Diese Liste der profanierten Kirchen im Bistum Aachen listet die bisher profanierten und geschlossenen Kirchen des Bistums Aachen auf. Bei der Schließung eines katholischen Kirchengebäudes wird ein Profanierungsgottesdienst gefeiert, der zur Verabschiedung von dem Gebäude als Gotteshaus dient. Mit der Profanierung wird die Kirche entsegnet. Die Liste zeigt ebenso die unterschiedlichen Möglichkeiten der Umnutzung nach einer Kirchenschließung.
Liste
Bild Name Ort Profaniert Kirchengemeindeverband Bemerkungen 100x100px St. Alfons Aachen ehemalige Klosterkirche der Redemptoristen (1865–1986) und der Jesuiten-Kommunität Aachen (1986–2005), seit 2008 als Bürogebäude hergerichtetkloster-st-alfons-aachen.de 100x100px St. Barbara Aachen Aachen-Ost / Eilendorf Der Kirchenkomplex wurde der Gemeinde „Neues Leben“ zur Nutzung einer evangelischen Freikirche verkauft. 100x100px St. Elisabeth Aachen Aachen-Nord 1904–1907 erbaut, Architekt: Eduard Endler. Am 1. Dezember 2016 von der Landmarken AG übernommen und drei Monate als Konzepthotel genutzt. Seit 2017 gemeinsam mit DigitalHub Aachen als Digital Church genutzt. 100x100px Katholisches Gemeindezentrum Franziska von Aachen Aachen 2008 GdG Franziska von Aachen wurde 2008 der Evangelischen Freikirchlichen Gemeinde Aachen übertragenChristoph Hahn: Baptisten ziehen ein nach 40.000 Arbeitsstunden, in Aachener Nachrichten vom 17. Februar 2002 100x100px St. Martin Aachen 1953/54 erbaut, 2005 an evangelikale Vineyard-Gemeinde Aachen verkauftvineyard-aachen.de 100x100px St. Paul Aachen Aachen-Mitte Umbau zum Diözesanarchiv des Bistums Aachen. 120x120px Christus unser Friede Aachen-Forst Aachen-Forst / Brand Die zwischen 1970 und 1971 im Neubaugebiet Driescher Hof erbaute Kirche soll aufgrund von Baufälligkeit abgerissen werden. St. Matthäus Aldenhoven-Pattern (spätestens) Aldenhoven 1858–1861 erbaut. Die Patterner Kirche musste wie das gesamte Dorf dem Tagebau Zukunft weichen. Am 12. Juli 1990 wurde das neugotische Gotteshaus abgerissen. Als Ersatz wurde am 27. Juni 1992 in Neu-Pattern die Matthäus-Kapelle eingeweiht.matthaeus-pattern.de (7. September 2015) 100x100px St. Bonifatius Düren Düren-Mitte 1951–1952 erbaut, Architekt: Albert Boßlet. Wurde zu einer Kindertagesstätte umgebaut.Alina Miebach: Entwidmung: Der letzte Gottesdienst in St. Bonifatius. In: Dürener Zeitung - 145. Jahrgang. Nr. 7, 9. Januar 2017. 100x100px St. Peter Julian Düren Düren-Mitte 1964–1965 erbaut, Architekt: Helmut Lüttgen. Abriss im Juni 2003, 2005 Bau eines Altenheimes auf dem Grundstück. 100x100px Kapelle Birgel Düren-Birgel 1. Hälfte 20. Jahrhundert Düren-West im 17. Jahrhundert erbaut, zwischen 1818 und 1826 erweitert. Wird seit 1983 als Pfarrheim genutzt, als Kirche dient bereits seit 1903 die neue Kirche St. Martinus (Birgel).Bischöfliches Generalvikariat (Hrsg.): Handbuch des Bistums Aachen 3. Ausgabe, Aachen 1994, S. 334. 100x100px Herz-Jesu-Kirche Düren-Hoven Düren-Nord 1971–1972 erbaut, Architekt: Helmut Lüttgen, Einbau von 10 Wohnungen geplant. Der heutige Altarraum soll für Gottesdienste weitergenutzt werden. 100x100px St. Cyriakus Düren-Niederau (Teilprofanierung) Düren-Mitte 1904–1905 erbaut, Architekt: Theodor Roß. Der Altarraum wurde nicht profaniert, seit 1. November 2015 Grabeskirche 100x100px Kapelle St. Josef Erkelenz-Berverath Erkelenz 1909 erbaut. Die Kapelle sollte ursprünglich dem Tagebau Garzweiler weichen und abgerissen werden, kann aber aufgrund des früheren Endes des Tagebaus erhalten bleiben. Eine Nachfolgenutzung ist bislang nicht gefunden. 100x100px St. Martinus Erkelenz-Borschemich Erkelenz 1906–1907 erbaut, Architekt: Heinrich Renard. Die Kirche musste der Erweiterung des Tagebaus Garzweiler weichen. Im Februar 2016 erfolgte der Abriss. Im Mai 2015 wurde als Ersatz in Neu-Borschemich eine neue Kapelle fertiggestellt. 