sohn des Firmengründers, die Leitung. Im Jahr 1920 erfolgte eine erneute Umbenennung der Firma auf den Namen Maschinenfabrik Froriep GmbH. 1943 und 1944 wurde die Maschinenfabrik bei Luftangriffen schwer beschädigt. Dabei verloren 11 Werksangehörige ihr Leben. 1948 konnte die Produktion nach einer längeren Instandsetzungsphase der Werksanlagen wieder aufgenommen werden. 1955 übernahm der Jurist Henrik Froriep (1927–2019) in Freiburg im Breisgau,Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 343. der unter anderem auch als Mitglied des Landesbeirats der Commerzbank AG tätige in Brissago in der Schweiz lebende Urenkel des Gründers, für weitere 11 Jahre die Leitung des Familienunternehmens. 1966 erfolgte der Verkauf des Unternehmens an Tube Investments Limited aus London. Fünf Jahre später verkaufte Tube Investment das Werk 1971 an die in ständiger Konkurrenz zur Maschinenfabrik Froriep GmbH stehende Schiess AG aus DüsseldorfAngaben zur Maschinenfabrik Froriep aus dem Portal Deutsche Nationalbibliothek.

In den Folgejahren wurden die größten Produktionsbereiche am Standort Mönchengladbach-Rheydt nach Düsseldorf verlagert, so das zum Schluss nur noch die mechanische Fertigung und der Service am Standort Mönchengladbach-Rheydt verblieben. In den 1980er Jahren wurden die Produktionshallen am Standort Mönchengladbach-Rheydt von der Schiess AG aufgegeben.

Produkte Eisengießerei (bis ca. 1900) Senkrecht-Drehmaschinen Waagerecht-Drehmaschinen Waagerecht-Bohrmaschinen Waagerecht-Fräsmaschinen Maschinen für Grobblech-Bearbeitung Sondermaschinen der spanenden und der spanlosen Form

Mitarbeiterzahlen Die folgende Übersicht zeigt die Mitarbeiterzahlen des Unternehmens Jahr Mitarbeiterzahl1876 61883 2501896 2501934 12001948 3441961 12701967 9251970 950

Quelle:

Unternehmervilla Im Jahr 1898 vergab Paul Froriep an den Architekten Robert Neuhaus den Auftrag eine repräsentative Villa in Mönchengladbach-Rheydt errichten zu lassen. Die Unternehmerfamilie bewohnte die Villa bis in die 1940er Jahre. Die Villa steht heute unter Denkmalschutz und wurde 1989 in die Denkmalschutzliste der Stadt Mönchengladbach aufgenommen. Seit 1949 wird das Gebäude als Hotel und Restaurant genutzt.

Siehe auch Liste von Werkzeugmaschinenbauern

Literatur Froriep report: 100 Jahre FRORIEP 1867-1967. Rheydt 1967 Wiebke von Häfen: Ludwig Friedrich von Froriep (1779-1847). Böhlau Verlag, 2007, ISBN 978-3-412-03606-5.

Weblinks Angaben zur Villa Froriep auf rp-online.de Angaben zur Maschinenfabrik Froriep aus dem Portal Deutsche Nationalbibliothek

Einzelnachweise

Kategorie:Werkzeugmaschinenhersteller Kategorie:Ehemaliges Unternehmen (Mönchengladbach) Kategorie:Unternehmensgründung 1867 Kategorie:Aufgelöst 1971 Kategorie:Produzierendes Unternehmen (Mönchengladbach)