mini|Ehem. Amtsgerichtsgebäude (2016)
Das Amtsgericht Oppenheim war von 1878 bis 1972 ein Amtsgericht mit Sitz in Oppenheim.
Gründung Mit dem Gerichtsverfassungsgesetz von 1877 wurden Organisation und Bezeichnungen der Gerichte reichsweit vereinheitlicht. Zum 1. Oktober 1879 hob das Großherzogtum Hessen deshalb die Friedensgerichte auf, die bis dahin für die erstinstanzliche Rechtsprechung in dessen Provinz Starkenburg zuständig gewesen waren. Funktional ersetzt wurden sie durch Amtsgerichte. §§ 1, 3 Verordnung zur Ausführung des Deutschen Gerichtsverfassungsgesetzes und des Einführungsgesetzes zum Gerichtsverfassungsgesetze vom 14. Mai 1879. In: Großherzoglich Hessisches Regierungsblatt Nr. 15 vom 30. Mai 1879, S. 197 f. Das Amtsgericht Oppenheim wurde dem Bezirk des Landgerichtes Mainz zugeordnet §§ 2, 3 Verordnung zur Ausführung des Deutschen Gerichtsverfassungsgesetzes und des Einführungsgesetzes zum Gerichtsverfassungsgesetze vom 14. Mai 1879. In: Großherzoglich Hessisches Regierungsblatt Nr. 15 vom 30. Mai 1879, S. 197 f. , das wiederum zum Bezirk des Oberlandesgerichtes Darmstadt (nach der Bildung des Landes Rheinland-Pfalz war das dann das Oberlandesgericht Koblenz) gehörte.
Ende Im Jahre 1972 wurde das Gericht im Rahmen der Gebietsreform aufgelöst.
Bezirk Gemeinde HerkunftReus. Zugang Abgang Nach Dalheim Friedensgericht Oppenheim 1879 Dexheim Friedensgericht Oppenheim 1879 Dienheim Friedensgericht Oppenheim 1879 Dolgesheim Friedensgericht Oppenheim 1879 EimsheimKraft, S. 6. Friedensgericht Oppenheim 1879 Friesenheim Friedensgericht Wörrstadt 1879 Gimbsheim Friedensgericht Osthofen 1879 Guntersblum Friedensgericht Oppenheim 1879 Hahnheim Amtsgericht Nieder-Olm1912 Hillesheim Friedensgericht Wörrstadt 1879 Köngernheim Friedensgericht Oppenheim 1879 Lörzweiler Friedensgericht Oppenheim 1879 Ludwigshöhe Friedensgericht Oppenheim 1879 Mommenheim Friedensgericht Oppenheim 1879 Nackenheim Friedensgericht Oppenheim 1879 Nierstein Friedensgericht Oppenheim 1879 Oppenheim Friedensgericht Oppenheim 1879 Schwabsburg Friedensgericht Oppenheim 1879 Selzen Friedensgericht Oppenheim 1879 UelversheimBis 1930: Wald-Uelversheim (Reus). Friedensgericht Oppenheim 1879 Undenheim Amtsgericht Wörrstadt1912 Weinolsheim Friedensgericht Oppenheim 1879 Wintersheim Friedensgericht Oppenheim 1879
Gerichtsgebäude 1903 errichtete das Hessische Hochbauamt Mainz ein Gerichtsgebäude am Amtsgerichtsplatz 1. Der Architekt Paul Kubo entwarf einen burgartigen späthistoristischen Sandsteinquaderbau. Heute ist das Gebäude ein Kulturdenkmal aufgrund des rheinland-pfälzischen Denkmalschutzgesetzes und steht unter Denkmalschutz.Dieter Krienke (Bearbeiter): Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz Bd. 18.3 = Kreis Mainz-Bingen. Verbandsgemeinde Nierstein-Oppenheim. Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms 2011. ISBN 978-3-88462-311-4, S. 248.
Nach Auflösung des Amtsgerichtes wurde das Gebäude vom Landesamt für Umwelt, Wasserwirtschaft und Gewerbeaufsicht bis 2007 nachgenutzt. Seit Ende 2017 wird das Haus nach zweijähriger Findungs- und Umbauphase als Hotel und Eventlocation betrieben.
Literatur Heribert Reus: Gerichte und Gerichtsbezirke seit etwa 1816/1822 im Gebiete des heutigen Landes Hessen bis zum 1. Juli 1968. Hrsg.: Hessisches Ministerium der Justiz, Wiesbaden [1984 ohne Seitenangabe], Abschnitt: „Friedensgericht Oppenheim“.
Anmerkungen
Einzelnachweise
Oppenheim Oppenheim Kategorie:Oppenheim Kategorie:Organisation (Landkreis Mainz-Bingen) Kategorie:Geschichte (Landkreis Mainz-Bingen) Kategorie:Gerichtsgründung 1879 Kategorie:Aufgelöst 1972