mini|Stadtkirche Hohenleuben Die evangelisch-lutherische Stadtkirche Hohenleuben steht in Hohenleuben im Landkreis Greiz in Thüringen. Die zugehörige Kirchengemeinde bildet mit den Gemeinden Langenwetzendorf, Naitschau, Triebes, Göhren-Döhlen und Staitz das Regionalpfarramt Langenwetzendorf-Naitschau/Triebes/Hohenleuben im Kirchenkreis Greiz der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.Pfarrstellen im Kirchenkreis Greiz mit ihren Gemeinden. Abgerufen am 7. Juli 2022.

Geschichte mini|Historisches Turmuhrwerk von 1851 Als Ersatz für eine mittelalterliche Kapelle wurde 1605 die erste Kirche erbaut, die schon 1670 renovierungsbedürftig war. Der Kirchturm musste 1783 wegen Baufälligkeit abgerissen werden. Seitdem stand der Glockenturm auf dem Markt von Hohenleuben.

Neubau Die evangelische Stadtkirche ist ein einschiffiger klassizistischer Kirchenbau. Sie wurde 1786 um die alte Kirche herum aufgebaut, die danach abgerissen wurde. Nach langer Unterbrechung wurde sie erst 1851 mit dem Turmbau vollendet und am 8. Februar 1852 eingeweiht.Die Kirche zu Hohenleuben. Abgerufen am 7. Juli 2022.

Renovierung mini|links|hochkant=0.6|Monumentalgemälde mini|Innenansicht Nach Sanierungen in den Jahren 1977 und einer umfangreichen Gebäudesanierung ab 1991 begann 2016 eine umfassende Außensanierung, die 2019 abgeschlossen wurde. Sie umfasste den Einbau neuer Türen und Ziffernblätter, eine Sanierung des Außenputzes, die Erneuerung von Dachkasten und Schallluken, eine Anpassung und Sanierung des Gebäudesockels sowie eine Trockenlegung des gesamten Gebäudes.

Ausstattung Das Altargemälde Kalvarienberg kam 1998 in die Kirche. Das Monumentalgemälde des Gothaer Hofmalers Paul Emil Jacobs hatte dieser 1844 für die dortige Augustinerkirche geschaffen. Es war seit einem Kirchenumbau 1938/39 dort nahezu in Vergessenheit geraten, bevor es wiederentdeckt und nach Hohenleuben verschenkt und bis 2007 restauriert wurde. Mit 5,20 m Breite und 8,70 m Höhe ist es das größte erhaltene Gemälde des Künstlers.Geschichtliches zu Kirche und Orgel sowie Klangbeispiele auf YouTube. Abgerufen am 7. Juli 2022.

Orgel mini|Die Opitz-Orgel Die fast original erhaltene Orgel von 1852 stammt von Christoph Opitz aus Dobra und verfügt über Schleifladen mit mechanischer Spiel- und Registertraktur. Sie besitzt insgesamt 25 Register auf zwei Manualen sowie Pedal und wurde 2005–2008 von Orgelbau Olaf Schreiber, Zeulenroda, renoviert.Angaben zu Orgelbauer und Orgel in OTZ. Abgerufen am 19. Dezember 2024. Die Disposition des bis zu jenem Zeitpunkt größten und insgesamt zweitgrößten Instruments Opitz’ lautet:Orgel Hohenleuben, Deutschland (Thüringen) – Dorfkirche [sic!]. Abgerufen am 7. Juli 2022.

I Hauptwerk C–e3 1. Bordun 16′ 2. Principal 8′ 3. Hohlflöte 8′ 4. Viola digamba 8′ 5. Gedackt 8′ 6. Octave 4′ 7. Kleingedackt 4′ 8. Quinte ′ 9. Octave 2′ 10. Cornett (ab c') 4fach 11. Mixtur 4fach II Oberwerk C–e3 12. Principal 8′ 13. Sallicional 8′ 14. Liebl. Gedackt 8′ 15. Octave 4′ 16. Gemshorn 4′ 17. Nassart ′ 18. Octave 2′ 19. Sifflöte 1′ 20. Mixtur 3fach Pedal C–c1 21. Principalbaß 16′ 22. Violonbaß 16′ 23. Principalbaß 8′ 24. Violonbaß 8′ 25. Posaune 16′ Koppeln: Manualcoppel (II/I), Pedalcoppel (I/P) Spielhilfen: Sperrventil Hauptwerk, Sperrventil Oberwerk, Calcant

Gruft Unter der Kirche befindet sich die Gruft des Hauses Reuß-Köstritz. Sie wurde von Graf Heinrich XXIV. 1741 für sich und seine Familie erbaut. Bis 1850 wurden hier 23 Familienmitglieder beigesetzt.

Weblinks

Internetauftritt von Hohenleuben auf dem Portal Thüringen.info

Einzelnachweise

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