100x100px St. Lambertus Erkelenz-Immerath Erkelenz 1888–1891 erbaut, Architekt: Erasmus Schüller. Die Kirche wurde am 8. und 9. Januar 2018 abgerissen und musste wie das gesamte Dorf Immerath dem Tagebau Garzweiler weichen. Im Umsiedlungsort Immerath (neu) wurde als Ersatz eine wesentlich kleinere Kapelle errichtet. 100x100px Heilig Kreuz Erkelenz-Keyenberg Erkelenz 1866 und 1912–1913 erbaut, Architekt: Friedrich von Schmidt. Die Kirche sollte ursprünglich dem Tagebau Garzweiler weichen und abgerissen werden, kann aber aufgrund des früheren Endes des Tagebaus erhalten bleiben. Eine Nachfolgenutzung ist bislang nicht gefunden. 100x100px Herz Jesu Erkelenz-Kuckum Erkelenz 1890–1891 erbaut. Die Kirche sollte ursprünglich dem Tagebau Garzweiler weichen und abgerissen werden, kann aber aufgrund des früheren Endes des Tagebaus erhalten bleiben. Eine Nachfolgenutzung ist bislang nicht gefunden. 100x100px Herz Jesu Eschweiler Eschweiler-Mitte 1938–1939 erbaut, Architekt: Hubert Hermann. Wird seit 2022 als Sozialkaufhaus genutzt. St. Michael Eschweiler Eschweiler-Mitte 1971–1972 erbaut, Architekt: Heinz Kalendenbach, nach Profanierung abgerissen100x100px St. Silvester Eschweiler-Lohn Eschweiler Wie das gesamte Dorf Lohn musste auch die Kirche dem Tagebau Zukunft weichen. Am 11. Dezember 1973 wurde das Gebäude gesprengt. Im Umsiedlungsort Neu-Lohn wurde als Ersatz eine neue Kirche und am Standort der alten Kirche die Gedächtniskapelle Lohn errichtet. 100x100px St. Josef Geilenkirchen-Bauchem Geilenkirchen 1974 erbaut, Architekt: Matthias Kleuters. Abriss im Frühjahr 2018. 100x100px St. Johann Baptist Geilenkirchen-Hünshoven Geilenkirchen 15. Jahrhundert erbaut (Mauerreste erhalten), Wiederaufbau 1951, Architekt: Dominikus Böhm. Umbau in eine Pflegeschule und Quartierstreff geplant. 100x100px St. Johann Baptist Herzogenrath-Merkstein Herzogenrath 1961–1962 erbaut, Architekt Emil Steffann, Abriss geplant 100x100px St. Barbara Hückelhoven Hückelhoven 1933–1934 erbaut, Architekt: Hermann Schagen, steht zurzeit leer. 100x100px Haus der Begegnung (HdB) Hückelhoven-Ratheim Hückelhoven Das 1972 als zweites Ratheimer Kirchengebäude nach Plänen von Josef Viethen erbaute HdB konnte als Folge des „Kirchlichen Immobilien Managements“ (KIM) und rückläufiger Besucherzahlen nicht mehr gehalten werden. Nachnutzung als Flüchtlingsunterkunft durch die Stadt Hückelhoven. St. Clemens Inden (circa) Inden 1894 erbaut, Architekt Julius Busch. Wie das gesamte Dorf Inden musste auch die Kirche dem Tagebau Inden weichen. Nach 2001 wurde die Kirche abgerissen. Im Umsiedlungsort Inden/Altdorf wurde als Ersatz für die beiden Kirchen von Inden und Altdorf eine neue errichtet. St. Pankratius Inden-Altdorf (circa) Inden Wie das gesamte Dorf Altdorf musste auch die Kirche dem Tagebau Inden weichen. Nach 2001 wurde die Kirche abgerissen. Im Umsiedlungsort Inden/Altdorf wurde als Ersatz für die beiden Kirchen von Inden und Altdorf eine neue errichtet. 100x100px St. Mariä unbefleckte Empfängnis Inden-Pier Inden Wie das gesamte Dorf Pier musste auch die Kirche dem Tagebau Inden weichen. Im Februar 2012 wurde das Gebäude abgerissen. 100x100px St. Pankratius Jüchen-Garzweiler (circa) Jüchen Wie das gesamte Dorf Garzweiler musste auch die Kirche dem Tagebau Garzweiler weichen. Der Abriss wurde im Jahr 1989 vollzogen. Als Ersatz wurde am Umsiedlungsort Garzweiler eine neue, kleinere Kirche errichtet. 100x100px St. Simon und Judas Thaddäus Jüchen-Alt-Otzenrath Jüchen Wie das gesamte Dorf Alt-Otzenrath musste auch die Kirche dem Tagebau Garzweiler weichen. Der Abriss wurde vom 8. bis 12. März 2007 vollzogen. Als Ersatz wurde am Umsiedlungsort Otzenrath eine neue, kleinere Kirche errichtet.zentriert|rahmenlos|124x124pxSt. RochusJülich24. Dez 2022Jülich1961 erbaut, Architekt: Gottfried Böhm. Nachnutzung als Fahrradhandlung, Kapelle kann weiterhin genutzt werden. 