Arthur Degner (* 2. März 1888Andere Quellen nennen 1887, u. a. Adolf Rosenberg. Handbuch der Kunstgeschichte, outlook Verlag S. 584 (Reprint) und Dresslers Kunsthandbuch. Verlag Karl Curtis, Berlin, 1930 in Gumbinnen, Ostpreußen; † 7. März 1972 in Berlin) war ein deutscher Maler, Grafiker und Bildhauer.

Leben Degner studierte zwischen 1906 und 1908 an der Kunstakademie Königsberg bei Ludwig Dettmann und Otto Heichert. 1909 kam er nach einem Aufenthalt in München nach Berlin. 1912 stellte er dort in der Galerie von Paul Cassirer aus, auf dessen Anregung hin er 1910 nach Paris gereist war. Außer Cassirers fand er die Förderung von Lovis Corinth und Max Liebermann. Im Ersten Weltkrieg leistete er von 1914 bis 1918 Sanitätsdienst. 1919 wurde er Vorstand der Freien Secession, deren Mitglied er seit 1911 war. Er war auch Mitglied des Deutschen Künstlerbunds, des Reichsverbands bildender Künstler und des Deutschen Werkbunds.Dresslers Kunsthandbuch. Verlag Karl Curtis, Berlin, 1930 1920 wurde er an die Akademie Königsberg berufen. 1925 kehrte er nach Berlin zurück, wo er an der Hochschule für Bildende Künste (HBK) lehrte. Von 1931 bis 1933 war er Vorsitzender der Berliner Secession. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde er mit Arbeits- und Ausstellungsverbot belegt. Diese in einschlägigen Lexika enthaltene Angabe steht im Widerspruch zu der Tatsache, dass Degner bis mindestens Ende 1940Ausstellung „Das Ereignisbild“ in den Duisburger Städtischen Kunstsammlungen an nachweislich 21 Ausstellungen beteiligt war.Martin Papenbrock, Gabriele Saure (Hrsg.): Kunst des frühen 20. Jahrhunderts in deutschen Ausstellungen. Teil 1. Ausstellungen deutsche Gegenwartskunst in der NS-Zeit. VDG, Weimar, 2000 Der Villa-Romana-Preis des Deutschen Künstlerbundes ermöglichte ihm 1936 einen Studienaufenthalt in Florenz, und 1937 wurde er Mitglied der Vereinigung Berliner Künstler. 1937 wurde in der Aktion „Entartete Kunst“ aus öffentlichen Sammlungen nachweislich drei seiner Bilder beschlagnahmt und vernichtet.Datenbank zum Beschlagnahmeinventar der Aktion "Entartete Kunst", Forschungsstelle "Entartete Kunst", FU Berlin 1939 wurde er aus der Reichskulturkammer ausgeschlossen und sechs seiner Werke als „entartet“ beschlagnahmt. Als sein Atelier mit 300 Gemälden zerstört wurde, siedelte er 1943 nach Schlesien über. 1944 wurde der damals 56-Jährige zu Schanzarbeiten in Polen verpflichtet.

Nach Kriegsende wurde er von Karl Hofer wieder an die HBK geholt. 1956 wurde er dort emeritiert.

mini|Grabstätte Er ist auf dem Heidefriedhof in Berlin bestattet.

Auszeichnungen Albrecht-Dürer-Preis der Stadt Nürnberg (1929) Villa-Romana-Preis des Deutschen Künstlerbundes (1936) Bundesverdienstkreuz am Bande (25. November 1969)Auskunft Bundespräsidialamt Kulturpreis der Landsmannschaft Ostpreußen (1969)

1937 als „entartet“ aus öffentlichen Sammlungen beschlagnahmte und vernichtete Werke

Ostpreußische Landschaft (Öl auf Leinwand, 80,2 × 98,7 cm, Kunstsammlungen der Stadt Königsberg) Damenbildnis (Öl auf Leinwand, Städtische Galerie Nürnberg) Ostpreußische Landschaft (Öl auf Leinwand, Museum für Kunst und Kunstgewerbe Stettin)

Ausstellungen nach 1945 (unvollständig)

1945/1946: Berlin, vom Kulturbund zur Demokratischen Erneuerung Deutschlands veranstaltete Ausstellung Bildender Künstler mit einem Aquarell Landschaft in Schlesien 1966: Oberhausen, Städtische Galerie Schloss Oberhausen (Ölbilder, Gouachen, Graphik) 1968: Berlin, Rathaus Tempelhof (Ölbilder, Gouachen, Graphik)

Postum

1982: Berlin, Galerie Taube 2017: Berlin, Galerie Kunst am Gendarmenmarkt („Arthur Degner. Wegbereiter des deutschen Expressionismus“)https://www.artatberlin.com/ausstellungen-berliner-galerien-arthur-degner-galerie-kunst-am-gendarmenmarkt-art-at-berlin/

Literatur Arthur Degner. Einführung von Rudolf Pfefferkorn. Delp, München 1970, ISBN 3-7689-0079-7. Eberhard Ruhmer (Hrsg.): Arthur Degner. Mensch und Werk. Bruckmann, München 1967.

Weblinks

Arthur Degner

Einzelnachweise

Kategorie:Träger des Villa-Romana-Preises Kategorie:Maler (Deutschland) Kategorie:Grafiker (Deutschland) Kategorie:Mitglied im Deutschen Künstlerbund Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande Kategorie:Träger des Kulturpreises der Landsmannschaft Ostpreußen Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1888 Kategorie:Gestorben 1972 Kategorie:Mann