100x100px Heilig-Geist-Kapelle Kempen von 2005 bis 2012 Nachnutzung durch Buchhandlungwz-newsline.de St. Antonius (Bunkerkirche) Krefeld-Dießem Krefeld-Mitte 1953–1954 Umbau eines Hochbunkers der 1940er Jahre, Planung: Alfons Leitl, 2005–2006 Abriss und Bau eines Heims für psychisch Kranke120x120px St. Martin Krefeld Krefeld-Süd 1931 erbaut, Umbau zu Studentenwohnungen geplant120x120px St. Norbertus Krefeld Krefeld-Mitte 1950 erbaut, 2014 Umbau zu Wohnungen120x120px St. Franziskus Krefeld Krefeld-Mitte 1959–1961 erbaut, Architekten Stefan Leuer und Artur Janssen, Verkauf und Weiternutzung als Russisch-Orthodoxe Kirche unter dem Patronat der hl. Barbara120x120px St. Mariä Himmelfahrt Krefeld-Linn Krefeld-Ost 1957–1959 erbaut, Architekten Fritz Dohmen und Franz Gotzen, Umbau zu einem Kolumbarium geplant 100x100px St. Lambertus Merzenich-Bürgewald Merzenich / Niederzier Die Kirche und das Dorf Bürgewald (bis 2024 Morschenich) sollten dem Tagebau Hambach weichen und abgerissen werden. Da Bürgewald jedoch nach aktuellen Planungen nicht mehr abgebaggert werden soll, ist die Zukunft des Kirchengebäudes ungewiss.St. AlbertusMönchengladbach-Mitte18852024Ehemalige Jugendkirche, Nov. 2024 profaniert, von der Caritas übernommenDie Caritaskirche St. Albertuszentriert|rahmenlos|124x124pxSt. KamillusMönchengladbach-Dahl2014erbaut 1929–1931, seit 2014 Nachnutzung als „Grabeskirche“ (Kolumbarium) 100x100pxSt. ChristophorusMönchengladbach-Dorthausenerbaut 1961, Abriss 2022 100x100px St. Elisabeth Mönchengladbach-Eicken 1933/34 erbaut, seit 2009 Nachnutzung als „Grabeskirche“ (Kolumbarium)grabeskirche-moenchengladbach.de Christus KönigMönchengladbach-Herratherbaut 1953, Abriss wegen Baufälligkeit 2009, durch Begegnungsstätte Christus König ersetzt120x120px St. Johann Baptist Mönchengladbach-Rheydt 2015 2020–2022 Umbau zu Wohnungen 100x100px St. Peter Mönchengladbach-Waldhausen In der ehemaligen Kirche befindet sich seit 2010 ein Kletterpark.Alex Westhoff: Zu Kreuze klettern. Kletterer finden in einer ehemaligen Kirche in Mönchengladbach Halt. In: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 24. Dezember 2017, S. 68.100x100pxSt. AntoniusMönchengladbach-Wickrath (Teilprofanierung)erbaut 1954–1956, Architekt: Franz Schüren, Profanierung nur des östlichen Teils, der westliche bleibt geweiht und soll weiterhin als Gottesdienstraum dienen. Nutzungserweiterung durch Einbau eines Pfarrzentrums geplant. 100x100px Herz Jesu Mönchengladbach-Pesch In der ehemaligen Kirche wurden zwischen 2010 und 2011 Wohnungen eingebaut. 100x100px St. Andreas und Matthias Niederzier-Lich-Steinstraß (spätestens) Wie das gesamte Dorf Lich-Steinstraß musste auch die Kirche dem Tagebau Hambach weichen. Der Abriss wurde im Jahr 1988 vollzogen. Als Ersatz wurde am Umsiedlungsort Jülich-Lich-Steinstraß eine neue Kirche errichtet. 100x100px St. Hermann Josef Stolberg-Liester 1966–1967 erbaut, Architekt Heinz Kaldenbach, Abriss für 2026 geplant, Turm soll erhalten werden. 100x100px St. Josef Viersen-Rintgen 1889–91 erbaut, seit 2012 Nachnutzung als „Grabeskirche“ (Kolumbarium)grabeskirche-viersen.de 100x100px St. Mariä Rosenkranz Willich Kirchengemeinde St. Katharina Aus dem Verkaufserlös konnte am 14. Dezember 2016 die Kirchengemeinde unweit der früheren Kirche eine Wegekapelle als Ort der Erinnerung errichten. In die Kapelle wurden Teile der ehemaligen Kirche integriert, der danebenliegende Glockenturm besitzt eine Glocke aus dem aufgegebenen Gotteshaus
Siehe auch Kirchenschließung
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Einzelnachweise
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